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作者: 当前章节:15401 字 更新时间:2026-6-19 08:06

b.se, wei. ich nicht.

Es übersteigt gewisserma.en unser Verst.ndnis oder

Definitionsverm.gen. Schon seit Ewigkeiten leben wir mit

ihnen zusammen. Seit der D.mmerung des menschlichen

Bewusstseins, lange bevor es Gut und B.se gab. Das

Wichtigste ist jedoch – ob die Little People nun gut oder

b.se, Licht oder Schatten sind –, dass ein ausgleichender

Prozess einsetzt, sobald ihre Macht überhandzunehmen

droht. Zu der Zeit, als ich zum Vertreter der Little People

wurde, entwickelte sich meine Tochter zu einem Wesen,

das ihnen entgegenwirkt. Auf diese Weise wurde ein

Gleichgewicht gewahrt..

.Ihre Tochter?.

.Ja. Zu Anfang war es meine Tochter, durch die die Little

People den Weg zu uns fanden. Sie war damals zehn Jahre

alt. Jetzt ist sie siebzehn. Sie tauchten eines Tages aus der

Dunkelheit auf. Sie gelangten über meine Tochter zu mir

und machten mich zu ihrem Vertreter. Meine Tochter war

diejenige, die sie wahrnahm – wir nennen das .Perceiver. –,

und ich wurde zum Empf.nger, zum .Receiver.. Offenbar

verfügen wir zuf.llig über diese Begabung. Jedenfalls waren

es die Little People, die uns entdeckt haben. Nicht

umgekehrt..

.Und Sie haben Ihre Tochter vergewaltigt..

.Ich habe mich mit ihr vereinigt., sagte er. .Das Wort

kommt der Realit.t n.her. Vereinigt habe ich mich

letztendlich mit der Idee meiner Tochter. Vereinigen ist ein

mehrdeutiger Begriff. Im Kern bedeutet es, dass wir eins

wurden. Als Perceiver und Receiver..

Aomame schüttelte den Kopf. .Ich verstehe nicht, von

was Sie reden. Sie haben sexuell mit Ihrer eigenen Tochter

verkehrt, aber irgendwie auch wieder nicht?.

.Ich kann es nur immer wieder sagen: Die Antwort lautet

Ja und Nein..

.Und bei der kleinen Tsubasa war es das Gleiche?.

.Im Prinzip..

.Aber die Zerst.rung von Tsubasas Eierst.cken ist real..

Der Mann schüttelte den Kopf. .Was Sie gesehen haben,

war eine ideelle Gestalt. Ohne Substanz..

Aomame konnte dem Gespr.ch kaum noch folgen. Sie

machte eine Pause und sprach erst wieder, nachdem sie tief

durchgeatmet hatte.

.Verstehe ich Sie richtig: Eine Idee nimmt menschliche

Gestalt an und kann in dieser Gestalt einfach so kommen

und gehen?.

.Vereinfacht ausgedrückt..

.Die kleine Tsubasa, die ich gesehen habe, war also nicht

real?.

.Deshalb wurde sie zurückgeholt..

.Zurückgeholt!.

.Zurückgeholt und geheilt. Sie erh.lt die notwendige

medizinische Behandlung..

.Ich glaube Ihnen nicht., sagte Aomame barsch.

.Das kann ich dir nicht verdenken., sagte der Mann

gleichmütig.

Für einen Augenblick fehlten Aomame die Worte. Dann

stellte sie eine neue Frage. .Durch die ideelle, mehrdeutige

Vergewaltigung Ihrer Tochter wurden Sie zum

Repr.sentanten der Little People. Doch um dies zu

kompensieren, wurde Ihre Tochter fast gleichzeitig von

Ihnen getrennt und gewisserma.en zu Ihrer Gegnerin. Das

ist es doch, was Sie im Grunde behaupten?.

.Ganz recht. Sie hat dafür ihre eigene Tochter – ihre

.Daughter., wie wir es nennen – verlassen., sagte der

Mann. .Aber Sie verstehen nicht, was das bedeutet, nicht

wahr?.

.Daughter?., sagte Aomame.

.Sie ist so etwas wie ein lebendiger Schatten. Hier kommt

auch noch ein anderer Mensch ins Spiel. Ein pers.nlicher

Freund von mir aus alten Tagen. Ein Mann, auf den ich

mich verlassen kann. Ihm habe ich meine Tochter

anvertraut. Vor nicht allzu langer Zeit ist auch der dir

hinl.nglich bekannte Tengo Kawana zu ihnen gesto.en.

Tengo und meine Tochter wurden durch Zufall

miteinander bekannt und taten sich zusammen..

Es war, als bliebe die Zeit pl.tzlich stehen. Aomame

verschlug es den Atem. Wie erstarrt wartete sie, dass die

Zeit sich wieder in Bewegung setzte.

Der Mann fuhr fort. .Die beiden erg.nzen sich. Eriko hat

etwas, das Tengo fehlt, und umgekehrt. Also haben sie ihre

Kr.fte im Dienste einer bestimmten Aufgabe vereint. Und

das Ergebnis zeigt gewaltigen Einfluss. Im Zusammenhang

mit der Bewegung gegen die Little People, meine ich..

.Die beiden haben sich zusammengetan?.

.Sie haben keine Liebesbeziehung, es ist auch nichts

K.rperliches zwischen ihnen. Keine Sorge, falls du an so

was denkst. Eriko verliebt sich nicht – sie hat diese Ebene

überschritten..

.Und was ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit?

Konkret gesagt?.

.Um das zu erkl.ren, muss ich mich einer weiteren

Analogie bedienen. Nehmen wir an, die Little People

funktionieren wie ein Virus, dann haben die beiden

Antik.rper dagegen gebildet, die sie auch verbreiten

k.nnen. Doch aus der Perspektive der Little People sind die

beiden natürlich gef.hrliche Virustr.ger. Alles hat seine

Kehrseite..

.Das ist die Erg.nzung, von der Sie sprechen, nicht

wahr?.

.So ist es. Der Mann, den du liebst, und meine Tochter

haben das gemeinsam vollbracht. Das hei.t, dass ihr, du

und Tengo, euch buchst.blich auf den Fersen seid..

.Aber das ist kein Zufall, wie Sie behaupten. Schlie.lich

bin ich durch einen wie auch immer gearteten Willen in

diese Welt transportiert worden. So ist es doch?.

.Richtig. Man hat dich zu einem bestimmten Zweck

hierhergebracht. In die Welt des Jahres 1Q84. Dass ihr – du

und Tengo – hier in Beziehung zueinander steht, in welcher

Form auch immer, ist natürlich kein Zufall..

.Zu welchem Zweck? Und was ist das für ein Wille?.

.Das zu erkl.ren liegt nicht in meiner Macht., antwortete

der Mann. .Tut mir leid..

.Warum k.nnen Sie mir das nicht erkl.ren?.

.Weil die Bedeutung verlorengeht, sobald man sie in

Worte fasst..

.Dann also eine andere Frage., sagte Aomame. .Warum

ich?.

.Du scheinst den Grund noch immer nicht zu verstehen..

Aomame schüttelte mehrmals heftig den Kopf. .Nein, ich

verstehe ihn nicht. überhaupt nicht..

.Die Sache ist ganz einfach. Weil zwischen dir und Tengo

eine so starke Anziehungskraft besteht..

Lange schwieg Aomame. Schwei. trat ihr auf die Stirn.

Bald hatte sie das Gefühl, ihr ganzes Gesicht sei von einem

unsichtbaren dünnen Film überzogen.

.Wir ziehen uns gegenseitig an., sagte sie.

.Ja, sehr stark..

Unvermittelt wallte Zorn in ihr auf. Begleitet von einer

leichten übelkeit. .Das kann ich nicht glauben.

Wahrscheinlich erinnert er sich nicht einmal mehr an

mich..

.Doch, Tengo wei. genau, dass es dich gibt, und er sehnt

sich nach dir. Er hat bisher niemals eine andere Frau

geliebt..

Wieder war Aomame sprachlos. Zwischen den heftigen

Donnerschl.gen entstand eine kurze Pause, dann begannen

sie von neuem. Endlich schien es auch zu regnen. Gro.e,

schwere Tropfen klatschten an die Scheiben. Doch

Aomame nahm das Ger.usch kaum wahr.

.Es steht dir frei, das zu glauben oder nicht, aber du t.test

gut daran. Denn es handelt sich um eine unumst..liche

Tatsache..

.Obwohl wir uns seit zwanzig Jahren nicht gesehen

haben, erinnert er sich an mich? Ich habe ja noch nicht

einmal richtig mit ihm gesprochen..

.Du hast damals in dem leeren Klassenzimmer Tengos

Hand gedrückt, so fest du konntest. Als du zehn Jahre alt

warst. Dazu musstest du deinen gesamten Mut

zusammennehmen..

Aomames Gesicht verzerrte sich. .Wie k.nnen Sie davon

wissen?.

Der Mann ging nicht auf ihre Frage ein. .Tengo hat das

niemals vergessen. Und die ganze Zeit über an dich

gedacht. Auch jetzt denkt er noch an dich. Du solltest mir

glauben. Ich wei. eine Menge. Zum Beispiel, dass du jetzt

noch beim Masturbieren an Tengo denkst. Ihn dir

vorstellst. Richtig?.

Aomame .ffnete den Mund, aber es hatte ihr die Sprache

verschlagen. Sie schnappte nur leicht nach Luft.

.Das ist nichts, wofür man sich sch.men müsste., fuhr

der Mann fort. .Ein ganz natürlicher Vorgang bei einem

Menschen. Tengo tut das Gleiche. Und denkt dabei an dich.

Noch immer..

.Wieso wissen Sie ….

.Weshalb ich das wei.? Wenn man die Ohren offenh.lt,

erf.hrt man vieles. Und schlie.lich ist es meine Aufgabe,

Stimmen zu h.ren..

Aomame h.tte am liebsten laut herausgelacht und

gleichzeitig geweint. Aber beides zu tun war ihr unm.glich.

Sie war wie erstarrt, ohne sich für das eine oder das andere

entscheiden zu k.nnen.

.Fürchte dich nicht., sagte der Mann.

.Fürchten?.

.Du fürchtest dich. Wie der Vatikan sich davor gefürchtet

hat, das heliozentrische Weltbild zu akzeptieren. Nicht

dass man das ptolem.ische Weltbild für so besonders

unfehlbar hielt. Man hatte nur Angst vor den Neuerungen,

die die Einführung des heliozentrischen Weltbildes mit sich

bringen würde. Und vor den damit erforderlichen

Bewusstseins.nderungen. In Wahrheit hat die katholische

Kirche das heliozentrische Weltbild bis heute nicht richtig

akzeptiert. Du bist genauso. Du fürchtest dich davor, die

schwere schützende Rüstung, die du so lange getragen hast,

ablegen zu müssen..

Aomame schlug die H.nde vors Gesicht und schluchzte

mehrmals laut auf. Sie wollte es nicht, aber sie hatte sich

nicht in der Gewalt. Gern h.tte sie einen Lachanfall

vorget.uscht, aber auch das stand nicht in ihrer Macht.

.Ihr seid sozusagen mit demselben Zug

hierhertransportiert worden., sagte der Mann mit ruhiger

Stimme. .Indem Tengo sich mit meiner Tochter

zusammengetan hat, hat er die Little People

herausgefordert. Und du willst mich – wenn auch aus

anderen Gründen – umbringen. Das hei.t, ihr habt euch

beide in gro.e Gefahr begeben..

.Steht irgendein Wille dahinter?.

.Wahrscheinlich..

.Aber wozu dient das alles?. Nachdem sie es gesagt hatte,

wurde Aomame klar, dass diese Frage v.llig vergeblich war.

Auf eine Antwort konnte sie nicht hoffen.

.Die sch.nste L.sung w.re es, wenn ihr beide euch

irgendwo begegnen, an den H.nden fassen und aus dieser

Welt verschwinden k.nntet., sagte der Mann, ohne auf

ihre Frage einzugehen. .Aber das ist nicht so einfach..

.Das ist nicht so einfach., wiederholte Aomame

geistesabwesend.

.Gelinde ausgedrückt. Offen gesagt ist es leider

unm.glich. Was euch entgegensteht, ist eine gewaltige

Macht, wie auch immer man sie nennen will..

.Also …., sagte Aomame heiser. Und r.usperte sich. Sie

hatte sich wieder gefangen. Die Zeit ist noch nicht reif für

Tr.nen, dachte sie. .Und jetzt machen Sie mir dieses

Angebot. Als Gegenleistung für einen schmerzlosen Tod

k.nnen Sie mir etwas geben. So etwas wie eine

Alternative..

.Du begreifst sehr schnell., sagte der Mann, immer noch

in Bauchlage. .Genau. Mein Vorschlag hat etwas mit dir

und Tengo zu tun. Vielleicht ist er nicht gerade

herzerfrischend, aber er l.sst dir zumindest eine gewisse

Wahl..

.Die Little People haben Angst, mich zu verlieren.,

erkl.rte der Leader. .Denn aus gewissen Gründen brauchen

sie mich noch. Als ihr Stellvertreter bin ich von gro.em

Nutzen für sie, und es ist nicht ganz leicht, Ersatz für mich

zu finden. Im Moment steht noch kein Nachfolger bereit.

Als ihr Repr.sentant muss man eine Menge komplizierter

Voraussetzungen erfüllen, und ich bin eines der seltenen

Wesen, das all diesen Bedingungen genügt. Daher ihre

Furcht. Sollten sie mich hier und jetzt vor der Zeit

verlieren, entsteht eine Lücke. Deshalb wollen sie

verhindern, dass du mich umbringst. Ich soll zumindest

noch eine Weile am Leben bleiben. Die Donnerschl.ge sind

Zeichen ihres Zorns, nichts als wütende Drohgeb.rden. Dir

selbst k.nnen sie nichts tun. Deshalb haben sie

wahrscheinlich mit ihren raffinierten Machenschaften

deine Freundin in den Tod getrieben. Und genauso

k.nnten sie auch Tengo irgendeinen Schaden zufügen..

.Schaden? Wie denn?.

.Tengo hat eine Geschichte über die Little People und

ihre Umtriebe geschrieben. Eriko hat den Stoff geliefert,

und er hat ihn in einen eindrucksvollen Text verwandelt.

Darin bestand die Zusammenarbeit der beiden. Diese

Geschichte sollte als Antik.rper gegen die von den Little

People ausgel.ste Bewegung fungieren. Sie wurde in

Buchform ver.ffentlicht und zum Bestseller. Dadurch

konnten, wenn auch nur vorl.ufig, die Machenschaften der

Little People einged.mmt und mehrere Aktionen vereitelt

werden. Vielleicht hast du den Titel schon mal geh.rt: Die

Puppe aus Luft..

Aomame nickte. .Mir sind ein paar Zeitungsartikel

aufgefallen. Auch die Verlagsanzeige. Aber gelesen habe ich

es nicht..

.Faktisch geschrieben hat es Tengo. Dabei hat er in

Erikos Welt mit den zwei Monden eine eigene Geschichte

entdeckt und arbeitet inzwischen an einem neuen Roman.

Eriko hat mit der Geschichte die Antik.rper geweckt.

Tengo selbst scheint über hervorragende F.higkeiten als

Receiver zu verfügen. Dadurch konnte er dich vielleicht mit

hierhernehmen beziehungsweise dich veranlassen, in sein

Fahrzeug zu steigen..

Im Halbdunkel verzog Aomame heftig das Gesicht. Sie

musste das, was der Mann sagte, unbedingt verstehen. .Das

hei.t, ich wurde durch Tengos erz.hlerische F.higkeiten

oder, mit Ihren Worten ausgedrückt, durch seine Macht als

Receiver, in die Welt des Jahres 1Q84 transportiert?.

.Das ist zumindest meine Vermutung., sagte der Mann.

Aomame betrachtete ihre H.nde. Die Finger waren noch

feucht von Tr.nen.

.Und wenn es so ist, wird Tengo mit gro.er

Wahrscheinlichkeit get.tet werden., fuhr der Mann fort.

.Im Augenblick ist er für die Little People zu einer gro.en

Gefahr geworden. Schlie.lich ist diese Welt auch real.

Echtes Blut wird vergossen, und echte Tode werden

gestorben, die selbstverst.ndlich endgültig sind..

Aomame biss sich auf die Lippe.

.überleg dir doch einmal Folgendes., sagte der Mann.

.Du t.test mich und versuchst, von hier zu verschwinden.

Dann h.tten die Little People keinen Grund mehr, Tengo

ein Leid anzutun. Denn wenn ich als Verbindungsweg

ausgel.scht bin, sind Tengo und meine Tochter, sosehr sie

die Verbindung auch gest.rt haben m.gen, keine

Bedrohung mehr für sie. Die Little People werden von

ihnen ablassen und fortgehen, um sich einen anderen Kanal

zu suchen. Diese Suche wird dann ihre Priorit.t sein.

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