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作者: 当前章节:15417 字 更新时间:2026-6-19 08:06

Beziehung zu einem jüngeren Mann haben.

.In letzter Zeit wache ich nachts h.ufig auf., sagte Tengo.

.Du bist doch nicht etwa verliebt, oder?.

Tengo schüttelte den Kopf. .Nein..

.L.uft es mit deiner Arbeit nicht so gut?.

.Im Augenblick mache ich gute Fortschritte. Zumindest

komme ich weiter..

.Aber was ist es dann? Dich belastet doch etwas..

.Tja, ich kann einfach nicht gut schlafen. So etwas hatte

ich noch nie. Früher habe ich immer geschlafen wie ein

B.r..

.Armer Tengo., sagte sie und massierte liebevoll seine

Hoden mit der Hand, an der sie keinen Ring trug. .Tr.umst

du vielleicht schlecht?.

.Ich tr.ume fast gar nicht., sagte Tengo. Das war eine

Tatsache.

.Ich tr.ume viel. Und immer wieder den gleichen Traum.

So oft, dass ich mir schon selbst im Traum sage, .Das hast

du doch schon mal getr.umt.. Findest du das nicht

sonderbar?.

.Was tr.umst du denn?.

.Von einer Hütte im Wald..

.Eine Hütte im Wald., sagte Tengo. Er dachte an die, die

im Wald lebten. Die Giljaken, die Little People und Fukaeri.

.Was ist das für eine Hütte?.

.M.chtest du das wirklich wissen? Die Tr.ume anderer

Leute sind doch langweilig..

.Nein, finde ich nicht. Wenn es dir recht ist, würde ich

deinen Traum gern h.ren., sagte Tengo wahrheitsgem...

.Ich gehe allein durch einen Wald. Es ist kein tiefer

unheimlicher Wald, wie der, in dem H.nsel und Gretel sich

verirrt hatten. Er ist hell und licht. Es ist ein sch.ner

Nachmittag, warm und angenehm, und ich fühle mich

beschwingt. Auf einmal steht am Wegesrand ein kleines

Haus. Es hat einen Schornstein und eine kleine Veranda, an

den Fenstern h.ngen karierte Gardinen. Kurz gesagt, ein

freundlicher Anblick. Ich klopfe an die Tür und rufe:

.Hallo?. Aber niemand antwortet. Als ich noch einmal

lauter klopfe, geht die Tür von selbst auf. Sie war nicht

richtig zu. Ich betrete das Haus. .Guten Tag. Ist denn

niemand zu Hause? Ich komme herein., rufe ich..

Sie streichelte weiter z.rtlich Tengos Hoden und sah ihm

ins Gesicht. .Kannst du dir die Atmosph.re vorstellen?.

.Ja, sehr gut..

.Das Haus hat nur ein Zimmer. Es ist sehr einfach

eingerichtet. Eine kleine Kochstelle, ein Bett, ein Essplatz.

In der Mitte steht ein Holzofen, und der Tisch ist hübsch

mit Speisen für vier Personen gedeckt. Von den Tellern

steigt wei.er Dampf auf. Aber es ist niemand da. Vielleicht

ist, als alle gerade mit dem Essen anfangen wollten, etwas

Seltsames geschehen, ein Ungeheuer ist pl.tzlich

aufgetaucht oder so etwas, und alle sind in Panik

geflüchtet. Aber die Stühle sind nicht verrückt. Alles ist

ordentlich und auf seltsame Weise allt.glich. Nur dass kein

Mensch da ist..

.Und was ist das für ein Essen, das auf dem Tisch steht?.

Sie legte den Kopf schr.g. .Daran erinnere ich mich nicht.

Aber wo du es sagst … Was war es denn nur? Aber wei.t

du, die Speisen selbst spielen keine Rolle. Nur dass sie so

hei. wie frisch gekocht sind, hat eine Bedeutung. Jedenfalls

setze ich mich auf einen der Stühle und warte auf die

Rückkehr der Familie, die dort wohnt. Ich muss auf ihre

Rückkehr warten. Warum, wei. ich nicht. In einem Traum

sind ja nie alle Umst.nde ganz klar. Vielleicht muss ich sie

nach dem Weg fragen oder irgendetwas abholen oder so.

Jedenfalls warte ich. Doch so lange ich auch warte, es

kommt niemand. Das Essen dampft weiter. Bei diesem

Anblick bekomme ich einen Riesenhunger. Aber ganz

gleich wie hungrig ich bin, ich kann mich doch nicht in

Abwesenheit der Bewohner des Hauses eigenm.chtig über

ihr Essen hermachen. Findest du nicht?.

.Doch, finde ich auch., sagte Tengo. .Das h.tte ich auch

nicht einmal im Traum gewagt..

.Unterdessen neigt der Tag sich dem Ende zu. Es wird

bereits dunkel in dem H.uschen. Auch im Wald

drumherum wird es finster. Ich will das Licht in dem

H.uschen anschalten, aber ich wei. nicht, wie. Allm.hlich

werde ich unsicher. Da f.llt mir pl.tzlich etwas auf.

Seltsamerweise hat sich die Menge des Dampfes, der von

den Speisen aufsteigt, nicht verringert. Obwohl mehrere

Stunden vergangen sind, sind alle Speisen noch dampfend

hei.. Allm.hlich finde ich das alles sehr sonderbar.

Irgendetwas stimmt nicht. So endet der Traum..

.Du wei.t nicht, was danach passiert..

.Ganz bestimmt passiert danach etwas., sagte sie. .Die

Sonne geht unter, ich wei. den Heimweg nicht und bleibe

ganz allein in diesem bl.den H.uschen. Irgendetwas steht

im Raum. Ich habe das Gefühl, dass es nichts Gutes ist.

Aber der Traum endet immer an der gleichen Stelle. Und

ich tr.ume ihn wieder und wieder..

Sie h.rte auf, seine Hoden zu streicheln, und legte ihre

Wange auf Tengos Brust. .Vielleicht weist mich dieser

Traum auf etwas hin..

.Auf was zum Beispiel?.

Sie antwortete nicht und stellte stattdessen ihm eine

Frage. .Tengo, willst du wissen, was der schrecklichste Teil

dieses Traums ist?.

.Ja..

Als sie tief seufzte, traf ihr Atem Tengos Brustwarze wie

ein warmer Wind, der durch einen engen Kanal weht.

.Dass ich vielleicht selbst dieses Ungeheuer bin.

Irgendwann ist mir diese M.glichkeit eingefallen. Vielleicht

haben die Leute mich kommen sehen und sind in Panik

mitten im Essen aufgesprungen und geflüchtet. Und

vielleicht k.nnen sie nicht zurückkehren, solange ich dort

bin. Aber dennoch muss ich immer weiter in dem Haus auf

ihre Rückkehr warten. Dieser Gedanke macht mir gro.e

Angst. Er ist so hoffnungslos..

.Oder., sagte Tengo, .es ist dein eigenes Haus, und du

wartest auf dich selbst, nachdem du daraus geflohen bist..

Erst nachdem er es gesagt hatte, merkte Tengo, dass er es

nicht h.tte sagen sollen. Doch Worte, die einmal

entschlüpft sind, kann man nicht zurückholen. Sie schwieg

lange. Dann packte sie seine Hoden mit aller Kraft. So fest,

dass er nicht atmen konnte.

.Warum sagst du so etwas Gemeines?.

.Es hat keine Bedeutung. Ist mir nur pl.tzlich

eingefallen., presste Tengo mühsam hervor. Sie lockerte

ihren Griff und seufzte. .Jetzt sprechen wir mal über deine

Tr.ume..

Tengo atmete wieder regelm..ig. .Ich habe es doch

schon gesagt, ich tr.ume fast nie. Zumindest in letzter Zeit

nicht..

.Ein bisschen was wirst du doch tr.umen. Denn es gibt

keinen Menschen auf der Welt, der nicht tr.umt. Das hie.e

Dr. Freud beleidigen..

.Wahrscheinlich tr.ume ich ja, aber wenn ich aufwache,

kann ich mich an nichts erinnern. Auch wenn ich das

Gefühl habe, etwas getr.umt zu haben, wei. ich nicht, was

es war..

Sie schloss ihre Handfl.che sanft um seinen erschlafften

Penis und wog ihn behutsam in der Hand. Als ob ihr sein

Gewicht etwas Wichtiges sagte. .Also, dann lassen wir das

mit dem Traum. Dann erz.hl mir von dem Roman, an dem

du gerade schreibst..

.Darüber m.chte ich eigentlich nicht sprechen..

.Ich verlange ja gar nicht, dass du mir aus dem Stegreif

eine Zusammenfassung des Ganzen gibst. Ich wei. doch,

dass du für deine Statur ein empfindsamer junger Mann

bist. Einen Teil von der Einleitung oder irgendeine Episode

kannst du mir doch erz.hlen, irgendetwas, auch wenn es

nicht viel ist. Du sollst mir etwas anvertrauen, das niemand

sonst auf der Welt wei.. Du hast etwas Gemeines zu mir

gesagt, und ich m.chte, dass du es wiedergutmachst.

Verstehst du, was ich meine?.

.Ich glaube schon., sagte Tengo mit unsicherer Stimme.

.Dann erz.hl..

W.hrend sein Penis in ihrer Handfl.che lag, erz.hlte

Tengo. .Es ist eine Geschichte über mich selbst. Oder über

jemanden nach meinem Vorbild..

.Das liegt nahe., sagte seine Freundin. .Und komme ich

in der Geschichte auch vor?.

.Nein. Denn die Welt, in der ich bin, ist eine andere..

.Und in dieser anderen Welt gibt es mich nicht..

.Nicht nur dich gibt es nicht. Alle Menschen, die es auf

unserer Welt gibt, gibt es auf der anderen nicht..

.Wie unterscheidet sich die andere Welt von unserer

hier? Kannst du feststellen, auf welcher Welt du bist?.

.Ja, das kann ich. Weil ich die Geschichte schreibe..

.Ich spreche von anderen Menschen. Wenn ich mich zum

Beispiel aus irgendeinem Grund pl.tzlich in die andere

Welt verirren würde..

.Ich glaube, du k.nntest es unterscheiden., sagte Tengo.

.Beispielsweise hat die andere Welt zwei Monde. Daran

erkennt man den Unterschied..

Die Welt, in der zwei Monde am Himmel standen, hatte

er aus Fukaeris Geschichte übernommen. Tengo hatte vor,

eine l.ngere und kompliziertere Geschichte über diese

Welt – und sich selbst – zu schreiben. Dass der Schauplatz

der gleiche war wie in Eris kurzem Roman, würde vielleicht

sp.ter zu einem Problem werden. Aber im Moment wollte

Tengo unbedingt eine Geschichte über die Welt mit den

zwei Monden schreiben. Und darüber konnte er sp.ter

auch noch nachdenken.

.Wenn ich also nachts zum Himmel schaue und dort

zwei Monde stehen, wei. ich, dass ich nicht auf unserer

Welt bin, ja?.

.Das ist das Zeichen..

.Und die beiden Monde überlappen einander nicht?.,

fragte sie.

Tengo schüttelte den Kopf. .Warum, wei. ich nicht, aber

die Distanz zwischen den beiden Monden bleibt immer

erhalten..

Seine Freundin dachte eine Weile für sich über die andere

Welt nach. Ihre Finger zeichneten Figuren auf Tengos

nackte Brust.

.Kennst du den Unterschied zwischen den englischen

W.rtern lunatic und insane?., fragte sie ihn.

.Beides sind Adjektive, die .geistesgest.rt. bedeuten. Den

genauen Unterschied kenne ich nicht..

.Insane bezieht sich wohl eher auf ein angeborenes

Problem. Im Gegensatz dazu kommt lunatic von luna –

Mond – und bezeichnet einen vorübergehenden Zustand.

Im 19. Jahrhundert in England wurden Menschen, die als

lunatic anerkannt wurden, ganz gleich, was sie verbrochen

hatten, weniger streng bestraft. Statt dem Menschen die

Schuld zu geben, sagte man, das Licht des Mondes habe ihn

verwirrt. Es ist unglaublich, aber ein solches Gesetz

existierte wirklich. Die Vorstellung, dass der Mond den

Geist des Menschen in Unordnung bringt, stand über dem

Gesetz..

.Woher wei.t du das denn alles?., fragte Tengo

verwundert.

.So erstaunlich ist das nun auch wieder nicht. Immerhin

lebe ich bereits zehn Jahre l.nger als du. Also ist es nicht

verwunderlich, dass ich ein paar mehr Dinge wei...

Tengo musste zugeben, dass sie damit wohl recht hatte.

.Ich habe Anglistik studiert und irgendwann an einem

Dickens-Lektürekurs teilgenommen. Der Dozent war ein

wenig seltsam. Er ist immer abgeschweift und hat Dinge

erz.hlt, die mit der Romanhandlung wenig zu tun hatten.

Aber was ich sagen wollte – wenn schon ein Mond genügt,

um den Leuten den Verstand zu rauben, müssten sie bei

zwei Monden am Himmel doch v.llig verrückt werden.

Auch die Gezeiten würden sich ver.ndern und der

weibliche Zyklus durcheinandergeraten. Eine

Unregelm..igkeit nach der anderen würde auftreten..

Tengo dachte darüber nach. .Wahrscheinlich w.re das

so..

.Sind die Menschen in der anderen Welt denn verrückt?.

.Nein, gar nicht. Sie sind überhaupt nicht besonders

verrückt. Eigentlich machen sie in etwa das Gleiche wie wir

hier..

Sie drückte Tengos Penis ganz leicht. .Sie machen also im

Gro.en und Ganzen das Gleiche wie wir hier. Wenn das so

ist, worin liegt dann der Sinn dieser anderen Welt?.

.So kann ich die Vergangenheit unserer Welt

umschreiben., sagte Tengo.

.Du kannst die Vergangenheit umschreiben, wie es dir

gef.llt?.

.Ja..

.Willst du die Vergangenheit denn umschreiben?.

.Willst du die Vergangenheit etwa nicht umschreiben?.

Sie schüttelte den Kopf. .Ich glaube nicht, dass ich die

Vergangenheit oder die Geschichte umschreiben m.chte.

Was ich gern umschreiben würde, ist die Gegenwart..

.Aber wenn man die Vergangenheit umschreiben k.nnte,

w.re naturgem.. auch die Gegenwart anders. Denn die

Gegenwart entsteht durch die Anh.ufung von

Vergangenheit..

Wieder seufzte sie tief. Mehrmals hob und senkte sie die

Hand, in der Tengos Penis ruhte. Es war wie eine

Probefahrt mit dem Aufzug. .Dazu kann ich nur eins sagen:

Du bist zwar ein ehemaliges mathematisches Wunderkind,

ein Judo-Dan-Tr.ger und schreibst einen langen Roman.

Trotzdem hast du keine Ahnung von dieser Welt. Nicht die

geringste..

Dieses scharfe Urteil erstaunte Tengo nicht sonderlich.

Keine Ahnung zu haben war momentan für ihn der

Normalzustand. Es war keine erw.hnenswerte

Neuentdeckung.

.Aber das ist in Ordnung, du brauchst auch nichts zu

wissen.. Seine Freundin .nderte ihre K.rperhaltung und

drückte ihre Brüste an Tengo. .Du bist ein vertr.umter

Mathematiklehrer an einer Yobiko, der Tag für Tag an

seinem langen Roman weiterschreibt. Bleib, wie du bist. Ich

mag dein Schw.nzchen sehr. Die Form, die Gr..e und wie

es sich anfühlt. Ob hart, ob weich. Ob krank, ob gesund.

Und für eine Weile geh.rt es nur mir. Das ist doch so,

oder?.

.Stimmt., best.tigte Tengo.

.Ich habe dir ja schon gesagt, dass ich extrem eifersüchtig

bin, nicht wahr?.

.Ich habe es geh.rt. Eifersüchtig über alle Vernunft

hinaus..

.Wirklich über alle Vernunft hinaus. Das war schon

immer so.. Sie begann ihre Finger langsam in verschiedene

Richtungen zu bewegen. .Er wird gleich noch einmal hart.

Hast du etwas dagegen einzuwenden?.

Er habe keine besonderen Einw.nde, sagte Tengo.

.Woran denkst du gerade?.

.Daran, wie du als Studentin in der Anglistikvorlesung

sitzt..

.Es war Martin Chuzzlewit. Ich war achtzehn, trug ein

sü.es Rüschenkleid und einen Pferdeschwanz. Ich war eine

sehr ernsthafte Studentin und noch Jungfrau. Es fühlt sich

an wie eine Geschichte aus einem früheren

Leben … Jedenfalls war der Unterschied zwischen lunatic

und insane die erste Erkenntnis, die ich mir an der

Universit.t angeeignet habe. Und? Erregt dich die

Vorstellung?.

.Natürlich.. Er schloss die Augen und stellte sich das

Rüschenkleid und den Pferdeschwanz vor. Eine Jungfrau,

die eine sehr ernsthafte Studentin war. Aber über jede

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