»Ich bilde mir Dinge ein, tatsächlich?«, knurrte Moody.»Ich sehe schon Gespenster, oder? Es war eine fähige Hexeoder ein Zauberer, der den Namen dieses Jungen in den Kelchgeworfen hat ...«
»Aah, wo sind die Beweise dafür?«, sagte Madame Maximeund ihre riesigen Hände ruderten durch die Luft.
»Hier wurde ein kraftvoller magischer Gegenstand ausge-trickst!«, sagte Moody. »Ein ungewöhnlich starker Verwechs-lungszauber war nötig, damit dieser Kelch vergisst, dass nurdrei Schulen am Turnier teilnehmen ... Ich vermute, dassPotters Name für eine vierte Schule eingeworfen wurde, denndann galt er als deren einziger Kandidat ...«
»Sie scheinen ja ausgiebig darüber nachgedacht zu haben,Moody«, entgegnete Karkaroff kühl, »und das ist natürlich eineausgefuchste Theorie – allerdings ist mir zu Ohren gekommen,dass Sie jüngst die fixe Idee hatten, eines Ihrer Geburtstagsge-schenke sei ein raffiniert getarntes Basiliskenei. Sie schleuder-ten es deshalb gegen die Wand und mussten dann leider erken-
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nen, dass es nur ein Resiewecker war. Sie müssen dahreverstehen, dass wir Sie nicht ganz ernst nehmen können...«»Ich denke an gewisse Leute, die harmlose Veranstaltungenfür ihre Zwecke ins Gegenteil verkehren«, entgegnete Moodyin drohendem Tonfall. »Wie Sie eigentlich wissen sollten,Karkaroff, ist es meine Aufgabe, mich in das Denken schar-zer Magier einzufühlen ...«
»Alastor!«, sagte Dumbledore mahnen. Harry wundertesich einen Momen lang, wen er damit meinte, doch dannwurde ihm klar, dass »Mad-Eye« wohl kaum Moodys richti-ger Vorname sein konnte. Moody verstummte, beobachteteKarkaroff jedoch immer noch voll Genugtuung – und Karka-roffs Gesicht glühte.
»Wir wissen nicht, wie wir in diese Lage geraten sind«,sagte Dumbledore in die Runde. »Ich denke jedoch, wir habenwohl keine andere Wahl, als das Beste daraus zu machen. So-wohl Cedric als auch Harry wurden zu Teilnehmern des Tur-niers bestimmt. Daher werden sie auch ...«
»Ah, aber Dumbly-dorr –«
»Meine liebe Madame Maxime, wenn Sie einen anderenVorschlag haben, wäre ich erfreut ihn zu hören.«
Dumbledore wartete, doch Madame Maxime schwieg undsah ihn nur zornfunkelnd an. Und sie war nicht die Einzige.Auch Snape sah wütend aus; Karkaroff schien vor Zorn zu ko-chen. Bagman jedoch machte den Eindruck, als sei er vor Be-geisterung ganz aus dem Häuschen.
»Nun, wie steht's, legen wir los?«, sagte er, rieb sich dieHände und lächtelte in die Runde. »Wir müssen unserenChampions doch sagen, um was es geht. Barty, ich erteile dirdas Wort.«
Mr Crouch schien aus tiefer Nachdenklichkeit zu erwachen.»Ja«, sagte er langsam, »die Anweisungen. Ja ... die ersteAufgabe ...«
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Er trat ins Licht des Feuers. Von nahem, fand Harry, sah erkrank aus. Dunkle Schatten lagen unter seinen Augen undseine runzlige Haut wirkte, ganz anders als bei der Weltmeis-terschaft, dünn und papieren.
»Die erste Aufgabe dient dazu, Ihren Mut auf die Probe zustellen«, verkündete er Harry, Cedric, Fleur und Krum, »unddeshalb sagen wir Ihnen nicht, um was es geht. Kühnheit an-gesichts der überraschenden Gefahr ist ein sehr wichtigerCharakterzug von Zauberern ... sehr wichtig ...
Die erste Aufgabe werden wir Ihnen am vierundzwanzigs-ten November stellen, vor all Ihren Mitschülern und denSchiedsrichtern.
Den Champions ist es nicht gestattet, von ihren LehrernHilfe irgendwelcher Art zu erbitten oder anzunehmen, damitsie die Aufgaben lösen können. Sie werden sich der erstenHerausforderung nur mit ihrem Zauberstab bewaffnet stellenmüssen. Wenn die erste bewältigt ist, erhalten sie Auskunftüber die zweite Aufgabe. Da das Turnier äußerste Kraft undviel Zeit verlangt, sind die Champions von den Jahresab-schlussprüfungen freigestellt.«
Mr Crouch wandte sich an Dumbledore. »Ich glaube, das istalles, Albus?«
»Ich denke auch«, sagte Dumbledore und sah Mr Crouch einwenig besorgt an. »Sind Sie sicher, dass Sie heute Nacht nichtin Hogwarts bleiben wollen, Barty?«
»Ja, Dumbledore, ich muss zurück ins Ministerium«, sagteMr Crouch. »Wir haben im Moment eine schwierige und ar-beitsreiche Zeit ... ich habe dem jungen Weatherby die Ver-antwortung überlassen, solange ich weg bin ... sehr eifrig ...ein wenig übereifrig, um die Wahrheit zu sagen ...«
»Bevor Sie gehen, schauen Sie doch auf ein Gläschen beimir vorbei?«, sagte Dumbledore.
»Jetzt komm schon, Barty, ich bleibe auch hier!«, sagte Bag-
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man ausgelassen. »Hier in Hogwarts spielt jetzt die Musik, dasist doch viel spannender als das Büroleben!«
»Das glaube ich nicht, Ludo«, sagte Crouch mit einem An-flug seiner früheren Ungeduld.
»Professor Karkaroff – Madame Maxime – noch einenSchlummertrunk?«, fragte Dumbledore.
Doch Madame Maxime hatte bereits ihren Arm um FleursSchultern gelegt und führte sie rasch hinaus. Harry hörte, wiesie sich draußen in der Halle sehr schnell auf Französisch un-terhielten. Karkaroff winkte Krum zu und auch sie gingenhinaus, allerdings schweigend.
»Harry, Cedric, ich schlage vor, ihr geht jetzt nach oben«,sagte Dumbledore und lächelte beiden zu. »Ich bin sicher, dieGryffindors und Hufflepuffs warten nur darauf, mit euch zufeiern, und es wäre jammerschade, sie dieses trefflichenVorwandes zu berauben, eine Menge Müll und Lärm zumachen.«
Harry warf Cedric einen Blick zu, Cedric nickte, und siegingen zusammen hinaus.
Die Große Halle lag jetzt verlassen da; die Kerzen warenheruntergebrannt und das schartige und flackernde Grinsen derKürbisse hatte etwas Unheimliches angenommen.
»So ist das also«, sagte Cedric mit einem halben Lächeln.»Wir spielen schon wieder gegeneinander!«
»Sieht so aus«, sagte Harry. Etwas Besseres fiel ihm einfachnicht ein. In seinem Kopf schien alles durcheinander gewir-belt zu sein, als hätte ihn jemand kräftig geschüttelt.»Dann ... verrat mir mal eines ...«, sagte Cedric in der Ein-gangshalle, die jetzt, da der Feuerkelch verschwunden war, nurnoch im Licht der Fackeln dalag. »Wie hast du deinen Namenda reingebracht?«
»Hab ich nicht«, sagte Harry und sah zu ihm hoch. »Ich habihn nicht eingeworfen. Ich sag die Wahrheit.«
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»Ah ... na gut«, sagte Cedric. Harry wusste, dass er ihmnicht glaubte. »Na ja ... wir sehen uns.«
Cedric nahm nicht die Marmortreppe, sondern ging rechtsan ihr vorbei auf eine Tür zu. Harry blieb stehen und lauschte,wie Cedric eine steinerne Treppe hinunterstieg, dann ging erlangsam die Marmortreppe hoch.
Würde irgendjemand außer Ron und Hermine ihm glau-ben, oder würden sie alle denken, er selbst hätte seinen Na-menszettel in den Kelch geworfen? Doch wie konnte jemandso etwas glauben, wo doch seine Konkurrenten drei Jahre län-ger Zaubern gelernt hatten – und zudem musste er nicht nurdiese Aufgaben bewältigen, die so richtig nach Gefahr rochen,sondern es würden auch noch Hunderte von Menschen dabeisein und ihm zusehen. Ja, er hatte daran gedacht ... er hatte mitdem Gedanken gespielt ... er hatte davon geträumt ... doch imGrunde war es ein Witz gewesen, der keine Folgen habensollte ... er hatte nie und nimmer ernsthaft vorgehabtteilzunehmen ...
Doch jemand anderes hatte es getan ... jemand wollte, dasser am Turnier teilnahm, und hatte dafür gesorgt, dass seinName ins Spiel gebracht wurde. Warum? Um ihm einen Ge-fallen zu tun? Das konnte er kaum glauben ...
Um zu sehen, wie er sich zum Narren machte? In diesemFall würde der Wunsch wohl in Erfüllung gehen ...
Doch um ihn sterben zu sehen? Litt Moody nur wieder anseinem üblichen Verfolgungswahn? War es nicht möglich,dass jemand seinen Namen in den Kelch geworfen hatte, umsich einen Scherz zu erlauben, um ihn zu triezen? Wolltewirklich jemand, dass er starb?
Diese Frage konnte Harry sofort beantworten. Ja, jemandwollte ihn tot sehen, jemand wünschte ihm den Tod, seit erein Jahr alt gewesen war ... Lord Voldemort. Doch wie hättees Voldemort bewerkstelligen sollen, seinen Namen in den
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Feuerkelch zu werfen? Voldemort war angeblich weit weg, ineinem fernen Land, und versteckte sich, einsam und allein ...entkräftet und machtlos ...
Doch in jenem Traum, aus dem er mit schmerzender Narbehochgeschreckt war, war Voldemort nicht allein gewe-sen ... er hatte mit Wurmschwanz gesprochen ... und mit ihmden Mord an Harry ausgeheckt ...
Harry erschrak, denn er stand plötzlich vor der fetten Dame.Er hatte kaum wahrgenommen, wohin ihn seine Füße trugen.Eine Überraschung war auch, dass sie nicht allein in ihremRahmen war. Die verhutzelte Hexe, die in das Ge-mälde ihres Nachbarn huschte, als er vorhin in den kleinenRaum gekommen war, saß nun mit blasierter Miene neben derfetten Dame. Sie musste durch jedes Bild entlang der sie-ben Treppen gehastet sein, nur um vor ihm hier anzukom-men. Die Hexe und die fette Dame sahen ihn höchst interes-siert von oben herab an.
»Schön, schön, schön«, sagte die fette Dame. »Violet hatmir soeben alles erzählt. Wer ist nun also gerade zum Schul-champion bestimmt worden?«
»Quatsch«, sagte Harry dumpf.
»Das ist es ganz sicher nicht«, sagte die Hutzelhexe ent-rüstet.
»Nein, nein, Vi, es ist das Passwort«, beschwichtigte sie diefette Dame, und sie schwang an ihren Angeln hängend zurSeite, um Harry einzulassen.
Der Lärmschwall, der durch das Porträtloch an Harrys Oh-ren drang, riss ihn beinahe von den Füßen. Dann wusste er nurnoch, dass ein Dutzend Händepaare ihn in den Gemein-schaftsraum zerrte, wo ganz Gryffindor schreiend, klatschendund pfeifend auf ihn wartete.
»Du hättest uns was sagen sollen!«, brüllte Fred halb verär-gert, doch auch schwer beeindruckt.
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»Wie hast du es geschafft, ohne dass dir ein Bart gewachsenist? Genial!«, polterte Fred.
»Hab ich nicht«, sagte Harry. »Ich weiß nicht, wie –«Doch Angelina hatte sich nun seiner angenommen. »Tja,wenn nicht ich, dann wenigstens ein anderer Gryffindor –«»Jetzt kannst du es Diggory für das letzte Quidditch-Spielheimzahlen!«, kreischte Katie Bell, ebenfalls eine Gryffindor-Jägerin.
»Wir haben was zu essen, Harry, komm, hau rein –«»Ich hab keinen Hunger, wirklich, ich hab beim Fest genuggegessen –«
Doch niemand wollte hören, dass er keinen Hunger hatte;niemand wollte hören, dass nicht er selbst seinen Namen inden Feuerkelch geworfen hatte; nicht ein Einziger von ihnenschien zu merken, dass er überhaupt nicht in Feierstimmungwar ... Lee Jordan hatte irgendwo ein Gryffindor-Banner aus-gegraben und er ließ sich nicht davon abbringen, es wie eineToga um Harry zu wickeln. Kein Entkommen für Harry; wannimmer er versuchte sich zur Schlafsaaltreppe zu ver-drücken, schloss sich die Schar um ihn und drängte ihm nochein Butterbier auf, drückte ihm Kartoffelchips und Erdnüsse indie Hände ... alle wollten sie wissen, wie er es geschafft hatte,Dumbledores Alterslinie auszutricksen und seinen Na-menszettel in den Kelch zu werfen ...
»Ich war's nicht«, sagte er immer und immer wieder. »Ichweiß nicht, was passiert ist.«
Doch er hätte genauso gut den Mund halten können, sowenig hörten sie ihm zu.
»Ich bin müde!«, brüllte er schließlich, nach fast einer hal-ben Stunde. »Nein, im Ernst, George, ich geh zu Bett –«Er wünschte sich nichts sehnlicher, als mit Ron und Her-mine zu sprechen und wieder ein wenig zu sich zu kommen,aber keiner von beiden schien hier zu sein. Noch einmal rief
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er, dass er Schlaf brauche, und trat fast die kleinen Creevey-Brüder platt, die ihm am Fuß der Treppe auflauerten. Dochdann gelang es ihm, alle abzuschütteln, und er hastete, soschnell er konnte, die Treppe hoch zum Schlafsaal.
Zu seiner großen Erleichterung fand er Ron noch angezo-gen auf dem Bett im sonst leeren Schlafsaal liegen. Dieser hobden Kopf, als Harry die Tür hinter sich schloss.
»Wo warst du?«, fragte Harry.
»Ach, hallooh«, sagte Ron.
Er grinste, doch es war ein sehr merkwürdiges, gezwunge-nes Grinsen. Harry wurde plötzlich klar, dass er immer nochdas scharlachrote Gryffindor-Banner trug, das Lee ihm um-gebunden hatte. Rasch wollte er es losschnüren, doch es warsehr fest verknotet. Ron lag reglos auf dem Bett und sah Harryzu, wie er verzweifelt versuchte das Tuch loszuwerden.»Na denn«, sagte er, als sich Harry endlich von dem Bannerbefreit und es in eine Ecke gepfeffert hatte. »Gratuliere.«»Was soll das denn heißen, gratuliere?«, sagte Harry undsah Ron finster an. Etwas stimmte offensichtlich nicht mitRons Lächeln; es war eher eine Grimasse.
»Na ja ... keiner sonst ist über die Alterslinie gekommen«,sagte Ron. »Nicht mal Fred und George. Wie hast du's ge-macht – mit dem Tarnurnhang?«
»Mit dem Tarnurnhang wäre ich nicht über diese Linie ge-kommen«, sagte Harry langsam.
»Na gut«, sagte Ron. »Ich dachte nur, du hättest es mir sa-gen können, wenn es der Umhang gewesen wäre ... da hättenwir immerhin beide druntergepasst, oder? Aber du hast wasanderes gefunden?«
»Hör zu«, sagte Harry, »ich hab meinen Namen nicht indiesen Kelch geworfen. Jemand anderes muss es getanhaben.«
Ron hob die Brauen. »Warum sollte jemand das tun?«
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»Weiß ich nicht«, sagte Harry. Er hatte das Gefühl, eswürde auf peinliche Art schaurig klingen, wenn er sagenwürde, »um mich zu töten«.
Ron zog die Augenbrauen so weit hoch, dass sie unter sei-nen Haaren zu verschwinden schienen.
»Es ist schon in Ordnung, mir jedenfalls kannst du dieWahrheit erzählen«, sagte er. »Wenn du nicht willst, dass esalle erfahren, schön, aber ich weiß nicht, warum du auch nochanfängst zu lügen, du hast ja nicht einmal Ärger gekriegt,oder? Diese Freundin der fetten Dame, Violet, hat uns schonalles erzählt. Dumbledore lässt dich teilnehmen. TausendGalleonen Preisgeld, aber hallo. Und von den Prüfungen bistdu auch befreit ...«
»Ich hab meinen Namen nicht in diesen Kelch geworfen!«,sagte Harry mit einem Anflug von Ärger.
»Jaah, schon gut«, erwiderte Ron und klang dabei genau-so ungläubig wie Cedric. »Aber du hast doch heute Morgengesagt, du hättest es in der Nacht getan, damit dich keiner sieht... ich bin nicht blöd, weißt du.«
»Aber den Blödmann spielst du ziemlich gut«, blaffte ihnHarry an.
»Jaah?«, sagte Ron, und jetzt war keine Spur eines Grin-sens, ob echt oder falsch, auf seinem Gesicht. »Du willst jetztsicher schlafen, Harry, ich denke, du musst morgen früh raus,für einen Fototermin oder so was.«
Ron zog die Vorhänge seines Himmelbetts zu, und Harrystand an der Tür und starrte auf den dunkelroten Stoff, der nuneinen der wenigen Menschen verbarg, von denen er überzeugtgewesen war, dass sie ihm glauben würden.
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Die Eichung der Zauberstäbe
Als Harry am Sonntagmorgen erwachte, wusste er zunächstnicht, warum er sich so besorgt und niedergeschlagen fühlte.Dann überkam ihn die Erinnerung an den Abend zuvor. Ersetzte sich auf und riss die Bettvorhänge zur Seite, um auf derStelle mit Ron zu sprechen, denn Ron musste ihm jetzt einfachglauben – doch dann sah er, dass Rons Bett leer war; offenbarwar er schon unten beim Frühstück.
Harry zog sich an und stieg die Wendeltreppe in den Ge-meinschaftsraum hinunter. Kaum war er eingetreten, fingenseine Mitschüler, die schon gefrühstückt hatten, erneut an zuklatschen. Die Aussicht, in die Große Halle zu gehen und dortden anderen Gryffindors zu begegnen, die ihn ebenfalls wieeinen Helden feiern würden, war nicht besonders ver-lockend; doch sollte er hier bleiben und sich von den Cree-vey-Brüdern in die Zange nehmen lassen, die ihn begeistert zusich herüberwinkten? Entschlossen ging er zum Porträt-loch, kletterte hinaus und sah sich plötzlich Hermine gegen-über.