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作者: 当前章节:15369 字 更新时间:2026-6-19 08:06

Letzte. Irgendwelche impotenten Typen, die nichts als

dreckige Witze machen k.nnen. Entweder sie sind dumm

geboren oder sie denken nur an ihre Bef.rderung oder

beides. Und solche Kerle tragen die Verantwortung für die

Sicherheit unserer Gesellschaft. Düstere Aussichten für

Japans Zukunft..

.Aber du bist so hübsch. Das f.llt doch bestimmt vielen

M.nnern auf., sagte Aomame.

.Das bringt mir auch nur etwas, solange ich ihnen

meinen Beruf nicht verrate. Deshalb habe ich beschlossen,

mich hier immer als Versicherungsangestellte auszugeben..

.Kommst du oft her?.

.Oft würde ich nicht sagen. Ab und zu.. Ayumi überlegte

kurz. .Manchmal habe ich das Bedürfnis nach Sex., gab sie

dann zu. .Deutlich ausgedrückt: Ich brauche einen Mann.

Hat wohl was mit dem Zyklus zu tun. Ich ziehe mir sexy

Unterw.sche an, komme hierher, trinke was und suche mir

einen passenden Typen für eine Nacht. Dann habe ich

wieder eine Weile Ruhe. Ich habe ganz normale

Bedürfnisse, keine ausgefallenen Gelüste oder sexuellen

Manien. Mir genügt es, mich ab und an zu entladen. Ohne

dass sich daraus irgendwelche Folgen ergeben. Am

n.chsten Morgen gehe ich dann wieder auf die Jagd nach

Falschparkern. Und du?.

Aomame griff nach ihrem Tom Collins und nippte

langsam daran. .Tja. Im Grunde ist es bei mir das Gleiche..

.Keine feste Beziehung?.

.Ich habe mich dagegen entschieden. Zu umst.ndlich..

.Ein fester Freund macht eben Umst.nde..

.So ist es wohl..

.Aber manchmal will ich es so sehr, dass ich es nicht

mehr aushalten kann., sagte Ayumi.

.Das Wort, das du benutzt hast – entladen –, gef.llt mir.

Es passt genau..

.Es mal richtig krachen lassen?.

.Ist auch nicht schlecht..

.Jedenfalls eine Sache für eine Nacht, die keine Folgen

hat..

Aomame nickte.

Die Wange in die Hand gestützt, dachte Ayumi nach.

.Wir haben eine Menge gemeinsam, oder?.

.Scheint so., gab Aomame zu. Nur dass du Polizistin bist

und ich Menschen t.te, dachte sie. Du stehst innerhalb und

ich au.erhalb des Gesetzes. Das ist ein ziemlich gro.er

Unterschied, was?

.Lass es uns so machen., sagte Ayumi. .Also: Wir

arbeiten bei der gleichen Schadensversicherung. Der Name

der Firma bleibt geheim. Du bist meine Vorgesetzte, ich die

etwas jüngere Untergebene. Heute war es in der Firma so

stinklangweilig, dass wir uns zur Abwechslung hier einen

hinter die Binde gie.en wollen. Dabei haben wir

vergleichsweise gute Laune bekommen. Wie findest du

das?.

.Nicht schlecht, aber ich habe so gut wie keine Ahnung

von Schadensversicherungen..

.Das kannst du mir überlassen. Geschichten erfinden ist

meine gr..te St.rke..

.Ich überlasse alles dir., sagte Aomame.

.übrigens sitzen an dem Tisch direkt hinter uns zwei

mittelalte Knaben. Die werfen schon die ganze Zeit mit

hungrigen Blicken um sich., flüsterte Ayumi. .Dreh dich

doch mal ganz unauff.llig um und schau sie dir an..

Aomame wandte sich beil.ufig in diese Richtung. Am

übern.chsten Tisch sa.en zwei M.nner mittleren Alters in

Anzug und Krawatte. Offenbar Angestellte, die ihren

Feierabend hier verbrachten. Ihre Anzüge wirkten nicht

abgetragen und auch die Krawatten nicht geschmacklos.

Jedenfalls sahen sie nicht ungepflegt aus. Der eine musste

etwa Mitte vierzig sein, der andere Ende drei.ig.

Der .ltere war sehr schlank. Er hatte ein schmales

Gesicht und einen zurückweichenden Haaransatz. Der

Jüngere war ein Typ, der früher wahrscheinlich in der

Rugbymannschaft seiner Universit.t gespielt, aber

inzwischen durch mangelnde Bewegung Speck angesetzt

hatte. Auch wenn sein Gesicht sich etwas Jungenhaftes

bewahrt hatte, bekam er bereits ein Doppelkinn. Die

beiden sa.en in freundschaftlichem Gespr.ch bei einem

Whisky Soda und lie.en dabei hin und wieder ihre Blicke

interessiert durch den Raum schweifen.

Ayumi analysierte die Lage. .Wie es aussieht, besuchen

sie Bars wie diese nicht gewohnheitsm..ig. Sie wollen sich

amüsieren, wissen aber nicht, wie man M.dchen anspricht.

Wahrscheinlich sind beide verheiratet. Sie haben so etwas

Verstohlenes an sich..

Aomame bewunderte Ayumis pr.zise Beobachtungsgabe.

Offenbar hatte die junge Polizistin, w.hrend sie sich

unterhielten, all dies herausgefunden, ohne dass Aomame

etwas davon gemerkt hatte. Dazu musste man wohl aus

einer Polizistenfamilie stammen.

.Du magst doch M.nner mit wenig Haaren, Aomame?

Dann würde ich den Kr.ftigen nehmen. Macht dir das was

aus?.

Aomame drehte sich noch einmal um. Die Kopfform des

Mannes mit den schütteren Haaren ging so einigerma.en.

Lichtjahre von Sean Connery entfernt, natürlich, aber die

Mindestpunktzahl erreichte er. Was konnte man schon an

einem Abend erwarten, an dem man unentwegt mit Queen

und ABBA beschallt wurde. Luxusklasse jedenfalls nicht.

.In Ordnung. Aber wie schaffen wir es, dass sie uns an

ihren Tisch bitten?.

.Bis zum Morgengrauen k.nnen wir nicht warten. Wir

müssen sie von uns aus ansprechen. Freundlich l.cheln,

liebenswürdig, sch.n positiv., sagte Ayumi.

.Im Ernst?.

.Natürlich. Ich gehe hin und beginne eine leichte

Unterhaltung, überlass das mir. Du kannst hier warten.,

erkl.rte Ayumi. Sie nahm einen kr.ftigen Schluck von

ihrem Tom Collins und rieb sich die H.nde. Dann h.ngte

sie sich entschlossen ihre Gucci-Tasche über die Schulter

und l.chelte charmant. .Na dann. Zeit für etwas

Schlagstocktraining..

KAPITEL 12

Tengo

Dein K.nigreich komme

Professor Ebisuno wandte sich an Fukaeri. .Eri, k.nntest

du uns bitte einen Tee machen?.

Die junge Frau stand auf und verlie. den Empfangsraum.

Leise schloss sie die Tür. Der Professor wartete wortlos

darauf, dass der auf dem Sofa sitzende Tengo zu Atem kam

und seine Lebensgeister wieder erwachten. W.hrenddessen

nahm er seine schwarz ger.nderte Brille ab, putzte sie mit

einem nicht ganz reinlich wirkenden Taschentuch und

setzte sie wieder auf. Irgendwo fern am Himmel vor dem

Fenster zog etwas kleines Schwarzes vorüber. Vielleicht ein

Vogel. Oder jemandes Seele, die ans Ende der Welt geweht

wurde.

.Entschuldigen Sie., sagte Tengo. .Alles wieder in

Ordnung. Es ist nichts. Bitte fahren Sie fort..

Professor Ebisuno nickte und begann zu sprechen. .Das

Feuergefecht im Jahr 1981 führte zur Zerschlagung der

Splitterkommune Akebono. Das war also vor drei Jahren

und damit vier Jahre nachdem Eri zu uns gekommen war.

Aber das mit Akebono tut vorl.ufig nichts zur Sache. Eri

war zehn Jahre alt, als sie damals v.llig unerwartet vor

unserer Tür stand. Sie war nicht mehr das M.dchen, das ich

gekannt hatte. Aus ihr war ein schweigsames, sehr

zurückhaltendes, gegenüber Fremden fast .ngstliches Kind

geworden. Auch mir gegenüber war sie scheu, obwohl sie

mich von klein auf kannte und wir viel miteinander

gesprochen hatten. Aber damals befand sie sich in einem

Zustand, in dem sie mit niemandem reden konnte. Es war,

als habe sie die Sprache verloren. Auch wenn man sie

ansprach, nickte sie nur oder schüttelte den Kopf..

Der Sensei sprach nun immer schneller, und der Klang

seiner Stimme wurde klarer. Er schien die Geschichte

vorantreiben zu wollen, solange Fukaeri nicht im Raum

war.

.Offenbar hatte es sie gro.e Mühe gekostet, hier

heraufzufinden. Sie hatte etwas Geld und einen Brief mit

unserer Adresse bei sich, aber sie war ja in v.lliger

Abgeschiedenheit aufgewachsen und konnte überdies nicht

richtig sprechen. Dennoch war sie mit dem Zettel in der

Hand von einem .ffentlichen Verkehrsmittel ins andere

gestiegen und hatte sich bis vor unsere Tür

durchgeschlagen. Man sah auf den ersten Blick, dass Eri

etwas Schlimmes zugesto.en war. Die Frau, die uns im

Haushalt hilft, und Azami kümmerten sich um sie. Als sie

sich nach einigen Tagen etwas beruhigt zu haben schien,

rief ich bei den Vorreitern an. Ich wollte Fukada sprechen.

Mir wurde mitgeteilt, Fukada befinde sich in einer

Verfassung, in der er nicht telefonieren k.nne. Auf meine

Frage, was das für eine Verfassung sei, erhielt ich keine

Antwort. Ich verlangte, seine Frau zu sprechen. Auch sie

k.nne nicht ans Telefon kommen, hie. es. Am Ende

musste ich unverrichteter Dinge aufgeben..

.Haben Sie diesen Leuten damals gesagt, dass Sie Eri bei

sich aufgenommen haben?.

Der Professor schüttelte den Kopf. .Ich hatte das Gefühl,

es w.re besser, das zu verschweigen, solange ich nicht mit

Fukada pers.nlich gesprochen hatte. Natürlich habe ich

seither auf alle m.glichen Arten immer wieder versucht,

mich mit ihm in Verbindung zu setzen. Aber es ist mir nie

gelungen..

Tengo runzelte die Stirn. .Das hei.t, Sie konnten in

diesen ganzen sieben Jahren nicht einmal mit Eris Eltern

sprechen?.

Der Sensei nickte. .Sieben Jahre lang kein Kontakt..

.Und Eris Eltern haben sieben Jahre lang nicht versucht,

herauszufinden, was aus ihrer Tochter geworden ist?.

.Ja, das ist für mich das gr..te R.tsel. Die Fukadas

liebten Eri über alles. Aber wenn sie ihre Tochter

jemandem anvertrauen wollten, kam als Anlaufstelle nur

ich in Frage. Die Fukadas hatten jeden Kontakt zu ihren

Familien abgebrochen. Eri ist aufgewachsen, ohne ihre

Gro.eltern zu kennen. Au.er mir gibt es niemanden, zu

dem sie sie h.tten schicken k.nnen. Au.erdem hatten sie

Eri eingesch.rft, sich im Notfall an mich zu wenden. Ich

kann einfach nicht verstehen, warum wir kein Wort von

ihnen geh.rt haben..

.Sie haben vorhin erw.hnt, die Vorreiter seien eine

liberale Kommune gewesen., sagte Tengo.

.Genau. Die Vorreiter hatten sich von Anfang an immer

ziemlich liberal verhalten. Doch kurz vor Eris Flucht

begannen sie, sich mehr und mehr von der Au.enwelt

abzuschotten. Das erste Anzeichen für mich war der

nachlassende Kontakt zu Fukada. Er war immer ein

begeisterter Briefschreiber gewesen und schickte mir lange

Episteln, in denen er mir die inneren Angelegenheiten der

Kommune, seine eigene geistige Verfassung und alles

m.gliche andere darlegte. Doch ab einem gewissen

Zeitpunkt blieben diese Berichte aus. Auf meine Briefe

erhielt ich keine Antwort mehr. Auch telefonisch konnte

ich ihn kaum erreichen. Und wenn ich ihn ausnahmsweise

mal an den Apparat bekam, waren die Gespr.che sehr kurz.

Fukada drückte sich so knapp aus, als werde er abgeh.rt..

Der Sensei faltete die H.nde im Scho..

.X-mal bin ich hingefahren. Ich wollte unbedingt wegen

Eri mit Fukada sprechen, und da Briefe und Anrufe keinen

Erfolg brachten, blieb mir nichts anderes übrig, als ihn

pers.nlich aufzusuchen. Aber ich erhielt nicht einmal

Zutritt zum Gel.nde. Buchst.blich weggejagt haben sie

mich. Ich verhandelte, ich flehte, aber sie lie.en mich

einfach nicht hinein. Mittlerweile ist das gesamte Vorreiter-

Gel.nde von einem hohen Zaun umgeben, und alle

Au.enstehenden werden am Tor abgefertigt.

Die .ffentlichkeit hat keine Ahnung, was im Inneren der

Kommune vorgeht. Ich kann ja verstehen, wenn eine

radikale Gruppierung wie Akebono Geheimhaltung übt. Ihr

Ziel war ein gewaltsamer Umsturz, also hatten sie eine

Menge zu verbergen. Aber die Vorreiter waren friedlich und

betrieben nur organische Landwirtschaft. Von Anfang an

hatten sie sich Au.enstehenden gegenüber konsequent

aufgeschlossen und freundlich verhalten. Deshalb konnten

sie ja auch die Einheimischen so für sich einnehmen. Heute

ist das Gel.nde der Vorreiter eine Festung. Aussehen und

Verhalten der Mitglieder haben sich offenbar v.llig

ver.ndert. Die Nachbarn sind ebenso bestürzt wie ich.

Wenn ich nur daran denke, was den Fukadas zugesto.en

sein k.nnte, mache ich mir die gr..ten Sorgen. Damals

konnte ich nichts weiter tun, als mich liebevoll ihrer

Tochter Eri anzunehmen. Inzwischen sind sieben Jahre

vergangen, ohne dass sich das Geringste gekl.rt h.tte..

.Also wissen Sie noch nicht einmal, ob die Fukadas noch

leben?., fragte Tengo.

Professor Ebisuno schüttelte den Kopf. .Sie sagen es. Ich

habe nicht den geringsten Anhaltspunkt. Ich bemühe mich,

nicht das Schlimmste zu befürchten. Aber ich kann es nicht

normal finden, dass mich seit sieben Jahren keine

Nachricht von den Fukadas erreicht. Was bleibt mir übrig,

als anzunehmen, dass ihnen etwas zugesto.en ist.. Hier

senkte er die Stimme. .Vielleicht werden sie gewaltsam

festgehalten. Oder vielleicht Schlimmeres..

.Schlimmeres?.

.Ja, man muss mit dem Schlimmsten rechnen. Die

Vorreiter sind nicht mehr die friedliche b.uerliche

Gemeinschaft, die sie einmal waren..

.Diese sogenannten Vorreiter haben sich also in eine

gef.hrliche Richtung entwickelt?.

.Das vermute ich. Den dortigen Nachbarn zufolge ist die

Zahl der Personen, die bei den Vorreitern ein und aus

gehen, stark angestiegen. Unentwegt fahren Autos vor.

Viele davon mit Tokioter Nummernschild. Oft sind es

gro.e Luxuslimousinen, wie man sie auf dem Land selten

sieht. Die Zahl der Funktion.re in der Kommune scheint

sich ebenso rapide zu vermehren wie die der Geb.ude und

Anlagen. Auch die gesamte Ausstattung wurde verbessert.

Die Vorreiter kaufen immer mehr Land in der

Nachbarschaft zu niedrigen Preisen auf und importieren

Traktoren, Bohrger.t, Betonmischer und so weiter in ihre

Enklave. Die Landwirtschaft, die sie weiter betreiben wie

bisher, soll sich zu einer bedeutenden Einkommensquelle

entwickelt haben. .Vorreiter. ist inzwischen ein ziemlich

bekannter Markenname für biologisch angebautes Gemüse.

Sie beliefern vor allem Restaurants und Gesch.fte, die

Naturkost anbieten. Auch mit ein paar Feinkostm.rkten

haben sie Vertr.ge. Die Profite sollen enorm gestiegen sein.

Doch neben der Landwirtschaft scheint dort noch etwas

anderes vorzugehen. Durch die landwirtschaftlichen

Einkünfte allein k.nnte man, auch bei noch so hohen

Ertr.gen, eine derartige Expansion nicht finanzieren. Weil

sie so heimlich tun, vermuten die Einheimischen, dass die

Vorreiter das, was bei ihnen im Gang ist – was immer es

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