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作者: 当前章节:15367 字 更新时间:2026-6-19 08:06

verantwortlich machen. Sie tun einfach das, was Sie für

gew.hnlich tun. Und wir werden sehen, wie mein K.rper

darauf reagiert..

Aomame stellte sich die Szene vor, wie der riesige Leib

dieses Mannes irgendwo in einem abgedunkelten Raum lag,

reglos wie ein Tier im Winterschlaf.

.Wann ist diese L.hmung das letzte Mal aufgetreten?.

.Vor zehn Tagen., sagte der Mann. .Es f.llt mir etwas

schwer, darüber zu sprechen, aber es gibt etwas, das ich

Ihnen besser mitteilen sollte..

.Sagen Sie bitte alles ohne Umschweife frei heraus..

.W.hrend dieses scheintodartigen Zustands meiner

Muskeln habe ich die ganze Zeit eine Erektion..

Aomames Gesicht verzog sich bedrohlich. .Das hei.t, Ihr

Penis ist die ganze Zeit steif?.

.Genau..

.Aber Sie spüren nichts?.

.Nein., sagte der Mann. .Auch kein Verlangen. Mein

Penis ist einfach nur hart. Hart wie Stein. Genau wie die

Muskeln..

Aomame schüttelte leicht den Kopf. Und bemühte sich,

wieder ein normales Gesicht zu machen. .Ich fürchte, auch

dagegen werde ich nichts tun k.nnen. Das ist ziemlich weit

von meinem Gebiet entfernt..

.Ich spreche nicht gern darüber, und Sie m.chten es

vielleicht auch nicht h.ren, aber darf ich fortfahren?.

.Bitte, sprechen Sie. Ich behalte alles für mich..

.Ich schlafe w.hrenddessen mit Frauen..

.Frauen?.

.In meiner n.heren Umgebung lebt eine gewisse Anzahl

von Frauen. Wenn ich in diesen Zustand komme, besteigen

sie abwechselnd meinen erstarrten K.rper. Ich empfinde

keinen sexuellen Genuss. Dennoch kommt es zur

Ejakulation. Sogar mehrmals..

Aomame schwieg.

.Es sind insgesamt drei Frauen., fuhr der Mann fort.

.Alle noch Teenager. Sie werden sich fragen, warum ich

mich mit so jungen Frauen umgebe und sexuell mit ihnen

verkehre..

.Ist es … nun ja, Teil religi.ser Handlungen?.

Der Mann, der noch immer mit gekreuzten Beinen auf

dem Bett sa., seufzte tief. .Sie halten meine L.hmung für

eine vom Himmel verliehene Gnade und eine Art heiligen

Zustand. Daher kommen die Frauen, sobald sie sich

einstellt, und versuchen, ein Kind von mir zu empfangen.

Meinen Nachfolger..

Aomame blickte den Mann wortlos an. Auch er schwieg

nun.

.Das Ziel der Frauen ist es also, schwanger zu werden. Ihr

Kind zu empfangen, w.hrend Sie sich in diesem Zustand

befinden., sagte Aomame.

.So ist es..

.Und Sie verkehren w.hrend der Stunden, in denen Sie

gel.hmt sind, mit den drei Frauen und ejakulieren

dreimal?.

.So ist es..

Aomame wurde nun zwangsl.ufig klar, in welch

zweischneidiger Lage sie sich befand. Einerseits wollte sie

diesen Mann jetzt t.ten. Ihn ins Jenseits bef.rdern. Doch

zugleich dr.ngte es sie, das merkwürdige Geheimnis seines

K.rpers zu lüften.

.Ich kenne mich ja nicht aus, aber was ist eigentlich

konkret Ihr Problem? Ein- oder zweimal im Monat werden

also s.mtliche Muskeln Ihres K.rpers von einer L.hmung

befallen. Dann kommen Ihre drei jungen Freundinnen und

haben Geschlechtsverkehr mit Ihnen. Rational betrachtet

ist das sicher nicht gerade normal. Aber ….

.Sie sind nicht meine Freundinnen., warf der Mann ein.

.Sie haben die Aufgabe von Priesterinnen. Mit mir zu

verkehren geh.rt zu ihren Pflichten..

.Pflichten?.

.Es ist ihre vorgeschriebene Aufgabe, an der Zeugung

meines Nachfolgers zu arbeiten..

.Jemand hat das vorgeschrieben?., fragte Aomame.

.Das ist eine lange Geschichte., sagte der Mann. .Das

Problem besteht darin, dass mein K.rper dadurch

systematisch zerst.rt wird..

.Sind die Frauen schwanger geworden?.

.Keine von ihnen. Das ist auch unm.glich, denn sie

menstruieren nicht. Dennoch hoffen sie weiter auf ein

Wunder durch die Gnade..

.Keine ist bisher schwanger. Sie haben keine Periode.,

sagte Aomame. .Und Ihr K.rper wird immer mehr in

Mitleidenschaft gezogen..

.Die Dauer der L.hmung steigert sich allm.hlich, ebenso

die H.ufigkeit, mit der sie auftritt. Das erste Mal hatte ich

sie vor sieben Jahren, und anfangs passierte es auch nur

einmal alle zwei oder drei Monate. Inzwischen überf.llt sie

mich bis zu zweimal im Monat. Danach habe ich jedes Mal

etwa eine Woche lang starke Schmerzen und bin v.llig

ersch.pft. Als würden mir überall dicke N.gel in den Leib

geschlagen. Mein Kopf dr.hnt, und ich kann nicht schlafen.

Kein Medikament vermag meine Qualen zu lindern..

Der Mann seufzte.

.In der zweiten Woche lassen die Schmerzen geringfügig

nach. Doch statt zu verschwinden, branden sie den ganzen

Tag weiter in heftigen Wellen über mich hinweg. Noch

immer kann ich kaum atmen. Meine Organe funktionieren

nicht richtig. S.mtliche Gelenke knarren und krachen, wie

bei einer Maschine, der Schmier.l fehlt. Ich habe das

lebhafte Gefühl, dass etwas mein Fleisch verzehrt und mir

das Blut aussaugt. Doch das, was mich von innen auffrisst,

ist weder Krebs noch ein Parasit. Es wurden alle m.glichen

Untersuchungen gemacht, aber man hat absolut nichts

gefunden. K.rperlich sei ich v.llig gesund, sagte man mir.

Meine Qualen sind medizinisch nicht erkl.rbar. Sie müssen

wohl der Preis für die mir verliehene .Gnade. sein..

Dieser Mann scheint wirklich auf einen k.rperlichen Ruin

zuzugehen, dachte Aomame. Obwohl er nicht im

Mindesten ausgezehrt wirkte. Sein K.rper war sehr robust

gebaut, und er schien geübt darin, heftige Schmerzen zu

ertragen. Dennoch spürte sie, dass er k.rperlich verfiel. Der

Mann war schwer krank. Welcher Art seine Krankheit war,

wusste sie nicht. Aber er würde langsam und qualvoll

zugrunde gehen, ohne dass sie einen Finger rührte.

.Mein Verfall ist unaufhaltsam., sagte der Mann, als

h.tte er Aomames Gedanken gelesen. .Ich werde

aufgezehrt, mein K.rper wird ausgeh.hlt, und ich werde

unter gr..ten Schmerzen sterben. Sie verlassen das

Gef.hrt, das keinen Nutzen mehr für sie hat..

.Sie?., sagte Aomame. .Wer ist das?.

.Natürlich die, die meinen K.rper auf diese Weise

auszehren., sagte der Mann. .Aber das macht nichts. Was

ich mir im Augenblick ersehne, ist wenigstens eine kleine

Linderung meiner Schmerzen. Auch wenn Sie mich nicht

davon befreien k.nnen. Sie sind so schwer zu ertragen.

Mitunter wüten sie so erbittert, als k.men sie direkt aus

dem Mittelpunkt der Erde. Niemand au.er mir kann diese

Schmerzen verstehen. Sie haben mich vieler Dinge beraubt;

zugleich wurde mir vieles dafür gegeben. Diese schweren

Schmerzen sind eine besondere Gnade. Aber das macht sie

natürlich nicht schw.cher. Und den Verfall kann es auch

nicht abwenden..

Eine Zeit lang herrschte tiefes Schweigen.

Schlie.lich ergriff Aomame das Wort. .Ich wiederhole

mich, aber ich glaube kaum, dass ich technisch etwas gegen

Ihre Beschwerden tun kann. Besonders, was den .Preis der

Gnade. betrifft..

Der Leader korrigierte seine Haltung und sah Aomame

mit seinen kleinen tiefliegenden Gletscheraugen an. Dann

.ffnete er seine langen schmalen Lippen.

.Doch, das k.nnen Sie. Nur Sie..

.Es würde mich freuen, wenn es so w.re..

.Ich wei. es., sagte der Mann. .Ich wei. mehr, als Sie

denken. Wenn es Ihnen recht ist, k.nnen Sie jetzt

beginnen. Mit dem, was Sie immer tun..

.Ich versuche es., sagte Aomame mit harter, hohler

Stimme. Ich werde tun, was ich immer tue, dachte sie.

KAPITEL 10

Tengo

Ein Angebot wird abgelehnt

Kurz vor sechs verabschiedete sich Tengo von seinem

Vater. Bis das Taxi kam, sa.en die beiden einander

gegenüber am Fenster und sprachen kein Wort. Tengo

blieb stumm in seine eigenen Gedanken versunken,

w.hrend sein Vater mürrisch auf die Landschaft vor dem

Fenster starrte. Der Tag ging bereits zur Neige, und in das

helle Blau des Himmels mischte sich ein dunklerer Ton.

Tengo h.tte ihn gern noch viel mehr gefragt. Aber er

würde ja doch keine Antwort bekommen. Da genügte ein

Blick auf die fest aufeinandergepressten Lippen seines

Vaters. Er schien entschlossen, nichts weiter zu sagen.

Deshalb hatte Tengo auch nichts mehr gefragt. Er würde es

sowieso nicht verstehen, mit oder ohne Erkl.rung. Wie sein

Vater gesagt hatte.

Als seine Abfahrt n.her rückte, wandte Tengo sich noch

einmal an seinen Vater. .Du hast mir heute einiges erz.hlt.

Nicht alles habe ich ganz verstanden, aber ich denke, du

warst ehrlich zu mir..

Tengo sah seinem Vater ins Gesicht. Aber dessen Miene

blieb unver.ndert.

.Es gibt noch vieles, das ich dich fragen m.chte, aber mir

ist auch klar, dass ich dir damit vielleicht wehtun würde.

Also werde ich meine Schlüsse aus dem ziehen, was du mir

gesagt hast. Ich vermute, dass du gar nicht mein leiblicher

Vater bist. Auch wenn ich die genaueren Umst.nde nicht

kenne, kann ich es mir nicht anders vorstellen. Sollte ich

mich irren, sag es mir bitte..

Der Vater gab keine Antwort.

Tengo fuhr fort. .Würde meine Vermutung zutreffen,

w.re ich beruhigt. Nicht, weil ich dich nicht mag. Ich habe

ja schon gesagt, dass ich dich jetzt nicht mehr hassen muss.

Du hast, obwohl wir vielleicht keine Blutsverwandten sind,

für mich gesorgt, als w.re ich dein eigener Sohn. Dafür

muss ich dir dankbar sein. Leider sind wir als Vater und

Sohn nicht gut miteinander ausgekommen, aber das ist ein

anderes Problem..

Der Vater starrte noch immer wortlos auf die Landschaft.

Wie ein Wachposten, der das Signalfeuer eines wilden

Stammes auf einem fernen Hügel nicht aus den Augen

l.sst. Tengo lie. seinen Blick kurz über die Gegend

schweifen, auf die sein Vater sich konzentrierte. Ein

Signalfeuer war allerdings nicht zu sehen. Nur das

Kiefernw.ldchen, über das sich bereits ein Anflug von

D.mmerung senkte.

.Leider kann ich so gut wie nichts für dich tun, au.er dir

zu wünschen, dass der Prozess, der diese Leere in dir

hervorruft, mit so wenig Leiden wie m.glich verbunden ist.

Du hast schon genug Schweres mitgemacht. Vielleicht hast

du meine Mutter auf deine Weise sehr geliebt. Es kommt

mir fast so vor. Aber sie ist eben verschwunden. Ich wei.

nicht, ob dieser andere Mann mein biologischer Vater ist

oder ob es noch einen weiteren Mann gab. Du hast offenbar

nicht vor, mich darüber aufzukl.ren. Jedenfalls hat sie sich

von dir getrennt. Und mich als kleines Kind bei dir

zurückgelassen. Vielleicht hast du mich bei dir behalten,

weil du damit gerechnet hast, dass sie dann irgendwann zu

dir zurückkommt. Aber sie ist nie gekommen. Weder zu dir

noch zu mir. Das muss hart für dich gewesen sein. Wie in

einer leeren Stadt zu leben. Und dort hast du mich

aufgezogen. Um die Leere zu füllen..

Der Ausdruck des Mannes am Fenster ver.nderte sich

nicht. Tengo hatte keine Ahnung, ob er seine Worte

verstand oder ob er sie überhaupt h.rte.

.Vielleicht sind meine Vermutungen falsch. Das w.re

vermutlich sogar besser. Für uns beide. Aber wenn ich mir

alles genau überlege, passt so vieles zusammen. Vorl.ufig

sind zumindest einige Fragen für mich gel.st..

Ein Kr.henschwarm überquerte kr.chzend den Himmel.

Tengo sah auf die Uhr. Es war Zeit. Er stand auf und legte

seinem Vater die Hand auf die Schulter.

.Auf Wiedersehen, Vater. Ich komme bald wieder..

Als er sich, den Türknauf schon in der Hand, noch einmal

umdrehte, sah Tengo zu seinem Erstaunen, dass aus einem

Auge seines Vaters eine Tr.ne rann. Sie gl.nzte silbrig im

Schein der Deckenlampe. Vielleicht hatte sein Vater alle in

ihm verbliebenen Emotionen aufgewandt, um diese eine

Tr.ne vergie.en zu k.nnen. Die Tr.ne lief langsam über

seine Wange und fiel dann auf sein Knie. Tengo .ffnete die

Tür und ging hinaus. Er nahm ein Taxi zum Bahnhof und

stieg in den Zug.

Der Express von Tateyama nach Tokio war voller als auf

der Hinfahrt, und es ging lebhaft zu, denn die Mehrzahl der

Fahrg.ste waren Familien auf dem Heimweg von ihrem

Strandausflug. Tengo musste an seine Grundschulzeit

denken. Sein Vater und er hatten kein einziges Mal einen

Ausflug oder eine Reise unternommen. An den Feiertagen

des Obon-Fests oder zu Neujahr hatte sein Vater nur

unt.tig zu Hause herumgelegen und geschlafen. Er

erinnerte dann an ein leicht verschmutztes Ger.t, bei dem

man den Stecker herausgezogen hatte.

Als er einen Sitzplatz ergattert hatte und weiter in seinem

Taschenbuch lesen wollte, merkte er, dass er es im Zimmer

seines Vaters hatte liegen lassen. Er seufzte, dachte dann

aber, dass es so wohl am besten war. Er h.tte sich beim

Lesen ohnehin nicht richtig konzentrieren k.nnen. Und die

Geschichte von der .Stadt der Katzen. war bei seinem

Vater auch besser aufgehoben als bei ihm.

Die Landschaft zog nun in entgegengesetzter Richtung

am Fenster vorbei. Der eng an die Berge gepresste dunkle

und einsame Küstenstreifen ging bald in das offene

Industriegebiet über. Die meisten Fabriken setzten die

Arbeit auch nachts fort. Ein Wald von Schornsteinen ragte

in die n.chtliche Dunkelheit. Aus einigen züngelten rote

Flammen wie aus den Rachen gewaltiger Schlangen. Die

starken Scheinwerfer riesiger Lastwagen huschten über die

Stra.en. Das Meer auf der anderen Seite war pechschwarz.

Gegen zehn kam er zu Hause an. Nichts im Briefkasten.

Als er die Tür .ffnete, erschien ihm seine Wohnung noch

leerer als sonst. Dabei war es die gleiche Leere, die er am

Morgen zurückgelassen hatte. Das Hemd, das er auf den

Boden geworfen hatte, das ausgeschaltete

Textverarbeitungsger.t, der Drehstuhl mit der Einbuchtung

von seinem K.rpergewicht, die auf dem Schreibtisch

herumliegenden Radiergummis. Er trank zwei Gl.ser

Wasser, zog sich aus und ging zu Bett. Er schlief sofort ein.

Sein Schlaf war so tief wie schon lange nicht mehr.

Als Tengo am n.chsten Morgen kurz nach acht

aufwachte, fühlte er sich wie neugeboren. Es war ein

angenehmes Erwachen, seine Arm- und Beinmuskeln

fühlten sich geschmeidig an und bereit zu gesunder

Bewegung. Keine Spur von Müdigkeit. Etwas .hnliches

hatte er als Kind empfunden, wenn er zu Beginn des

Schuljahrs ein neues Lehrbuch aufschlug. Er verstand den

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