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作者: 当前章节:15370 字 更新时间:2026-6-19 08:06

Bildfl.che verschwunden..

.Ja, genau. Alles sehr verd.chtig und mysteri.s., sagte

der Professor. Er warf einen kurzen Blick auf Fukaeri, dann

sah er wieder Tengo an. .Die Vorreiter haben irgendetwas

zu verbergen, ein unerh.rtes Geheimnis. Irgendwann muss

es innerhalb der Gruppe zu starken Umw.lzungen

gekommen sein. Worum es dabei ging, wissen wir nicht.

Jedenfalls haben die Vorreiter in deren Verlauf diese

gewaltige Wende von der Landkommune zur religi.sen

Gruppe vollzogen und sich von einer gem..igten,

gegenüber der .ffentlichkeit aufgeschlossenen

Gemeinschaft in eine autorit.re Sekte verwandelt, die sich

v.llig abschottet.

Ich frage mich, ob es nicht irgendwann zu einer Art

Putsch gekommen sein k.nnte. Und ob Fukada darin

verwickelt war. Wie gesagt war Fukada stets ein Mensch

ohne jede religi.se Neigung. Durch und durch ein

Materialist. Er ist einfach nicht der Mann, der dasteht und

tatenlos zuschaut, wie die von ihm aufgebaute

Gemeinschaft sich in eine esoterische Sekte verwandelt. Er

h.tte sich mit aller Kraft dagegen gewandt. Vielleicht war

er damals in einem Hegemonialstreit innerhalb der

Vorreiter unterlegen..

Tengo überlegte. .Ich verstehe, was Sie meinen. Aber

selbst wenn das der Fall gewesen w.re, h.tte es dann nicht

genügt, Herrn Fukada auszusto.en? Wie es im Grunde bei

der Abspaltung von Akebono funktioniert hat. Wieso sollte

man ihn einsperren?.

.Sie haben v.llig recht. Unter normalen Umst.nden w.re

das unn.tig. Aber vielleicht kennt Fukada ein bestimmtes

Geheimnis der Vorreiter. Eins, das auf keinen Fall .ffentlich

bekannt werden darf. Und sie konnten ihn deshalb nicht

einfach rauswerfen.

Als Gründer der ursprünglichen Gemeinschaft hat Fukada

lange eine bedeutende Rolle gespielt. Er war der Anführer

und muss von Anfang an restlos alles gewusst haben, was in

der Gruppe vorgegangen ist. Vielleicht wurde er einfach zu

einem Mann, der zu viel wusste. Au.erdem war sein Name

in der .ffentlichkeit ziemlich bekannt. Tamotsu Fukada

war eine wichtige Figur der Zeit und ist vielen heute noch

der Inbegriff von Charisma. Bei einem Austritt Fukadas

h.tte alles, was er sagte und tat, wenn vielleicht auch von

ihm ungewollt, Aufmerksamkeit erregt. Selbst wenn sich

das Ehepaar Fukada von der Gruppe lossagen wollte,

konnten die Vorreiter die beiden vielleicht nicht einfach

gehen lassen..

.Sie, Herr Professor, wollen also durch das sensationelle

Debüt von Tamotsu Fukadas Tochter Eri und den Aufstieg

von Die Puppe aus Luft zum Bestseller .ffentliches

Interesse erregen und damit Bewegung in die verfahrene

Situation bringen..

.Sieben Jahre sind eine sehr lange Zeit. Alles, was ich

w.hrenddessen unternommen habe, ist fehlgeschlagen.

Wenn ich nicht hier und jetzt die Gelegenheit ergreife, wird

das R.tsel vielleicht nie gel.st..

.Eri soll der K.der sein, mit dem Sie den Tiger aus dem

Dickicht locken..

.Was dabei herauskommt, wei. niemand. Ein Tiger ist

unberechenbar..

.Aber nach allem, was passiert ist, scheint es, als h.tten

Sie etwas Gewaltsames im Hinterkopf, Herr Professor..

.Diese M.glichkeit besteht., sagte der Sensei

nachdenklich. .Das ist Ihnen wahrscheinlich auch klar. In

einer luftdicht abgeschlossenen Gruppe von

Gleichgesinnten kann alles M.gliche geschehen..

Es herrschte bedrücktes Schweigen. Fukaeri sprach in

dieses Schweigen hinein.

.Weil die Little People gekommen sind., sagte sie leise.

Tengo blickte Fukaeri, die neben dem Professor sa., ins

Gesicht. Es war wie immer ausdruckslos.

.Willst du damit sagen, die Little People seien gekommen

und h.tten etwas bei den Vorreitern ver.ndert?., fragte

Tengo.

Statt zu antworten, spielte Fukaeri nur mit den Kn.pfen

ihrer Bluse.

Ebisuno sprach in Eris Schweigen hinein. .Welche

Bedeutung diese .Little People. haben, die Eri beschreibt,

wei. ich nicht. Offenbar kann sie nicht mit Worten

erkl.ren, was sie eigentlich sind. Oder sie will es auch gar

nicht. Sicher scheint mir jedoch, dass die Little People bei

der abrupten Wende der Vorreiter von der Landkommune

zur religi.sen Sekte eine Rolle gespielt haben..

.Oder etwas, das den Little People .hnelt., sagte Tengo.

.Genau., sagte der Professor. .Was es nun genau war, ob

Little People oder etwas, das ihnen gleicht, wei. ich nicht.

Zumindest scheint Eri uns mit dem Auftritt dieser Little

People in ihrer Geschichte etwas Wichtiges sagen zu

wollen..

Professor Ebisuno sah einen Moment auf seine H.nde,

blickte jedoch sofort wieder auf und fuhr fort.

.George Orwell l.sst in 1984 – Sie kennen den Roman

natürlich – den Gro.en Bruder auftreten. Bei ihm ist das

eine Allegorie für den Stalinismus, und der Begriff .Big

Brother. ist seither das Sinnbild für eine totalit.re

Gesellschaft schlechthin. Heute, im realen Jahr 1984, ist der

Gro.e Bruder so berühmt, dass er zugleich transparent

geworden ist. Würde er auftauchen, man würde mit

Fingern auf ihn zeigen: .Achtung, aufgepasst! Big Brother!.

Mit anderen Worten, in unserer Welt gibt es keine Bühne

mehr für einen Big Brother. Stattdessen treten nun Wesen

wie die Little People auf den Plan. Ein hochinteressanter

Kontrast in der Begrifflichkeit, finden Sie nicht?.

Ein L.cheln erschien auf dem Gesicht des Professors,

w.hrend er Tengo ansah.

.Die Little People sind unsichtbar. Wir wissen nicht

einmal, ob sie gut sind oder b.se, ob es sie wirklich gibt

oder nicht. Doch anscheinend untergraben sie unmerklich

den Boden unter unseren Fü.en.. Professor Ebisuno

machte eine kurze Pause. .Um zu erfahren, was dem

Ehepaar Fukada und Eri selbst zugesto.en ist, müssen wir

wohl erst einmal wissen, wer oder was die Little People

sind..

.Sie wollen also versuchen, die Little People

hervorzulocken?., fragte Tengo.

.Kann man etwas hervorlocken, von dem man nicht wei.,

ob es wirklich existiert oder nicht?., sagte der Professor.

Noch immer umspielte ein L.cheln seinen Mund. .Es w.re

schon besser, wenn der .Tiger., von dem Sie gesprochen

haben, nicht real w.re, oder?.

.Aber Eri darf auf keinen Fall der K.der sein..

.Das Wort K.der passt eigentlich nicht richtig. Eher

k.nnte man sagen, wir l.sen einen Wirbel aus. Und warten

darauf, dass sich alles mit diesem Wirbel zu drehen

beginnt..

Der Professor lie. einen Finger langsam durch die Luft

kreisen. .Eri befindet sich im Zentrum dieses Wirbels.,

fuhr er fort. .Und wer im Zentrum ist, braucht sich nicht

zu bewegen. Die anderen kreisen um ihn..

Tengo h.rte schweigend zu.

.Und – wenn Sie mir gestatten, Ihren Vergleich zu

verwenden – nicht nur Eri, sondern wir alle k.nnten zum

K.der werden.. Der Professor sah Tengo mit

zusammengekniffenen Augen an. .Sie eingeschlossen..

.Ich wurde doch nur beauftragt, .Die Puppe aus Luft. zu

überarbeiten. Ich bin sozusagen ein subalterner Techniker.

Das hat Herr Komatsu mir von Anfang an gesagt..

.Ich verstehe..

.Aber die Sachlage scheint sich allm.hlich zu .ndern.,

sagte Tengo. .Sie haben Herrn Komatsus Plan Ihrem Kurs

entsprechend angepasst, nicht wahr?.

.Nein, mein Ziel ist es nicht, Komatsus Kurs zu .ndern.

Er verfolgt sein Ziel, ich meins. Im Augenblick führen

unsere Wege nur zuf.llig in die gleiche Richtung..

.Zwei Menschen mit verschiedenen Zielen reiten auf

einem Pferd. Bis zu einem gewissen Punkt haben sie den

gleichen Weg, aber was dann kommt, wissen sie nicht..

.Als Schriftsteller drücken Sie das hervorragend aus..

Tengo seufzte. .Ich finde das keine besonders

verlockende Perspektive. Aber jetzt gibt es wohl kein

Zurück mehr..

.Selbst wenn wir zurückk.nnten, w.re es schwierig, den

Ausgangspunkt wiederzufinden., sagte Professor Ebisuno.

Tengo fiel nichts mehr ein, was er noch h.tte sagen

k.nnen.

Professor Ebisuno erhob sich als Erster. Er habe noch

einen Termin in der Gegend. Fukaeri blieb zurück. Eine

Weile sa.en Tengo und sie einander schweigend

gegenüber.

.Hast du Hunger?., fragte er schlie.lich.

.Eigentlich nicht., sagte Fukaeri.

Da es voll wurde, verlie.en die beiden in schweigender

übereinkunft das Café. Ziellos schlenderten sie durch die

Stra.en von Shinjuku. Es war fast sechs Uhr, und Str.me

von Menschen eilten auf den Bahnhof zu. Der Himmel war

noch hell. Die Strahlen der frühsommerlichen Sonne lagen

über der Stadt. Wenn man aus dem unterirdischen Café

kam, wirkte diese Helligkeit seltsam künstlich.

.Wohin gehst du jetzt?., fragte Tengo.

.Nirgendwohin., sagte Fukaeri.

.Soll ich dich nach Hause bringen?., fragte Tengo. .Also

nach Shinanomachi. Du übernachtest heute sicher dort?.

.Nein, ich fahre nicht dorthin., sagte Fukaeri.

.Warum nicht?.

Sie antwortete nicht.

.Hast du das Gefühl, du solltest lieber nicht dorthin

fahren?., hakte Tengo nach.

Fukaeri nickte stumm.

Er h.tte gern gefragt, warum sie das für besser hielt, aber

er ahnte, dass er ohnehin keine befriedigende Antwort

erhalten würde.

.Also f.hrst du zu Professor Ebisunos Haus zurück?.

.Futamatao ist zu weit..

.Kannst du denn noch woandershin?.

.Ich m.chte bei Ihnen übernachten., sagte Fukaeri.

.Das w.re wahrscheinlich nicht gut., erwiderte Tengo

nachdrücklich. .Meine Wohnung ist klein, und ich lebe

allein. Professor Ebisuno würde das bestimmt nicht

erlauben..

.Dem Sensei macht das nichts aus., sagte Fukaeri. Sie

machte eine Bewegung, als würde sie mit den Schultern

zucken. .Und mir auch nicht..

.Aber mir vielleicht., sagte Tengo.

.Warum..

.Also …., setzte Tengo an, aber er brachte nichts weiter

heraus. Er konnte sich nicht an die Worte erinnern, zu

denen er angesetzt hatte. Mitunter kam es vor, wenn er mit

Fukaeri sprach, dass er für einen Moment aus den Augen

verlor, in welchem Zusammenhang er was hatte sagen

wollen. Als würde sich mitten in einem Konzert pl.tzlich

ein starker Wind erheben und die Notenbl.tter

davontragen.

Fukaeri streckte die rechte Hand aus und griff sanft nach

Tengos linker, um ihn zu beruhigen.

.Sie verstehen nicht richtig., sagte sie.

.Was denn zum Beispiel?.

.Dass wir eins sind..

.Eins?., wiederholte Tengo verblüfft.

.Wir haben das Buch zusammen geschrieben..

Tengo spürte in seiner Hand die Kraft von Fukaeris

Fingern. Keine starke, aber eine harmonische und sichere

Kraft.

.Stimmt. Wir haben die Geschichte von der .Puppe aus

Luft. zusammen geschrieben, und wenn der Tiger kommt,

werden wir zusammen gefressen..

.Es kommt kein Tiger., sagte Fukaeri in au.ergew.hnlich

ernsthaftem Ton.

.Da bin ich froh., sagte Tengo. Aber besonders glücklich

fühlte er sich nicht. Wahrscheinlich würde wirklich kein

Tiger kommen, aber man konnte nie wissen, was sie

stattdessen noch alles erwartete.

Die beiden standen vor einem Fahrkartenautomaten am

Bahnhof Shinjuku. Tengo an der Hand haltend, sah Fukaeri

ihn an. Der Strom der Menschen floss an den beiden

vorbei.

.Also gut, du darfst bei mir übernachten., sagte Tengo

ergeben. .Ich kann ja auf dem Sofa schlafen..

.Danke., sagte Fukaeri.

Es war das erste Mal, dass er so etwas wie Dank aus ihrem

Mund h.rte. Oder nein, vielleicht doch nicht. Aber er

konnte sich partout nicht erinnern, wann das erste Mal

gewesen war.

KAPITEL 19

Aomame

Frauen, die Geheimnisse teilen

.Die .Little People.?., fragte Aomame sanft und sah dem

M.dchen ins Gesicht. .Wen meinst du denn damit?.

Doch Tsubasas Mund blieb fest verschlossen, und ihre

Augen waren so ausdruckslos und ohne jede Tiefe wie

zuvor. Es war, als habe allein die .u.erung dieses Wortes

den gr..ten Teil ihrer Energie verbraucht.

.Sind das Leute, die du kennst?., fragte Aomame.

Natürlich keine Antwort.

.Sie hat diesen Ausdruck schon mehrmals erw.hnt.,

sagte die alte Dame. .Little People.. Was er bedeutet, wei.

ich nicht..

Den Worten .Little People. wohnte ein unheilvoller

Klang inne. Er war leise wie fernes Donnergrollen, aber

Aomame vermochte ihn wahrzunehmen.

.Waren es diese Little People, die sie so zugerichtet

haben?., fragte sie die alte Dame.

Diese zuckte die Achseln. .Ich wei. nicht, was es damit

auf sich hat. Zweifellos besitzen diese Little People für sie

eine gro.e Bedeutung, welche auch immer..

Das M.dchen hatte seine beiden kleinen H.nde

nebeneinander auf den Tisch gelegt und starrte, ohne die

Haltung zu ver.ndern, mit trüben Augen auf einen Punkt

im leeren Raum.

.Was in aller Welt ist passiert?., fragte Aomame die alte

Dame.

.Es wurden alle Anzeichen von Vergewaltigung

entdeckt., sagte diese in fast beil.ufigem Ton. .Es muss

immer wieder geschehen sein. Sie hat mehrere schlimme

Risswunden an den .u.eren Genitalien und in der Vagina,

und auch die Geb.rmutter wurde verletzt. In ihren kleinen,

noch unentwickelten Unterleib wurde das erigierte

Geschlechtsteil eines erwachsenen Mannes eingeführt.

Dadurch wurde der Teil, in dem die Eizellen sich einnisten,

stark besch.digt. Der Arzt meint, dass sie sp.ter auf keinen

Fall mehr Kinder bekommen kann..

Es schien, als habe die alte Dame halb absichtlich so offen

vor dem M.dchen gesprochen. Tsubasa h.rte wortlos zu.

Es war keine Ver.nderung in ihrem Ausdruck zu erkennen.

Ihre Lippen bewegten sich ab und zu ganz leicht, aber kein

Laut entschlüpfte ihnen. Das M.dchen wirkte, als würde es

mehr oder weniger aus H.flichkeit einem Gespr.ch über

eine unbekannte Person lauschen, die sich an irgendeinem

fernen Ort befand.

.Das ist nicht alles., fuhr die alte Dame ruhig fort. .Selbst

wenn die Funktionsf.higkeit ihrer Geb.rmutter durch eine

Behandlung wiederhergestellt werden k.nnte – und die

Wahrscheinlichkeit dafür betr.gt zehntausend zu eins –,

wird sie wahrscheinlich mit niemandem

Geschlechtsverkehr haben wollen. Ihre schweren

Verletzungen weisen darauf hin, dass die Penetration von

starken Schmerzen begleitet war. Und zwar immer wieder.

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