饭饭TXT > 海外名作 > 《哈利·波特/Harry Potter(德文版/出书版)》作者:J·K·罗琳【7部完结】 > [哈利波特].4.-_Harry_Potter_und_der_Feuerkelch.txt

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作者:J·K·罗琳 当前章节:15849 字 更新时间:2026-6-16 17:54

Harry ging hinüber zu dem Buch, hob es auf und sah zu, wieeiner der Zauberer ein sagenhaftes Tor machte, indem er denBall durch einen in zwanzig Meter Höhe angebrach-ten Ring beförderte. Dann schlug er das Buch zu. SelbstQuidditch – nach Harrys Ansicht der beste Sport der Welt -konnte ihn jetzt nicht ablenken. Er legte Fliegen mit den Can-nons auf seinen Nachttisch, ging hinüber zum Fenster, zog dieVorhänge zurück und beobachtete die Straße vor demHaus.

Der Ligusterweg sah genauso aus, wie eine achtbare Vor-stadtstraße in den frühen Morgenstunden eines Samstagsaussehen musste. Alle Vorhänge waren zugezogen. SoweitHarry sehen konnte, war kein Lebewesen in der Nähe, nichteinmal eine Katze.

Und doch ... und doch ... Rastlos ging Harry zurück zum Bett,setzte sich und fuhr erneut mit dem Finger über die Narbe. Eswar nicht der Schmerz, der ihn beschäftigte; Harry hatte seineErfahrungen mit Schmerzen und Verlet-zungen. Einmal hatte er alle Knochen seines rechten Armesverloren und man hatte sie über Nacht unter Qualen wie-der wachsen lassen. Derselbe Arm war nicht viel später voneinem ellenlangen Giftzahn durchstochen worden. Erst letz-tes Jahr war Harry von einem fliegenden Besen aus etwafünfzehn Meter Höhe in die Tiefe gestürzt. Er war an haar-

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sträubende Unfälle und Verletzungen gewöhnt; sie waren nichtzu vermeiden, wenn man nach Hogwarts ging, auf die Schulefür Zauberei und Hexerei, und wenn man Ärger wie magischanzog.

Nein, Harry beunruhigte etwas anderes. Als seine Narbe dasletzte Mal geschmerzt hatte, war Voldemort in der Nähegewesen ... doch Voldemort konnte nicht hier sein, nicht jetzt... die Vorstellung, Voldemort würde im Ligusterweg auf ihnlauern, war unsinnig, völlig abwegig ...

Harry lauschte angestrengt in die Stille hinein. Erwartete ernicht doch das Knarren einer Treppe, das Rascheln einesUmhangs? Und dann zuckte er leise zusammen, als er sei-nen Cousin Dudley im Zimmer nebenan markerschütterndaufschnarchen hörte.

Harry schüttelte sich in Gedanken; das war doch albern;niemand war im Haus außer ihm, Onkel Vernon, Tante Pe-tunia und Dudley, sie schliefen natürlich alle noch, sieträumten ungestört und litten keine Schmerzen.

So mochte Harry die Dursleys am liebsten: wenn sieschliefen; denn tagsüber waren sie Harry nicht besonderszugetan, um es höflich auszudrücken. Onkel Vernon, TantePetunia und Dudley waren Harrys einzige lebende Ange-hörige. Sie waren Muggel (nichtmagische Menschen), dieMagie in jedweder Form hassten und verachteten, was be-deutete, dass Harry in ihrem Haus ungefähr so willkommenwar wie der Hausschwamm. In den letzten drei Jahren warHarry viele Monate in Hogwarts gewesen, doch anderenLeuten hatten sie vorgemacht, er stecke im St. -Brutus-Si-cherheitszentrum für unheilbar kriminelle Jungen. Sie wusstenganz genau, dass Harry, als minderjähriger Zaube-rer, außerhalb von Hogwarts nicht zaubern durfte, waren aberschnell dabei, ihm für alles, was bei ihnen schief lief,die Schuld zu geben. Harry hatte ihnen nie sein Herz aus-

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schütten oder ihnen sein Leben in der Zaubererwelt schil-dern können. Die bloße Vorstellung, zu ihnen zu gehen, wennsie aufwachten, und von seiner schmerzenden Narbe und vonseinen Befürchtungen wegen Voldemort zu erzäh-len, war geradezu lachhaft.

Und doch war Voldemort der eigentliche Grund, warumHarry überhaupt zu den Dursleys gekommen war. OhneVoldemort hätte Harry nicht die Blitznarbe auf seiner Stirn.Ohne Voldemort hätte Harry noch seine Eltern ...

Harry war ein Jahr alt gewesen in jener Nacht, als Volde-mort – der mächtigste schwarze Magier seit einem Jahrhun-dert, ein Zauberer, der elf Jahre lang stets seine Macht gemehrthatte – in ihr Haus gekommen war und seinen Va-ter und seine Mutter getötet hatte. Daraufhin hatte Volde-mort seinen Zauberstab gegen Harry gerichtet; er hatte denFluch ausgesprochen, mit dem er viele gestandene Hexen undZauberer auf seinem unaufhaltsamen Weg nach oben beseitigthatte – doch unfasslicherweise hatte der Fluch bei ihm nichtgewirkt. Statt den kleinen Jungen zu töten, war der Fluch aufVoldemort zurückgefallen. Harry hatte über-lebt und nur eine blitzförmige Narbe auf der Stirn zu-rückbehalten, und Voldemort war auf etwas zusammen-geschrumpft, das kaum noch Leben in sich hatte. SeinerZauberkräfte beraubt, das Leben in ihm fast erloschen, warVoldemort geflohen; die Schreckensherrschaft, unter der diegeheime Gemeinschaft der Hexen und Zauberer so langegelebt hatte, war zusammengebrochen. Voldemorts Anhän-ger hatten sich zerstreut und Harry Potter war berühmt ge-worden.

Mit einem gewaltigen Schreck hatte Harry an seinem elf-ten Geburtstag herausgefunden, dass er ein Zauberer war; unddie Entdeckung, dass sein Name in der verborgenenZaubererwelt allbekannt war, beunruhigte ihn noch mehr.

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Bei seiner Ankunft in Hogwarts musste er feststellen, dass sichüberall, wo er auftauchte, die Köpfe wandten und Ge-tuschelihm auf Schritt und Tritt folgte. Doch inzwischen hatte er sichdaran gewöhnt: Ende des Sommers würde er sein viertesSchuljahr in Hogwarts beginnen und er zählte bereits die Tagebis dahin.

Doch noch waren es zwei Wochen bis zu seiner Rück-kehr nach Hogwarts. Er sah sich noch einmal ratlos in sei-nem Zimmer um, und sein Blick blieb an den Geburtstags-karten hängen, die seine beiden besten Freunde ihm Ende Juligeschickt hatten. Was würden sie sagen, wenn er ihnenschriebe und von seiner schmerzenden Narbe berichtete?Schon hallte Hermine Grangers Stimme in seinem Kopfwider, schrill und voller Panik:

»Deine Narbe tut weh? Harry, damit ist nicht zu spaßen ...Schreib an Professor Dumbledore! Und ich werd auf der Stelle in>Magische Hauskrankheiten und Gebrechen< nachsehen ... Viel-leicht steht da was über Fluchnarben drin ...«

Ja, das würde Hermine raten: Geh sofort zum Schulleiter vonHogwarts und schlag vorher am besten noch in einem Buchnach. Harry blickte durch das Fenster auf den mit kö-nigsblauen Schleiern überzogenen Morgenhimmel. Er hattegroße Zweifel, ob ein Buch ihm jetzt helfen würde. Soweit erwusste, war er der einzige Mensch, der einen Fluch wie denVoldemorts überlebt hatte; deshalb war es höchst un-wahrscheinlich, dass er seine Leiden in Magische Hauskrank-heiten und Gebrechen wiederfinden würde. Und was denSchulleiter anging, so hatte Harry keine Ahnung, wo Dum-bledore in den Sommerferien hinfuhr. Einen Moment langbelustigte ihn die Vorstellung, dass Dumbledore mit seinemlangen Silberbart, dem langen Zaubererumhang und demSpitzhut irgendwo an einem Strand lag und sich Sonnenöl aufdie lange Adlernase rieb. Allerdings, wo immer Dum-

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bledore auch war, Hedwig würde ihn sicher finden; HarrysEule hatte es bisher noch immer geschafft, ihre Briefe zuüberbringen, sogar ohne Adresse. Doch was sollte er schrei-ben?

Lieber Professor Dumbledore, Verzeihung, dass ich Sie belästige,doch heute Morgen hat meine Narbe wehgetan. Mit freundlichenGrüßen, Harry Potter

Selbst in seinem Kopf klangen diese Worte albern.

So versuchte er sich vorzustellen, was Ron, sein andererbester Freund, sagen würde, und schon tauchte vor HarrysAugen Rons lange Nase und sein sommersprossiges Gesichtmit nachdenklicher Miene auf.

»Deine Narbe tut weh? Aber ... aber Du-weißt-schon-wer kanndoch gar nicht in deiner Nähe sein, oder? Im Ernst ... das würdestdu doch merken? Er würde wieder versuchen dich zu erledigen,meinst du nicht? Ich weiß nicht, Harry, vielleicht zwickenFluchnarben immer ein wenig ... ich frag mal Dad ...«

Mr Weasley war ein voll ausgebildeter Zauberer, der in derAbteilung gegen den Missbrauch von Muggelartefak-ten im Zaubereiministerium arbeitete, doch soviel Harrywusste, war er in Sachen Flüche nicht einschlägig bewan-dert. Jedenfalls behagte Harry die Vorstellung nicht, die ganzeFamilie Weasley würde erfahren, dass er, Harry, schon wegenein paar Wehwehchen nervös wurde. Mrs Weasley würdeeinen noch größeren Aufstand machen als Hermine, und Fredund George, Rons sechzehnjährige Zwillingsbrü-der, dachten womöglich noch, Harry würde die Nerven ver-lieren. Die Weasleys waren für Harry die tollste Familie derWelt; er hatte die Hoffnung, dass sie ihn schon bald zu sicheinluden (Ron hatte etwas von der Quidditch-Weltmeister-schaft erwähnt), und irgendwie wollte er nicht, dass seinAufenthalt mit besorgten Nachfragen zu seiner Narbe ge-stört wurde.

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Harry massierte seine Stirn mit den Handknöcheln. Was erwirklich wollte (und er schämte sich beinahe, es sich selbsteinzugestehen), war so etwas wie eine Mutter oder einenVater: ein erwachsener Zauberer, dessen Rat er erfra-gen konnte, ohne sich blöd vorzukommen, jemand, der ihngern hatte und der Erfahrung hatte mit schwarzer Magie ...Und dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Es war soeinfach und so offensichtlich, dass er kaum fassen konnte, wielange er gebraucht hatte – Sirius.

Harry sprang vom Bett, stürzte durchs Zimmer und setztesich an seinen Schreibtisch; er zog ein Blatt Pergament zu sichher, füllte seine Adlerfeder mit Tinte und schrieb: Lieber Sirius,hielt inne und überlegte, wie er sein Problem am bes-ten ausdrücken konnte. Warum, so wunderte er sich immernoch, hatte er nicht sofort an Sirius gedacht? Doch wenn ergenauer überlegte, war es vielleicht gar nicht so merkwür-dig – schließlich hatte er erst vor zwei Monaten herausge-funden, dass Sirius sein Pate war.

Es gab einen einfachen Grund, warum Sirius bis dahin inHarrys Leben überhaupt nicht aufgetaucht war – Sirius hatte inAskaban gesteckt, dem schrecklichen Zauberergefängnis, dasvon Dementoren genannten Wesen bewacht wurde, blinden,Seelen saugenden Finsterlingen, die dann nach Hogwartsgekommen waren, um den entflohenen Sirius zu suchen. DochSirius war unschuldig – die Morde, für die er verurteilt wordenwar, hatte Wurmschwanz begangen, Vol-demorts Helfer, den jetzt fast alle für tot hielten. Harry, Ronund Hermine wussten es jedoch besser; letztes Jahr waren sieWurmschwanz von Angesicht zu Angesicht begegnet, dochnur Professor Dumbledore hatte ihnen diese Ge-schichte abgenommen.

Eine wunderbare Stunde lang hatte Harry geglaubt, end-lich die Dursleys verlassen zu können, denn Sirius hatte ihm

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ein Zuhause angeboten, sobald sein Name rein gewaschenwar. Doch diese Chance war ihm wieder geraubt worden -Wurmschwanz war entkommen, bevor sie ihn zum Zaube-reiministerium hatten bringen können, und Sirius musstefliehen, um sein Leben zu retten. Harry hatte ihm gehol-fen, auf dem Rücken eines Hippogreifs namens Seiden-schnabel zu entkommen, und seither war Sirius auf der Flucht.Der Gedanke an ein Zuhause, das Harry vielleicht gewonnenhätte, wenn Wurmschwanz nicht entkommen wäre, hatte ihnden ganzen Sommer über nicht losgelassen. Mit derVorstellung im Kopf, den Dursleys um ein Haar für immerentkommen zu sein, war es Harry besonders schwer gefallen,zu ihnen zurückzukehren.

Und doch hatte Sirius Harry in manchem geholfen, auchwenn er nicht bei ihm sein konnte. Dank Sirius hatte Harryjetzt all seine Schulsachen bei sich im Zimmer. Die Dursleyshatten ihm das noch nie zuvor erlaubt; sie hatten immer ge-wollt, dass es Harry so elend wie möglich ginge, und zu-gleich Angst vor seinen Fähigkeiten gehabt, deshalb hatten sieseinen Schulkoffer bisher im Schrank unter der Treppeeingeschlossen. Doch ihre Haltung hatte sich geändert, als sieherausgefunden hatten, dass Harrys Pate ein gefährlicherMörder war – Harry hatte bequemerweise vergessen ihnen zusagen, dass Sirius unschuldig war.

Harry hatte zwei Briefe von Sirius erhalten, seit er wiederim Ligusterweg wohnte. Nicht Eulen hatten sie überbracht(wie es unter Zauberern üblich war), sondern große, hell-bunte tropische Vögel. Hedwig hatte diese glamourösenEindringlinge gar nicht gemocht; nur äußerst widerwilligerlaubte sie ihnen, aus ihrem Wassernapf zu trinken, bevor siewieder davonflogen. Harry jedoch mochte die Vögel; sieerinnerten ihn an Palmen und weißen Sand, und er hoffte,Sirius, wo immer er war (was er in seinen Briefen nie verriet,

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falls sie abgefangen wurden), würde es sich gut gehen lassen.Harry konnte es sich kaum vorstellen, dass die Dementorenunter der strahlenden Sonne lange überleben würden; viel-leicht war Sirius deshalb nach Süden gegangen. Seine beidenBriefe, unter dem äußerst nützlichen losen Dielenbrett un-ter Harrys Bett versteckt, klangen recht fröhlich, und er hatteHarry jedes Mal aufgefordert, ihm zu schreiben, falls er ihnbrauchen sollte. Nun, jetzt brauchte er ihn wirklich ...Das kalte graue Licht, das den Sonnenaufgang ankün-digte, drang allmählich ins Zimmer und Harrys Lampe schienzu verblassen. Schließlich, als die Sonne aufgegangen war unddie Wände seines Zimmers in Gold getaucht hatte, alsGeräusche aus Onkel Vernons und Tante Petunias Zim-mer zu hören waren, räumte Harry die zerknitterten Perga-mente von seinem Schreibtisch und las den fertigen Brief nocheinmal durch.

Lieber Sirius,

danke für deinen letzten Brief, dieser Vogel war so riesig,dass er es kaum durch mein Fenster geschafft hat.

Hier geht es zu wie immer. Mit Dudleys Diät läuft es nichtbesonders gut. Meine Tante hat ihn gestern erwischt, wie erDoughnuts in sein Zimmer schmuggelte. Sie haben gedroht,ihm das Taschengeld zu kürzen, wenn er das noch mal macht,und daraufhin ist er furchtbar wütend geworden und hat seinePlayStation aus dem Fenster geworfen. Das ist eine ArtComputer, auf dem man spielen kann. Ziemlich dumm vonihm, wenn du mich fragst, denn jetzt hat er nicht mal Giga-Gemetzel Teil III, um sich abzulenken. Mir geht's ganz gut,vor allem weil die Dursleys schreckliche Angst haben, dukönntest hier auftauchen und, wenn ich dich darum bitte, siealle in Fledermäuse verwandeln.

Aber heute Morgen ist etwas Merkwürdiges passiert. Meine

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Narbe hat wieder wehgetan. Das letzte Mal hat sie ge-schmerzt, weil Voldemort in Hogwarts war. Aber ich glaubenicht, dass er irgendwo in meiner Nähe sein kann, oder? Weißtdu, ob Fluchnarben manchmal noch nach Jahren wehtun?Ich schick dir diesen Brief mit Hedwig, sobald sie zurück-kommt, im Augenblick ist sie jagen. Grüß Seidenschnabel vonmir. Harry

Ja, dachte Harry, das kann ich so lassen. Von seinem Traumwollte er lieber nichts erwähnen, sonst dachte Sirius wo-möglich noch, er sei mit den Nerven völlig am Ende. Er fal-tete das Pergament zusammen und legte den Brief an denTischrand, bereit für Hedwig, wenn sie zurückkam. Dannstand er auf, streckte sich und öffnete noch einmal denSchrank. Ohne einen Blick auf sein Spiegelbild zu werfen, zoger sich an und ging hinunter zum Frühstück.

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Die Einladung

Die drei Dursleys saßen bereits am Tisch, aber keiner vonihnen blickte auf, als Harry in die Küche kam und sichdazusetzte. Onkel Vernons breites rotes Gesicht war hinter dermorgendlichen Tagespost versteckt und Tante Petunia, die Lip-pen über ihren Pferdezähnen gespitzt, viertelte eine Grapefruit.Dudley saß mit zornigem Schmollmund da und schien nochmehr Platz einzunehmen als sonst. Und das sollte schon etwasheißen, denn er beanspruchte immer eine ganze Seite desquadratischen Tisches für sich. Als Tante Petunia mit einemzittrigen »Bitte sehr, Diddyschatz« ein ungezuckertes Viertelder Grapefruit auf Dudleys Teller legte, warf er ihr einenfinsteren Blick zu. Sein Leben hatte eine höchst uner-freuliche Wendung genommen, seit er mit dem Jahreszeugnisin die Sommerferien gekommen war.

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