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作者: 当前章节:15360 字 更新时间:2026-6-19 08:06

auch nicht mehr mit den Little People an der Puppe aus

Luft arbeiten. Jeden Abend vor dem Einschlafen stellte das

M.dchen sich vor, wie die Little People im Kreis um die

Puppe herumsa.en und sie vergr..erten. Es konnte an

nichts anderes mehr denken. Es fühlte sich sogar an, als

habe die Puppe aus Luft v.llig von ihm Besitz ergriffen.

Was sich wohl im Inneren der Puppe befand? Was würde

herauskommen, wenn die Zeit reif war und die Puppe sich

.ffnete? Das M.dchen konnte es vor Neugier kaum

aushalten. Es war unendlich schade, dass es das Schauspiel

nicht mit eigenen Augen sehen konnte. Wo ich doch selbst

beim Anfertigen der Puppe mitgeholfen habe, dachte es,

müsste ich eigentlich dabei sein dürfen. Es überlegte

ernsthaft, ob es nicht noch einen Versto. begehen sollte,

um wieder in den Speicher gesperrt zu werden. Doch selbst

wenn es diese Mühe auf sich nahm, war nicht gesagt, dass

die Little People noch einmal dort auftauchen würden. Man

hatte die tote Ziege fortgebracht und irgendwo begraben.

Das Licht der Sterne würde ihre Augen nicht mehr zum

Leuchten bringen.

Nun wurde vom allt.glichen Leben des M.dchens in der

Gemeinschaft erz.hlt, von ihrem geregelten Tagesablauf

und den festen Pflichten. Wie es als .ltestes Kind die

jüngeren anleiten und sich um sie kümmern musste. Von

den frugalen Mahlzeiten. Von den Geschichten, die die

Eltern ihm vor dem Schlafengehen vorlasen. Von der

klassischen Musik, die es h.rte, wenn es Zeit dazu fand.

Von seinem Leben ohne Verunreinigungen.

Die Little People hielten Einzug in seine Tr.ume. Sie

konnten, wann immer es ihnen beliebte, in die Tr.ume der

Menschen eindringen. Die Puppe werde aufbrechen, sagten

sie zu dem M.dchen, und ob es nicht Lust habe zu

kommen, um zuzusehen. Es m.ge, damit niemand es sah,

nach Sonnenuntergang mit einer Kerze in den Speicher

kommen.

Das M.dchen konnte seine Neugier nicht bezwingen. Es

verlie. seine Bettstatt, nahm die Kerze, die es sich besorgt

hatte, und schlich zum Speicher. Niemand war dort. Nur

die Puppe aus Luft lag still auf dem Boden. Ihr Umfang war

viel gr..er als damals, als das M.dchen sie das letzte Mal

gesehen hatte. Ihre Gesamtl.nge betrug ungef.hr 1,30 oder

1,40 Meter. Ein schwaches Leuchten ging von ihr aus. Ihre

Konturen waren sehr sch.n geschwungen, und in der Mitte

befand sich eine hübsche Einbuchtung. Kein Vergleich zum

Anfang, als sie noch klein war. Die Little People schienen

seither flei.ig gearbeitet zu haben. Die Puppe begann

bereits aufzubrechen. Es war ein sauberer horizontaler Riss

auf ihrem Kamm entstanden. Das M.dchen beugte sich vor

und sp.hte in den Spalt.

Es entdeckte, dass das, was sich in der Puppe befand, es

selbst war. Was dort nackt in der Puppe auf dem Rücken

lag, war seine eigene Gestalt. Dieses andere Ich hielt die

Augen geschlossen. Es schien nicht bei Bewusstsein zu sein.

Auch atmete es nicht. Wie eine Puppe in der Puppe.

.Das ist deine Tochter – .Daughter. sagen wir dazu.,

sagte der Heisere. Und r.usperte sich.

Als sie sich umwandte, standen pl.tzlich die sieben Little

People in einem Halbkreis um sie herum.

.Daughter., wiederholte das M.dchen mechanisch.

.Und du wirst .Mother. genannt., brummte der mit der

tiefen Stimme.

.Mother und Daughter., sagte das M.dchen.

.Die Tochter fungiert als Vertreterin der Mutter., piepste

der mit der hohen Stimme.

.Ich bin zweigeteilt., fragte das M.dchen.

.Nein., sagte der Tenor. .So ist es nun auch wieder nicht.

Du bist von Kopf bis Fu. ganz und gar du. Du brauchst dir

keine Sorgen zu machen. Die Tochter ist letztendlich nicht

mehr als ein Schatten der Seele der Mutter. Und dieser

Schatten hat Gestalt angenommen..

.Wacht sie irgendwann auf?.

.Bald. Wenn die Zeit gekommen ist., sagte der Bariton.

.Was macht diese Tochter als Schatten meiner Seele.,

fragte das M.dchen.

.Sie spielt die Rolle eines Perceivers., wisperte der Leise.

.Persiewa., sagte das M.dchen.

.Jemand, der etwas wahrnimmt., erkl.rte der Heisere.

.Ein Perceiver gibt das Wahrgenommene an den Receiver

weiter., sagte der mit der hohen Stimme.

.Die Daughter wird n.mlich unser Durchgang., sagte der

Tenor.

.Anstelle der Ziege., fragte das M.dchen.

.Die tote Ziege war nicht mehr als ein Provisorium.,

sagte der mit der tiefen Stimme. .Um den Ort, an dem wir

leben, mit diesem hier zu verbinden, brauchen wir eine

lebende Daughter. Als Perceiver..

.Was macht die Mother., fragte das M.dchen.

.Sie bleibt in der N.he der Daughter., sagte der mit der

hohen Stimme.

.Wann wacht die Daughter auf., fragte das M.dchen.

.In zwei oder drei Tagen., sagte der Tenor.

.Eins von beidem., sagte der Leise.

.Du musst dich gut um die Daughter kümmern., sagte

der Bariton. .Denn sie ist ja deine Tochter..

.Ohne die Fürsorge ihrer Mother ist sie unvollkommen.

Sie lebt dann nicht lange., sagte der mit der hohen Stimme.

.Und mit der Daughter verliert die Mother den Schatten

ihrer Seele., sagte der Tenor.

.Was wird aus ihr, wenn sie den Schatten ihrer Seele

verloren hat., fragte das M.dchen.

Die Little People tauschten Blicke. Keiner antwortete.

.Wenn die Daughter erwacht, werden zwei Monde am

Himmel sein., sagte der Heisere.

.Die beiden Monde reflektieren den Schatten der Seele..

.Es werden zwei Monde sein., wiederholte das M.dchen

mechanisch die Worte.

.Das ist das Zeichen. Du musst den Himmel aufmerksam

im Auge behalten., flüsterte der Leise. .Sehr aufmerksam.,

betonte er. .Und die Monde z.hlen..

.Hoho., t.nte einer dazwischen.

.Hoho., stimmten die übrigen sechs ein.

Das M.dchen floh.

Hier war etwas falsch, etwas stimmte nicht. Etwas lag

gewaltig schief, ging wider die Natur. Das war dem

M.dchen klar. Was die Little People wollten, wusste es

nicht. Aber der Anblick seiner eigenen Gestalt, eingebettet

in die Puppe aus Luft, hatte es vor Grauen erschauern

lassen. Mit einem lebendigen anderen Ich, das sich

bewegte, konnte es nicht leben. Es musste fort von hier.

Und das so schnell wie m.glich. Solange die Daughter noch

nicht erwacht war. Solange es noch keine zwei Monde gab.

In der Gemeinschaft war es verboten, Bargeld zu haben.

Aber der Vater des M.dchens hatte ihm einen

Zehntausend-Yen-Schein und einige Münzen gegeben.

.Versteck das, sodass niemand es findet., hatte er gesagt.

Einen Zettel mit einem Namen, einer Adresse und einer

Telefonnummer hatte er ihm auch gegeben. .Solltest du

einmal von hier fliehen müssen, kaufst du von dem Geld

eine Fahrkarte, steigst in den Zug und f.hrst zu der

Adresse..

Vielleicht hatte sein Vater mit der M.glichkeit gerechnet,

dass in der Gemeinschaft eines Tages etwas Ungutes

entstehen würde. Das M.dchen z.gerte nicht. Handelte

unverzüglich. Es hatte nicht einmal Zeit, von seinen Eltern

Abschied zu nehmen.

Es holte die zehntausend Yen, das Kleingeld und den

Zettel aus der Flasche, die es in der Erde vergraben hatte. In

der Schule sagte es, ihm sei nicht wohl, man m.ge es den

Sanit.tsraum aufsuchen lassen. Das M.dchen verlie. den

Klassenraum und dann die Schule. Es stieg in den n.chsten

Bus und fuhr zum Bahnhof. Dort reichte es den

Zehntausend-Yen-Schein über den Schalter, kaufte eine

Fahrkarte nach Futamatao und nahm das Wechselgeld. Es

war das erste Mal in seinem Leben, dass es eine Fahrkarte

kaufte, Wechselgeld entgegennahm und in einen Zug stieg.

Doch sein Vater hatte ihm genau geschildert, was es zu tun

hatte, und daran hielt es sich.

Wie auf dem Zettel stand, stieg das M.dchen am Bahnhof

der Chuo-Linie in Futamatao aus und rief von einem

.ffentlichen Telefon die Nummer an, die der Vater ihm

gegeben hatte. Der Mann, den es anrief, war ein guter

Freund von ihm aus alten Tagen. Er malte Bilder im

japanischen Stil. Er war etwa zehn Jahre .lter als der Vater

des M.dchens und lebte allein mit seiner Tochter in den

Bergen bei Futamatao. Seine Frau war vor einer Weile

gestorben. Die Tochter war ein Jahr jünger als das M.dchen

und hie. Kurumi. Auf den Anruf des M.dchens kam er

sofort zum Bahnhof und nahm den kleinen Flüchtling mit

gro.er W.rme auf.

Am Tag nachdem es im Haus des Malers Zuflucht

gefunden hatte, schaute das M.dchen aus dem Fenster

seines Zimmers zum Himmel und entdeckte, dass ein

weiterer Mond hinzugekommen war. In der N.he des ihm

vertrauten Mondes stand wie eine vertrocknete Bohne ein

zweiter kleinerer Mond. Die Daughter ist erwacht, dachte

das M.dchen. Der zweite reflektiert den Schatten der Seele.

Sein Herz erbebte. Die Welt hatte einen Wandel vollzogen.

Es würde etwas geschehen.

Das M.dchen hatte keine Nachricht von seinen Eltern.

Vielleicht hatte man in der Gemeinschaft noch gar nichts

von seiner Flucht bemerkt. Immerhin war das Abbild des

M.dchens, die Daughter, zurückgeblieben. .u.erlich war

sie sein Ebenbild, und gew.hnliche Leute konnten sie nicht

voneinander unterscheiden. Aber seine Eltern würden

natürlich erkennen, dass diese Daughter nicht das

M.dchen selbst, sondern nur ein Abklatsch von ihm war.

Und dass es aus der Gemeinschaft geflohen war und die

Daughter als Ersatz zurückgelassen hatte. Es gab nur einen

Ort, an den es gegangen sein konnte. Dennoch meldeten

seine Eltern sich nicht ein einziges Mal. Vielleicht sagten

sie ihm durch diese stumme Botschaft, es solle fortbleiben.

Mal ging das M.dchen zur Schule, mal nicht. Diese neue

Welt war so anders als die, in der das M.dchen

aufgewachsen war. Die Regeln waren ganz anders, ebenso

die Ziele und auch die Sprache, die verwendet wurde. So

gelang es ihm nicht, Freundschaften zu schlie.en. Und sich

an das Leben in der Schule zu gew.hnen.

Aber in der Mittelstufe freundete es sich mit einem

Jungen an. Er hie. Toru. Toru war klein und dünn. Sein

Gesicht war faltig wie bei einem .ffchen und seine

Wirbels.ule ziemlich verkrümmt. Anscheinend war er in

seiner frühen Kindheit schwer krank gewesen, er nahm

auch nicht an anstrengenden Sportübungen teil. In den

Pausen pflegte er sich von den anderen abzusondern und

las allein in einem Buch. Auch er hatte keine Freunde. Er

war zu klein und zu h.sslich. In einer Mittagspause setzte

das M.dchen sich neben ihn und sprach ihn an. Es fragte

ihn, welches Buch er da lese. Und er las ihr laut daraus vor.

Seine Stimme gefiel dem M.dchen. Sie war leise und ein

wenig rau, aber sehr vernehmlich. Die Geschichten, die er

mit dieser Stimme erz.hlte, bezauberten das M.dchen.

Toru rezitierte Prosa so sch.n, als würde er Gedichte lesen.

Von nun an verbrachte das M.dchen jede Mittagspause mit

ihm. Und lauschte aufmerksam und reglos den

Geschichten, die er ihm vorlas.

Doch bald ging Toru verloren. Die Little People nahmen

ihn dem M.dchen weg.

Eines Nachts tauchte eine Puppe aus Luft in Torus

Zimmer auf, die die Little People jede Nacht, wenn er

schlief, vergr..erten. Dem M.dchen zeigten sie diese

n.chtlichen Szenen in seinen Tr.umen. Aber es konnte die

Little People nicht aufhalten. Bald war die Puppe gro.

genug und brach der L.nge nach auf. Genau wie es in dem

Speicher geschehen war. Drei gro.e schwarze Schlangen

waren darin verpuppt. Sie waren zu einem so dichten

Kn.uel miteinander verflochten, dass wohl niemand – nicht

einmal die Schlangen selbst – imstande gewesen w.re, sie

zu entwirren. Sie sahen aus wie ein schleimiger unendlicher

Knoten mit drei K.pfen. Die drei Schlangen waren

furchtbar zornig, weil sie sich nicht selbst befreien

konnten. Sie wanden sich wie verrückt, aber je mehr sie

sich wanden, desto schlimmer wurde ihre Lage. Die Little

People zeigten sie dem M.dchen. Toru schlief

nichtsahnend daneben. Nur das M.dchen konnte die

Schlangen sehen.

Wenige Tage sp.ter erkrankte der Junge schwer und

wurde in ein weit entferntes Sanatorium gebracht. Was

Toru hatte, wurde nicht gesagt. Nur, dass er wohl nie mehr

in die Schule zurückkehren würde. Das M.dchen hatte ihn

verloren.

Es wusste, dass es sich um eine Botschaft der Little People

handelte. Anscheinend konnten sie nicht direkt Hand an

das M.dchen legen, weil es eine Mother war. Stattdessen

nahmen sie sich jemanden aus seiner Umgebung vor und

zerst.rten ihn. Doch das ging nicht bei allen. Der Beweis

dafür war, dass die Little People dem Vormund des

M.dchens, dem Maler, und auch seiner Tochter Kurumi

nichts anhaben konnten. Stattdessen schlugen sie an der

schw.chsten Stelle zu. Sie hatten die drei Schlangen in den

Tiefen von Torus Bewusstsein gefunden und aufgeweckt.

Die Vernichtung des Jungen war eine Warnung an das

M.dchen, mit der sie versuchten, es zur Rückkehr zu dieser

Daughter, oder was immer es war, zu bewegen. Was

geschehen ist, ist von Anfang an nur deine Schuld

gewesen, lautete ihre Botschaft.

Das M.dchen war wieder allein. Es ging auch nicht mehr

zur Schule. Seine Freundschaft würde andere nur in Gefahr

bringen. Es wusste nun, was es bedeutete, unter der

Herrschaft der beiden Monde zu leben.

Bald darauf beschloss das M.dchen, selbst eine Puppe aus

Luft zu spinnen. Es besa. die F.higkeit dazu. Die Little

People hatten gesagt, sie k.men durch einen Gang von

dort, wo sie lebten. Also musste es doch m.glich sein, auf

umgekehrtem Weg in ihre Welt zu gelangen. Dort k.nnte

das M.dchen vielleicht das Geheimnis lüften, erfahren,

welche Rolle es selbst spielte und was diese Mother-

Daughter-Geschichte bedeutete. Wom.glich w.re dann

auch der verlorene Toru noch zu retten. Das M.dchen

begann also an einem Durchgang zu arbeiten. Es besa. die

F.higkeit, die F.den aus der Luft zu holen und eine Puppe

daraus zu spinnen. Aber es brauchte Zeit dazu. Wenn es die

hatte, würde es ihm gelingen.

Dennoch wusste es manchmal nicht weiter. Wurde von

Verwirrung ergriffen. Ob ich wirklich die Mother bin?

Nicht doch irgendwo mit der Daughter vertauscht wurde?

Je mehr das M.dchen darüber nachdachte, desto weniger

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