Dobby war entzückt.
»Für dich müssen wir ihn vielleicht ein wenig einlaufen las-sen«, erklärte Ron, »aber zusammen mit deinem Teewärmersteht er dir sicher gut.«
Als sie Anstalten machten zu gehen, scharten sich plötzlichviele der Küchenelfen um sie und boten ihnen Leckereien zumMitnehmen an. Hermine lehnte ab, mit peinlich berühr-tem Blick auf die sich verbeugenden und knicksenden Elfen,doch Harry und Ron stopften ihre Taschen mit Kremschnit-ten und Pasteten voll.
»Vielen Dank«, sagte Harry zu den Elfen, die sich allesamtan der Tür versammelt hatten, um gute Nacht zu sagen. »Bisbald, Dobby!«
»Harry Potter ... darf Dobby Sie mal besuchen kommen,Sir?«, fragte Dobby schüchtern.
»Natürlich darfst du«, sagte Harry, und Dobby strahlte.»Wisst ihr was?«, sagte Ron, als sie die Küche verlassen hat-ten und die Treppe hoch zurück in die Eingangshalle stiegen.»All die Jahre war ich ganz beeindruckt von Fred und George,wie sie ständig Essen aus der Küche geklaut haben – tja, es istja nicht besonders schwierig, oder? Die werfen es einem janach!«
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»Ich glaube, das ist das Beste, was diesen Elfen passierenkonnte«, sagte Hermine und betrat als Erste die Marmor-treppe nach oben. »Dass Dobby hierher kam, um zu arbeiten,meine ich. Die anderen Elfen werden sehen, wie glücklich erin Freiheit ist, und allmählich wird ihnen dämmern, dass sieauch frei sein wollen!«
»Hoffentlich sehen sie sich Winky nicht allzu genau an«,sagte Harry.
»Ach, die wird sich schon wieder fangen«, entgegnete Her-mine, klang jedoch ein wenig unsicher. »Sobald sie denSchock überwunden und sich an Hogwarts gewöhnt hat, wirdsie sehen, wie viel besser es ihr geht ohne diesen Widerlingvon Crouch.«
»Sie scheint ihn ja zu lieben«, mampfte Ron (er hatte ge-rade in eine Kremschnitte gebissen).
»Hält aber nicht viel von Bagman, oder?«, sagte Harry. »Ichfrag mich, was Crouch zu Hause so über ihn erzählt hat.«»Wahrscheinlich, dass er kein besonders guter Abteilungs-leiter ist«, sagte Hermine, »und ehrlich gesagt ... da ist wasdran, meint ihr nicht?«
»Ich würde trotzdem lieber für ihn als für den ollen Croucharbeiten«, sagte Ron. »Ludo Bagman hat wenigstens Sinn fürHumor.«
»Lass das bloß nicht Percy hören«, sagte Hermine mildelächelnd.
»Natürlich, Percy würde für keinen arbeiten wollen, derSinn für Humor hat«, sagte Ron und machte sich über einSchoko-Eclair her. »Percy würde einen Witz nicht mal erken-nen, wenn er nackt und mit Dobbys Teewärmer auf dem Kopfvor ihm herumtanzen würde.«
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Die unerwartete Aufgabe
»Potter! Weasley! Werden Sie wohl zuhören?«
Professor McGonagalls gereizte Stimme knallte wie einPeitschenhieb durch den Verwandlungsunterricht. Harry undRon zuckten zusammen und sahen auf.
Die Dienstagsstunde war fast zu Ende; sie hatten ihre Sa-chen zusammengeräumt, und die Perlhühner, die sie inMeerschweinchen verwandelt hatten, steckten nun in einemgroßen Käfig auf Professor McGonagalls Schreibtisch (Ne-villes Meerschweinchen hatte allerdings noch Federn); auchihre Hausaufgaben hatten sie von der Tafel abgeschrieben(»Erläutern Sie anhand von Beispielen, wie der Verwand-lungszauber aussehen muss, wenn Sie zwischen verschiede-nen Tiergattungen wechseln wollen«). Jeden Moment musstees läuten, und Harry und Ron, die sich hinten in der letztenReihe einen Schwertkampf mit Freds und Georges Juxzau-berstäben geliefert hatten, blinzelten jetzt verdutzt; Ron hielteinen blechernen Papagei, Harry einen Gummikabeljau in derHand.
»Nun, Potter und Weasley waren so nett uns zu zeigen, wieerwachsen sie schon sind«, sagte Professor McGonagall undwarf den beiden einen zornigen Blick zu.
Der Kopf von Harrys Kabeljau – den Rons Papagei soebenmit dem Schnabel glatt abgetrennt hatte – kullerte geräusch-los zu Boden.
»Ich habe eine Ankündigung für Sie alle. Der Weihnachts-ball rückt näher – er gehört traditionell zum Trimagischen
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Turnier und bietet uns die Gelegenheit, unsere ausländi-schen Gäste ein wenig näher kennen zu lernen. An diesem Balldürfen alle ab der vierten Klasse teilnehmen – doch wenn Siemöchten, dürfen Sie auch einenjüngeren Mitschü-ler einladen –«
Lavender Brown brach in schrilles Giggeln aus. Parvati Patilstieß ihr unsanft in die Rippen, doch auch ihrem Gesicht wardie unendliche Mühe anzusehen, mit der sie einen Kicheranfallbekämpfte. Beide wandten sich zu Harry um. Professor McGo-nagall achtete nicht auf sie, was Harry als ausgesprochen unfairempfand, wo sie doch soeben ihn und Ron gerüffelt hatte.»Sie werden Ihre Festumhänge tragen«, fuhr ProfessorMcGonagall fort, »und der Ball wird am ersten Weihnachts-feiertag um acht Uhr abends in der Großen Halle beginnen undum Mitternacht enden. Nun denn –«
Professor McGonagall ging mit bedächtigen Schritten durchdie Reihen.
»Der Weihnachtsball gibt uns allen natürlich die Gelegen-heit, uns – ähm – ein wenig lockerer zu geben«, sagte sie mitmissbilligendem Unterton.
Lavender giggelte noch heftiger und presste die Hand aufden Mund, um den Anfall zu ersticken. Diesmal begriff Harry,was denn so komisch sein sollte: Professor McGona-gall, das Haar zu einem festen Knoten gebunden, sah aus, alshätte sie sich noch nie locker gegeben.
»Aber das heißt NICHT«, fuhr sie fort, »dass wir die Be-nimmregeln lockern, denen ein Hogwarts-Schüler zu folgenhat. Ich wäre höchst unangenehm berührt, sollte ein Gryffin-dor-Schüler ganz Hogwarts auf irgendeine Weise in Verrufbringen.«
Es läutete, und wie immer gab es ein kleines Durcheinan-der, denn alle packten ihre Taschen, warfen sie über die Schul-tern und stürmten los.
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»Potter – ich möchte gerne ein Wort mit Ihnen reden«, riefProfessor McGonagall durch den Trubel.
Harry, der annahm, dass es um den kopflosen Gummi-kabeljau ging, trottete in trister Stimmung nach vorn zumLehrertisch.
Professor McGonagall wartete, bis die anderen verschwun-den waren, dann sagte sie: »Potter, die Champions und ihrePartner –«
»Welche Partner?«, fragte Harry.
Professor McGonagall sah ihn argwöhnisch an, als ob ersich über sie lustig machen wollte.
»Ihre Partner für den Weihnachtsball, Potter«, sagte siekühl. »Ihre Tanzpartner.«
Harrys Eingeweide schienen sich einzurollen und zusam-menzuschrumpfen. »Tanzpartner?« Er spürte, wie er rot an-lief. »Ich tanze nicht«, sagte er rasch.
»O doch, das tun Sie«, sagte Professor McGonagall verär-gert. »Wenn ich es Ihnen sage. Der Tradition gemäß eröffnendie Champions und ihre Partner den Ball.«
Harry hatte plötzlich ein Bild von sich vor Augen, in Frackund Zylinder, begleitet von einem Mädchen in einem Rü-schenkleid, wie es Tante Petunia immer zu Onkel VernonsBetriebsfeiern trug.
»Ich tanze nicht«, sagte er.
»Es ist so Tradition«, sagte Professor McGonagall entschie-den. »Sie sind Hogwarts-Champion und Sie werden tun, wasman von Ihnen als Vertreter Ihrer Schule erwartet. Also sor-gen Sie dafür, dass Sie eine Partnerin haben, Potter.«»Aber – ich kann nicht –«
»Sie haben gehört, was ich gesagt habe, Potter«, sagte Pro-fessor McGonagall, und es klang unmissverständlich nachdem Ende des Gesprächs.
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Eine Woche zuvor noch hätte Harry gesagt, eine Partnerin füreinen Tanzabend zu finden wäre ein Kinderspiel im Vergleichzum Kampf gegen einen Ungarischen Hornschwanz. Dochnun, da er diesen Kampf bestanden hatte und vor der Aufgabestand, ein Mädchen zum Ball zu bitten, hatte er das Gefühl, erwürde es lieber noch einmal mit dem Hornschwanz auf-nehmen.
Harry hatte noch nie erlebt, dass sich so viele seiner Mit-schüler auf der Liste derer eintrugen, die über Weihnachten inHogwarts bleiben wollten; er selbst blieb natürlich immer inder Schule, denn die einzige andere Möglichkeit war ja, dasser in den Ligusterweg zurückkehrte. Doch während er in denletzten Jahren fast allein im Schloss geblieben war, schien esnun, als wollten alle Schüler ab der vierten Klasse dableibenund als hätten sie nur noch den Ball im Kopf- zumindest dieMädchen, und es war ganz erstaunlich, wie viele Mädchen aufeinmal Hogwarts bevölkerten; bisher war ihm das noch nichtso richtig aufgefallen. Mädchen, die in den Gängen ki-cherten und tuschelten, Mädchen, die lachten und kreischten,wenn Jungen an ihnen vorbeigingen, Mädchen, die ganz auf-geregt Zettel verglichen, auf denen stand, was sie am Weih-nachtsabend tragen wollten ...
»Warum müssen die sich immer in Rudeln bewegen?«,fragte Harry Ron, als ein gutes Dutzend Mädchen, giggelndund Harry anstarrend, an ihnen vorbeiging. »Wie soll man damal eine allein treffen, um sie zu fragen?«
»Wie war's, wenn du eine mit dem Lasso fängst?«, schlugRon vor. »Hast du schon 'ne Ahnung, wen du fragen willst?«Harry gab keine Antwort. Er wusste ganz genau, wen ergern fragen würde, aber den Mumm dafür aufzubringen wargar nicht so einfach ... Cho war ein Jahr älter als er; sie warsehr hübsch; sie war eine sehr gute Quidditch-Spielerin und siewar auch sehr beliebt.
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Ron schien zu wissen, was in Harrys Kopf vor sich ging.»Hör zu, du wirst sicher keine Schwierigkeiten haben. Dubist ein Champion. Du hast gerade den Ungarischen Horn-schwanz geschlagen. Ich wette, sie stehen Schlange, um mitdir zu diesem Ball zu gehen.«
Aus Achtung vor ihrer gerade erst wieder eingerenktenFreundschaft hatte Ron die Bitterkeit aus seiner Stimme bisauf eine winzige Spur verbannt. Und außerdem zeigte sich,wie Harry verblüfft feststellte, dass er Recht hatte. Ein lo-ckiges Hufflepuff-Mädchen, mit dem Harry noch nie ein Wortgesprochen hatte, fragte ihn schon am nächsten Tag, ob ernicht mit ihr zum Ball gehen wolle. Harry war so verdutzt,dass er nein sagte, bevor er ernsthaft nachgedacht hatte. DasMädchen ging mit ziemlich verletzter Miene davon und Harrymusste während der ganzen Geschichtsstunde Deans, Seamus'und Rons Spötteleien über sich ergehen lassen. Am nächstenTag fragten ihn noch zwei Mädchen, eine Zweit-klässlerin und(zu seinem Entsetzen) eine Fünftklässlerin, die den Eindruckmachte, als würde sie ihn zu Boden strecken, wenn erablehnte.
»Sah aber ziemlich gut aus«, sagte Ron offenherzig, nach-dem er sich von seinem Lachanfall erholt hatte.
»Sie war über einen Kopf größer als ich«, sagte Harry,immer noch genervt. »Stell dir vor, wie ich aussähe, wenn ichversuchen würde mit ihr zu tanzen.«
Hermines Worte über Krum gingen ihm immer wiederdurch den Kopf. »Sie stehen ja nur auf ihn, weil er berühmt ist!«Harry bezweifelte stark, dass eines der Mädchen, die ihn ge-fragt hatten, auch dann mit ihm zum Ball gehen wollte, wenner nicht der Schul-Champion wäre. Dann fragte er sich, ob ihndas stören würde, wenn Cho ihn bitten würde.
Alles in allem musste sich Harry eingestehen, dass es ihmtrotz der peinigenden Aussicht, den Ball eröffnen zu müssen,
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wieder besser ging, seit er die erste Aufgabe geschafft hatte.Wenn er durch das Schloss lief, musste er sich kaum nochSpötteleien anhören, und er vermutete, dass vor allem Cedricdahinter steckte – Harry ahnte vage, dass Cedric, weil er ihmfür seine Drachenwarnung dankbar war, den Hufflepuffsgesagt hatte, sie sollten ihn in Ruhe lassen. Auch kam es ihmvor, als würde er immer weniger »Ich bin für CEDRICDIGGORY«-Anstecker zu sehen bekommen. Draco Malfoyzitierte natürlich immer noch bei jeder möglichen Gelegen-heit lautstark Rita Kimmkorns Artikel, doch er erntete immerspärlichere Lacher – und wie um Harrys Laune noch zu ver-bessern, erschien auch kein Artikel über Hagrid im Tages-propheten.
»Die fand magische Geschöpfe wohl nicht so spannend,kann ich dir nur sagen«, erklärte Hagrid, als Harry, Ron und.Hermine ihn in der letzten Stunde Pflege magischer Ge-schöpfe vor Weihnachten fragten, wie sein Interview mit RitaKimmkorn gelaufen war. Zu ihrer gewaltigen Erleichte-rung ersparte ihnen Hagrid jetzt den direkten Umgang mit denKrötern, und so hockten sie heute nur hinten im Schutz desHüttendachs an einem Klapptisch und bereiteten ein fri-sches Menü zu, mit dem sie die Kröter in Versuchung führenwollten.
»Sie wollte, dass ich über dich rede, Harry«, fuhr Hagrid mitgedämpfter Stimme fort. »Na ja, ich hab ihr gesagt, wir sindFreunde, seit ich dich von den Dursleys weggeholt hab. >Undin vier Jahren mussten Sie nie ein Donnerwetter veran-stalten?< hat sie gesagt. >Er hat Sie im Unterricht nie auf dieSchippe genommen?< – >Nee<, hab ich gesagt, und da war sieüberhaupt nich zufrieden. Hätte fast gedacht, sie wollte, dassich sage, du bist 'n furchtbarer Kerl, Harry!«
»Natürlich wollte sie das«, sagte Harry, warf Drachenleber-stücke in eine große Blechschüssel und nahm sein Messer zur
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Hand, um noch eine weitere Leber zu schneiden. »Sie kannnicht die ganze Zeit schreiben, was für ein tragischer kleinerHeld ich bin, das wird doch langweilig.«
»Sie will eben hinter die Kulissen sehen, Hagrid«, sagte Ronweise und pellte ein weiteres Salamanderei. »Du hättest sagensollen, Harry ist ein verrückter Unruhestifter!«
»Das ist er aber nicht!«, sagte Hagrid und schien aufrichtigschockiert.
»Sie hätte Snape interviewen sollen«, sagte Harry grim-mig. »Er wird bestimmt eines Tages so richtig über michauspacken. >Seit er an dieser Schule ist, übertritt er ständigGrenzen ...<«
»Das hat er gesagt, ne?«, sagte Hagrid unter dem Gelächtervon Ron und Hermine. »Tja, du hast vielleicht 'n paar Regelnstrapaziert, Harry, aber im Grunde bist du 'n anständiger Kerl,oder?«
»Schon gut, Hagrid«, sagte Harry grinsend. »Kommst dueigentlich zu diesem komischen Ball an Weihnachten,Hagrid?«, fragte Ron.
»Dachte, ich könnt mal vorbeischauen, ja«, sagte Hagridbrummig. »Könnt ganz lustig werden, denk ich mal. Du er-öffnest den Ball, nicht wahr, Harry? Wen nimmst du mit?«»Hab noch keine«, sagte Harry und merkte, wie er schonwieder rot anlief.
Hagrid drang nicht weiter in ihn ein.
In der letzten Woche vor den Weihnachtsferien ging es im-mer turbulenter zu. Durch das ganze Schloss schwirrten Ge-rüchte über den Weihnachtsball, doch Harry glaubte nicht dieHälfte davon – zum Beispiel hieß es, Dumbledore hätte beiMadam Rosmerta achthundert Fässer eingelegtes Fleisch ge-kauft. Es schien jedoch zu stimmen, dass er die Schwesterndes Schicksals gebucht hatte. Wer genau diese Schwesternwaren, wusste Harry nicht, da er nie eines dieser Zauberradios
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besessen hatte, doch aus der wilden Begeisterung jener, diemit den Klängen des Magischen Rundfunks (MRF) aufge-wachsen waren, schloss er, dass sie eine sehr berühmte Musik-gruppe sein mussten.
Einige Lehrer, etwa der kleine Professor Flitwick, gaben esganz auf, sie zu unterrichten, da sie mit den Gedanken dochständig woanders waren; in seiner Stunde am Dienstag durftensie spielen, und er selbst saß die meiste Zeit bei Harry undsprach mit ihm über seinen tadellos gelungenen Aufrufezauberbei der ersten Turnierrunde. Andere Lehrer waren nicht sogroßzügig. Nichts würde zum Beispiel Pro-fessor Binns davon abhalten, seine Aufzeichnungen über dieKobold-Aufstände durchzuwälzen – da Binns sich nicht ein-mal durch seinen eigenen Tod vom Unterricht hatte abhal-ten lassen, vermuteten sie, dass eine Kleinigkeit wie Weih-nachten ihn auch nicht aus der Bahn werfen würde. Es warerstaunlich, wie es Binns gelang, selbst die blutigen und las-terhaften Zeiten der Kobold-Unruhen so langweilig klingen zulassen wie Percys Kesselgutachten. Auch die ProfessorenMcGonagall und Moody hielten sie bis zur letzten Minute desUnterrichts auf Trab, und Snape dachte natürlich ge-nauso wenig daran, sie im Unterricht spielen zu lassen, wieHarry zu adoptieren. Er starrte gehässig in die Runde und teilteihnen mit, dass er sie in der letzten Stunde zum ThemaGegengifte prüfen würde.