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作者: 当前章节:15383 字 更新时间:2026-6-19 08:06

Stelle. .Gute Frage..

Schweigend blickte Fukaeri ihn an.

Tengo überlegte eine Weile. .Wahrscheinlich habe ich

einen gro.en Umweg gemacht., sagte er dann. .Aomame,

so hei.t sie, stand – wie soll ich sagen – lange im

Mittelpunkt meines Denkens, ohne sich zu ver.ndern. Sie

spielte die Rolle eines lebenswichtigen Schwerpunkts für

mich. Dennoch war ich nicht imstande, ihre Bedeutung zu

erfassen; vielleicht gerade weil sie so zentral war..

Fukaeri sah ihn die ganze Zeit an. Es war nicht zu

erkennen, ob sie irgendetwas von dem verstand, was er

sagte. Aber das war ihm gleich. Er sprach ohnehin mehr zu

sich selbst.

.Doch endlich habe ich es begriffen. Aomame ist kein

allgemeines Prinzip, kein Symbol, kein Gleichnis. Sie ist ein

reales Wesen mit einem warmen K.rper und einem

beweglichen Geist. Und diese W.rme und Beweglichkeit

darf ich nicht aus den Augen verlieren. Um so etwas

Selbstverst.ndliches zu begreifen, habe ich zwanzig Jahre

gebraucht. Dabei bin ich ein Mensch, der sich Zeit zum

Nachdenken nimmt, doch in diesem Punkt habe ich auf der

Leitung gestanden. Vielleicht ist es auch schon zu sp.t.

Aber selbst wenn, finden will ich sie unter allen

Umst.nden..

Fukaeri, die auf dem Boden kniete, richtete sich auf und

streckte sich. Wieder zeichneten sich ihre Brustwarzen

deutlich unter dem Jeff-Beck-T-Shirt ab.

.Aomame., sagte sie.

.Ja, man schreibt es wie .Erbse.. Ein ungew.hnlicher

Name..

.Sie m.chten sie wiedersehen., fragte Fukaeri noch

einmal.

.Natürlich., sagte Tengo.

Auf ihrer Unterlippe kauend, dachte Fukaeri nach. Dann

hob sie das Gesicht. .Sie ist vielleicht ganz in der N.he.,

sagte sie bed.chtig.

KAPITEL 17

Aomame

M.use herausholen

Am n.chsten Morgen berichteten die Sieben-Uhr-

Nachrichten im Fernsehen in aller Ausführlichkeit über die

überflutung der U-Bahn-Station Akasaka-mitsuke, aber

dass das Oberhaupt der Vorreiter in einer Suite des Hotel

Okura verstorben war, wurde nicht erw.hnt. Nach den

NHK-Nachrichten schaute sich Aomame noch die von

mehreren anderen Sendern an. Doch keiner von ihnen

informierte die .ffentlichkeit über den schmerzlosen Tod

des massigen Mannes.

Sie haben die Leiche verschwinden lassen, dachte

Aomame und verzog das Gesicht. Tamaru hatte es

vorausgesehen. Aomame konnte kaum glauben, dass das

wirklich passiert war. Offenbar hatten die Vorreiter einen

Weg gefunden, die Leiche des Leaders aus der Hotelsuite

zu schaffen, in einen Wagen zu packen und

abzutransportieren. Einen so gro.en Mann. Die Leiche

musste unheimlich schwer gewesen sein. Und in dem Hotel

wimmelte es von G.sten und Personal. überall waren

massenhaft überwachungskameras installiert. Dennoch

war es ihnen irgendwie gelungen, den Leichnam ungesehen

in das unterirdische Parkhaus zu schmuggeln.

Bestimmt hatten sie ihn noch in der gleichen Nacht in die

Berge von Yamanashi gebracht, wo sich das Hauptquartier

der Sekte befand. Dort würden sie entscheiden, auf welche

Weise sie sich der sterblichen überreste des Leaders

entledigen konnten. Zumindest würden sie seinen Tod

garantiert nicht mehr der Polizei melden. Jetzt wo sie ihn

einmal verheimlicht hatten, musste er für immer geheim

bleiben.

Wahrscheinlich hatte das durch das Unwetter verursachte

Chaos ihnen ihre Aktion erleichtert. Jedenfalls hatte die

Sekte es vermieden, die .ffentliche Aufmerksamkeit auf

den Vorfall zu lenken. Als günstig erwies sich nun auch,

dass der Leader sich kaum jemandem gezeigt hatte. Sein

Leben und Wirken war von R.tseln umgeben. So würde

auch sein pl.tzliches Verschwinden vorl.ufig keine

Aufmerksamkeit erregen. Die Nachricht, dass er gestorben

beziehungsweise dass er ermordet worden war, würde den

kleinen Kreis einer Handvoll Eingeweihter nicht verlassen.

Natürlich konnte Aomame nicht wissen, wie die Vorreiter

die durch den Tod ihres Leaders entstandene Lücke zu

füllen gedachten. Doch sie würden alle ihnen zu Gebote

stehenden Mittel einsetzen, um die Organisation in ihrer

bisherigen Form fortzuführen. Wie der Mann gesagt hatte:

Das System würde weiterhin existieren und funktionieren,

auch wenn es keinen Anführer mehr gab. Ob jemand die

Nachfolge des Leaders antreten würde? Doch diese Frage

betraf Aomame nicht. Ihr Auftrag war es gewesen, den

Leader zu beseitigen, und nicht, seine Sekte zu zerst.ren.

Sie dachte an die beiden Bodyguards in den dunklen

Anzügen. Den Kahlkopf und den Pferdeschwanz. Würde

man sie dafür verantwortlich machen, dass der Leader

direkt vor ihrer Nase get.tet worden war? Aomame stellte

sich vor, wie die beiden den Befehl erhielten, sie zu

verfolgen und zu beseitigen – oder gefangen zu nehmen.

.Findet diese Frau. Unter allen Umst.nden. Kommt nicht

ohne sie zurück!. Das war sehr wahrscheinlich. Sie wussten

genau, wie Aomame aussah. Au.erdem verstanden sie ihr

Handwerk und brannten vermutlich vor Rachgier. Gute

Voraussetzungen für eine Jagd. Und die Oberen der Sekte

mussten herausfinden, ob Aomame Hinterm.nner hatte.

Zum Frühstück a. sie einen Apfel. Sie hatte keinen

Appetit. Noch immer haftete ihren H.nden das Gefühl an,

das sie verspürt hatte, als sie die Nadel in den Nacken des

Mannes stie.. W.hrend sie den Apfel mit einem kleinen

Messer in der rechten Hand sch.lte, bemerkte sie ein

leichtes Zittern am ganzen K.rper. Bisher hatte sie nie

gezittert. Jedes Mal, wenn sie jemanden get.tet hatte, war

die Erinnerung daran nach einer Nacht so gut wie

verschwunden gewesen. Natürlich war es nicht erfreulich,

einem Menschen das Leben zu nehmen. Allerdings hatte es

sich immer um M.nner gehandelt, die es nicht verdient

hatten, am Leben zu bleiben. Statt menschliches Mitgefühl

hatte sie ihnen gegenüber stets Widerwillen empfunden.

Doch diesmal war es anders. Objektiv betrachtet hatte der

Leader mit einigen seiner Taten gegen die Menschlichkeit

versto.en. Dennoch war er in vielerlei Hinsicht ein

au.ergew.hnlicher Mensch gewesen. Daher hatte er sich

wohl zumindest zum Teil für eine Person gehalten, die

jenseits der Normen von Gut und B.se stand. Auch sein

Ende war au.ergew.hnlich gewesen. Sie hatte eine

seltsame Reaktion gespürt. Eine

au.ergew.hnliche Reaktion.

Er hatte ihr eine .Verhei.ung. hinterlassen. Zu diesem

Schluss kam Aomame, nachdem sie eine Weile

nachgedacht hatte. Zum Zeichen dafür war diese Schwere

in ihren H.nden zurückgeblieben. Das wusste sie jetzt.

Vielleicht würde dieses Zeichen nie mehr verschwinden.

Gegen neun Uhr am Vormittag l.utete das Telefon. Es

war Tamaru. Er lie. es dreimal klingeln, legte auf und rief

nach zwanzig Sekunden wieder an.

.Die haben tats.chlich nicht die Polizei gerufen., sagte

er. .In den Nachrichten kam auch nichts. Auch nicht in

den Zeitungen..

.Aber ich bin ganz sicher, dass er tot ist..

.Das wei. ich doch. Der Leader ist mausetot. Es hat sich

einiges bewegt. Das Hotelzimmer haben sie schon ger.umt.

In der Nacht wurden ein paar Leute aus ihrer Zweigstelle in

der Stadt zusammengerufen. Wahrscheinlich, um die

Leiche unauff.llig fortzuschaffen. Auf diesem Gebiet sind

sie Experten. Gegen ein Uhr morgens haben ein Mercedes

der S-Klasse mit get.nten Scheiben und ein Hiace mit

schwarz lackierten Seitenfenstern das Parkhaus des Okura

verlassen. Beide hatten Yamanashi-Nummernschilder.

Vermutlich sind sie noch vor dem Morgengrauen im

Hauptquartier der Vorreiter eingetroffen. Am Tag davor

hatte die Polizei ja diese Untersuchung durchgeführt, aber

nichts Gravierendes entdeckt. Inzwischen ist sie l.ngst

abgezogen. Auf dem Sektengel.nde gibt es eine regul.re

Verbrennungsanlage. Wenn sie die Leiche da reinwerfen,

bleibt kein Kn.chelchen übrig. Alles geht sauber in Rauch

auf..

.Unheimlich, was?.

.Ja, die Bande ist mir auch nicht geheuer. Die

Organisation wird vorl.ufig weiterlaufen wie bisher,

obwohl ihr Leader tot ist. Wie eine Schlange, die sich

weiter windet, auch wenn man ihr den Kopf abschl.gt. Sie

wei. auch ohne Kopf genau, wohin sie will. Man kann nie

sagen, was kommt. Vielleicht stirbt sie nach einer Weile.

Oder es w.chst ihr ein neuer Kopf..

.Er war kein gew.hnlicher Mann..

Tamaru .u.erte sich nicht dazu.

.Ganz anders als alle davor., sagte Aomame.

Tamaru wog den Klang ihrer Worte ab. .Das vermute ich

auch., sagte er dann. .Aber wir müssen jetzt praktisch

denken. An das, was kommt. Sonst wirst du nicht

überleben..

Aomame wollte etwas sagen, aber sie brachte kein Wort

heraus. Das Zittern hatte noch nicht aufgeh.rt.

.Madame m.chte mit dir sprechen., sagte Tamaru. .Geht

das?.

.Natürlich., sagte Aomame.

Die alte Dame kam an den Apparat. .Ich danke Ihnen..

Auch ihrer Stimme war die Erleichterung anzuh.ren. .So

sehr, dass ich es nicht mit Worten ausdrücken kann. Sie

haben auch diesmal wieder perfekte Arbeit geleistet..

.Vielen Dank. Aber das k.nnte ich kein zweites Mal tun.,

sagte Aomame.

.Ich wei.. Darüber brauchen wir gar nicht zu reden. Ich

bin so froh, dass Sie wohlbehalten zurück sind. Ich habe

nicht die Absicht, Sie noch einmal um so etwas zu bitten.

Damit ist jetzt Schluss. Ein Ort, an dem Sie zur Ruhe

kommen k.nnen, ist bereit. Sie brauchen sich um nichts

Sorgen zu machen. Sie bleiben jetzt eine Weile in dieser

Wohnung, w.hrend wir alle Vorbereitungen für Ihr neues

Leben treffen..

Aomame bedankte sich.

.Ben.tigen Sie noch etwas? Dann sagen Sie es mir bitte.

Tamaru wird sich sofort darum kümmern..

.Nein, soweit ich sehe, ist alles da, was ich brauche..

Die alte Dame r.usperte sich. .Eines dürfen Sie nie

vergessen: Wir haben absolut richtig gehandelt. Wir haben

den Mann für seine Verbrechen bestraft und damit

verhindert, dass so etwas immer wieder passiert. Wir haben

verhindert, dass es noch mehr Opfer gibt. Es gibt nichts,

das Sie belasten müsste..

.Er hat das auch gesagt..

.Er?.

.Der Leader der Vorreiter. Der Mann, den ich gestern

Abend beseitigt habe..

Die alte Dame schwieg etwa fünf Sekunden lang. .Er

wusste es?., fragte sie dann.

.Ja. Er wusste, dass ich gekommen war, um ihn zu t.ten.

Er hat es sogar zugelassen, denn er wollte sterben. Er

musste k.rperlich sehr stark leiden und ging einem

langsamen, aber unaufhaltsamen Tod entgegen. Ich habe

ihn nur beschleunigt und den Mann damit von seinen

grausamen Schmerzen erl.st..

Die alte Dame schien v.llig entgeistert, sodass ihr für

einen Moment die Worte fehlten. Etwas, das bei ihr nur

sehr selten vorkam.

.Dieser Mann …., sagte sie und rang nach Worten. .… hat

selbst gewünscht, die Strafe für seine Taten auf sich zu

nehmen?.

.Nein, er wollte m.glichst schnell sterben, um von seinen

Schmerzen befreit zu sein..

.Und deshalb hat er sich von Ihnen t.ten lassen..

.So ist es..

Von ihrer heimlichen Abmachung mit dem Leader sagte

Aomame der alten Dame nichts. Die Vereinbarung, dass sie

sterben musste, damit Tengo weiterleben konnte, war

zwischen ihr und dem Mann geschlossen worden. Sie ging

niemand anderen etwas an.

.Was der Mann getan hat, war widerlich und abartig, und

sein Tod war notwendig. Aber er war ein

au.ergew.hnlicher Mensch. Zumindest hatte er etwas

Besonderes an sich..

.Etwas Besonderes., wiederholte die alte Dame.

.Ich kann es nicht gut erkl.ren., sagte Aomame. .Eine

besondere F.higkeit oder Eigenschaft, die zugleich eine

gro.e Bürde für ihn war. Und das scheint ihn von innen her

aufgefressen zu haben..

.Ob dieses besondere Etwas ihn zu seinen widerlichen

Taten getrieben hat?.

.Vielleicht..

.Jedenfalls haben Sie dafür gesorgt, dass es damit nun ein

Ende hat..

.So ist es., sagte Aomame heiser.

Den H.rer in der linken Hand, spreizte Aomame ihre

rechte und betrachtete ihre Handfl.che, der noch immer

das Gefühl von Tod anhaftete. Was die Mehrdeutigkeit des

Wortes vereinigen in Bezug auf den Geschlechtsverkehr mit

kleinen M.dchen besagen sollte, war ihr unverst.ndlich.

Und natürlich konnte sie der alten Dame auch nicht davon

erz.hlen.

.Wie immer sieht es wie ein natürlicher Tod aus, aber

daran werden seine Leute ganz bestimmt nicht glauben. Sie

werden sich denken k.nnen, dass ich dabei irgendwie

meine Finger im Spiel hatte. Ebenso wie Sie haben sie

seinen Tod bisher nicht der Polizei gemeldet..

.Ganz gleich, was diese Leute tun werden, ich werde Sie

mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln beschützen.,

sagte die alte Dame. .Die haben ihre Organisation. Aber

auch ich verfüge über Beziehungen und die n.tigen

finanziellen Mittel. Und Sie sind ein wachsamer und

intelligenter Mensch. Wir werden ihnen einen Strich durch

die Rechnung machen..

.Die Kleine haben Sie noch nicht gefunden?., fragte

Aomame.

.Nein, wir wissen noch immer nicht, wo sie ist. Aber ich

vermute, dass sie sich bei den Vorreitern aufh.lt. Wo sollte

sie sonst hin? Im Augenblick habe ich noch keine

M.glichkeit gefunden, sie zurückzuholen. Aber durch den

Tod des Leaders entsteht vielleicht Verwirrung in der Sekte.

Vielleicht k.nnen wir das Durcheinander nutzen, um

Tsubasa herauszuhelfen. Wir müssen ihr unter allen

Umst.nden beistehen..

Der Leader hatte behauptet, das M.dchen, das im

Frauenhaus gewesen war, habe keine Substanz. Es sei nicht

mehr als eine Idee, und man habe es zurückgeholt. Aber

das konnte Aomame der alten Dame jetzt nicht sagen. Sie

verstand ja selbst nicht, was das bedeutete. Sie dachte an

die marmorne Uhr. Sie hatte mit eigenen Augen gesehen,

wie sie sich in die Luft erhob.

.Wie lange muss ich mich hier verstecken?., fragte sie.

.Rechnen Sie mit etwa vier Tagen bis zu einer Woche.

Danach erhalten Sie Ihren neuen Namen und kommen in

eine neue Umgebung. Sie werden weit fort gehen. Wenn

Sie dort sind, müssen wir unseren Kontakt aus

Sicherheitsgründen vorl.ufig einstellen. Wir werden uns

eine gewisse Zeit lang nicht sehen. In Anbetracht meines

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