饭饭TXT > 海外名作 > 《哈利·波特/Harry Potter(德文版/出书版)》作者:J·K·罗琳【7部完结】 > [哈利波特].4.-_Harry_Potter_und_der_Feuerkelch.txt

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作者:J·K·罗琳 当前章节:15913 字 更新时间:2026-6-16 17:54

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Harry wusste nicht, was er darauf antworten sollte, undschwieg. Fred und George sahen schon wieder missvergnügtdrein. Cedric schien ein wenig verlegen.

»Harry ist von seinem Besen gefallen, Dad«, nuschelte er.»Ich hab dir doch gesagt ... es war ein Unfall ...«

»Ja, aber du bist nicht runtergefallen, nicht wahr?«, dröhnteAmos quietschvergnügt. »Immer so bescheiden, unser Ced,immer ein Ehrenmann ... aber der Beste auf dem Platz hatgewonnen, sicher würde Harry das auch sagen, nicht wahr,Harry? Der eine fällt von seinem Besen, der andere bleibtoben, du musst kein Genie sein, um rauszufinden, wer derbessere Flieger ist!«

»Wir müssen bald los«, warf Mr Weasley rasch ein und zogseine Uhr aus der Tasche. »Weißt du, ob wir noch auf je-manden warten müssen, Amos?«

»Nein, die Lovegoods sind schon seit 'ner Woche da und dieFawcetts haben keine Karten bekommen«, sagte Mr Diggory.»Hier in der Gegend wohnt sonst niemand mehr von uns,oder?«

»Nicht dass ich wüsste«, sagte Mr Weasley. »Ja, wir habennoch eine Minute ... machen wir uns bereit ...«

Er wandte sich Harry und Hermine zu. »Ihr müsst denPortschlüssel nur berühren, das ist alles, ein Finger reicht –«Von ihren klobigen Rucksäcken ein wenig behindert tra-ten sie auf den alten Stiefel zu, den Amos Diggory in die Höhehielt.

Alle neun standen in einem engen Kreis zusammen, als einekalte Brise über die Hügelkuppe blies. Keiner sprach. Harryfiel plötzlich ein, wie gespenstisch sie für einen Mug-gel aussehen würden, der zufällig hier auftauchte ... neunMenschen, darunter zwei erwachsene Männer, die im Halb-dunkel diesen vergammelten alten Gummistiefel berührtenund warteten ...

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»Drei ...«, murmelte Mr Weasley mit einem Auge auf derUhr, »zwei ... eins ...«

Es passierte sofort: Harry hatte das Gefühl, als ob er aneinem Haken direkt hinter seinem Nabel plötzlich mit un-widerstehlicher Gewalt nach vorne gerissen würde. Er hatteden Boden unter den Füßen verloren; er spürte, dass Ron undHermine Seite an Seite mit ihm flogen und ihre Schul-tern gegen die seinen schlugen; durch wütende Böen undwirbelnde Farbspiralen rasten sie dahin; sein Zeigefingerklebte an dem Stiefel, als zöge er ihn magnetisch an, und dann–

Harry prallte mit den Füßen auf festen Grund; Ron stol-perte und stürzte über Harry; der Portschlüssel schlug miteinem lauten dumpfen Geräusch neben seinem Kopf ein.Harry blickte auf. Mr Weasley, Mr Diggory und Cedricstanden auf den Beinen, sahen jedoch arg zerzaust aus; alleanderen lagen auf der Erde.

»Sieben nach fünf vom Wieselkopf«, sagte eine Stimme.

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Bagman und Crouch

Harry befreite sich aus Rons Umklammerung und richtete sichauf. Sie waren auf einem nebelverhangenen Moor ge-landet. Vor ihnen standen zwei müde und missmutig drein-blickende Zauberer, der eine mit einer großen goldenen Uhr inder Hand, der andere mit einer dicken Pergament-rolle und einer Feder. Beide waren wie Muggel gekleidet,allerdings recht ungewöhnlich; der Mann mit der Uhr trugeinen Tweed-Anzug mit kniehohen Galoschen, sein Kol-lege einen Kilt und einen Poncho.

»Morgen, Basil«, sagte Mr Weasley, hob den Stiefel auf undreichte ihn dem Zauberer im Kilt, der ihn in eine große Kistemit gebrauchten Portschlüsseln warf; Harry konnte eine alteZeitung erkennen, leere Getränkedosen und einendurchlöcherten Fußball.

»Ach, hallo, Arthur«, sagte Basil matt. »Nicht im Dienst,was? Manche sind fein raus ... wir sind schon die ganze Nachthier ... ihr geht jetzt am besten aus dem Weg, wir er-warten um fünf Uhr fünfzehn eine große Gruppe aus demSchwarzwald. Augenblick mal, ich suche euch Plätze raus ...Weasley ... Weasley ...« Er zog seine Pergamentliste zu Rate.»Gut vierhundert Meter zu Fuß von hier, das erste Feld, aufdas ihr stoßt. Der Platzaufseher heißt Mr Roberts. Diggory ...zweites Feld ... fragen Sie nach Mr Payne.«

»Danke, Basil«, sagte Mr Weasley und winkte den ande-ren, ihm zu folgen.

Sie machten sich auf den Weg durch das einsame Moor,

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ohne dass sie durch den dichten Nebel allzu viel sehenkonnten. Nach etwa zwanzig Minuten tauchte ein kleinessteinernes Haus aus dem Nebel auf. Neben dem Haus sahensie ein Tor, und dahinter konnten sie die geisterhaften Um-risse Hunderter und Aberhunderter von Zelten erkennen, derenReihen sich über ein sanft ansteigendes Feld bis zu einemdunklen Wald am Horizont emporzogen. Sie verab-schiedeten sich von den Diggorys und gingen auf das Tor ne-ben dem Haus zu.

Ein Mann stand am Torweg und spähte hinüber zu denZelten. Harry war auf den ersten Blick klar, dass dies der ein-zige echte Muggel weit und breit war. Er hörte ihre Schritte,wandte sich um und musterte sie.

»Morgen!«, sagte Mr Weasley munter.

»Morgen!«, sagte der Muggel.

»Sie müssen Mr Roberts sein.«

»Genau der bin ich«, sagte Mr Roberts. »Und wer sindSie?«

»Weasley – zwei Zelte, vor ein paar Tagen gebucht.«»Alles klar«, sagte Mr Roberts und zog eine an die Tür ge-heftete Liste zu Rate. »Sie haben einen Platz dort oben amWald. Nur eine Nacht?«

»Nur eine«, sagte Mr Weasley.

»Dann zahlen Sie sofort?«, fragte Mr Roberts.

»Aah – sofort – natürlich –«, sagte Mr Weasley. Er ent-fernte sich ein paar Schritte von dem Haus und winkte Harryzu sich her. »Du musst mir helfen, Harry«, mur-melte er, zog eine Rolle Muggelgeld aus der Tasche und fä-cherte die Scheine auf. »Das hier ist ein – ein – Zehner? Ah ja,jetzt seh ich die kleine Zahl dadrauf ... dann ist das einFünfer?«

»Nein, ein Zwanziger«, berichtigte ihn Harry mit ge-dämpfter Stimme. Ihm war peinlich bewusst, dass Mr Ro-

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berts mit gespitzten Ohren jedes ihrer Worte aufzuschnap-pen versuchte.

»Ah ja, dann macht das also ... ich kenn mich mit diesenkleinen Papierfetzen einfach nicht aus ...«

»Sind Sie Ausländer?«, fragte Mr Roberts, als Mr Weasleymit dem richtigen Betrag zurückkam.

»Ausländer?«, wiederholte Mr Weasley verdutzt.

»Sie sind nicht der Erste hier, der Probleme mit dem Geldhat«, sagte Mr Roberts und musterte Mr Weasley scharf. »Erstvor zehn Minuten haben zwei versucht, mich mit Goldmün-zen zu bezahlen, die so groß waren wie Radkappen.«»Was Sie nicht sagen!«, antwortete Mr Weasley zerstreut.Mr Roberts stöberte in einer Blechdose nach Wechsel-geld.

»Noch nie so voll gewesen hier«, sagte er plötzlich und ließden Blick erneut über das neblige Feld schweifen. »HunderteVorausbuchungen. Normalerweise tauchen die Leute hiereinfach auf ...«

»Stimmt das so?«, fragte Mr Weasley und streckte die Handnach seinem Wechselgeld aus, doch Mr Roberts gab es ihmnicht.

»Tjaah«, sagte er nachdenklich. »Leute von überall her. 'neMenge Ausländer. Und nicht nur Ausländer. Spinner, sag ichIhnen. Da ist so ein Kerl, der in 'nem Kilt und 'nem Ponchorumspaziert.«

»Darf er das nicht?«, fragte Mr Weasley beunruhigt.»Kommt mir vor wie ... weiß nicht ... wie 'ne Art Ver-sammlung«, sagte Mr Roberts. »Die scheinen sich alle zukennen. Vielleicht 'ne Riesenparty.«

In diesem Moment erschien ein Zauberer in Knickerbo-ckern aus dem Nichts neben Mr Roberts' Haustür.

»Obliviate!«, rief er schrill und richtete den Zauberstab ge-gen Mr Roberts.

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Mr Roberts fing auf der Stelle an zu schielen, seine Stirnglättete sich und ein Ausdruck träumerischen Gleichmuts tratauf sein Gesicht. Wie Harry wusste, sah so ein Mensch aus,dessen Gedächtnis gerade verändert wurde.

»Eine Karte des Campingplatzes für Sie«, sagte Mr Ro-berts in aller Gelassenheit zu Mr Weasley. »Und Ihr Wech-selgeld.«

»Vielen Dank«, sagte Mr Weasley.

Der Zauberer in den Knickerbockern begleitete sie zum Tordes Zeltplatzes. Er sah erschöpft aus; sein stoppeliges Kinnschimmerte bläulich, und dunkelrote Schatten lagen unterseinen Augen. Sobald Mr Roberts sie nicht mehr hören konnte,murmelte er Mr Weasley zu: »Hatte eine Menge Ärger mitihm. Braucht zehnmal am Tag einen Ge-dächtniszauber, damit er bei Laune bleibt. Und Ludo Bag-manrührt keinen Finger. Schlendert herum, hält den LeutenVorträge über Klatscher und Quaffel und schert sich nicht imGeringsten um die Muggelabwehr. Meine Nerven, bin ichfroh, wenn das hier vorbei ist. Bis später, Arthur.«

Er disapparierte.

»Ich dachte, Mr Bagman sei Chef der Abteilung für Ma-gische Spiele und Sportarten?«, sagte Ginny mit überrasch-ter Miene. »Er sollte doch wissen, dass man in der Nähe vonMuggeln nicht über Klatscher reden darf, oder?«

»Das sollte er«, antwortete Mr Weasley lächelnd und führtesie durch das Tor auf den Zeltplatz, »aber Ludo war schonimmer ein wenig ... nun ja ... lax in Sicherheitsfragen. Abereinen Chef für die Sportabteilung, der mit mehr Be-geisterung dabei ist, gibt es einfach nicht. Er selbst hat Quid-ditch für England gespielt, musst du wissen. Und er war derbeste Treiber, den die Wimbourner Wespen je hatten.«Sie wanderten die langen Zeltreihen entlang über das ne-belverhangene Feld. Die meisten Zelte sahen ganz gewöhn-

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lich aus; ihre Besitzer hatten sie offenbar ganz nach Muggelartgestalten wollen, hin und wieder jedoch ein wenig daneben-gegriffen und sie mit Kaminen, Klingelzügen oder Wetter-fahnen ausstaffiert. Allerdings gab es hie und da ein Zelt, dasso offensichtlich magisch war, dass Harry sich nicht über MrRoberts' Misstrauen wunderte. Auf halbem Weg die An-höhe hinauf stand ein extravagantes Zelt aus gestreifter Seide,das mit seinen am Eingang angepflockten Pfauen wie ein klei-ner Palast wirkte. Ein wenig weiter kamen sie an einem Zeltvorbei, das drei Stockwerke und mehrere Türmchen hatte; undkurz dahinter stand ein Zelt mit angehängtem Vorgarten,komplett mit Vogelbad, Sonnenuhr und Brunnen.

»Immer dasselbe«, sagte Mr Weasley lächelnd, »wir kön-nen es einfach nicht lassen, ein wenig zu prahlen, wenn wirzusammenkommen. Aha, wir sind da, seht, das ist unserPlatz.«

Sie waren oben am Waldrand angelangt und hier fanden sieihren Platz; auf einem kleinen, in die Erde gesteckten Schildstand »Weezly« geschrieben.

»Was Besseres hätten wir nicht kriegen können!«, sagte MrWeasley glücklich. »Das Spielfeld liegt auf der ande-ren Seite dieses Waldes, näher geht's nicht.« Er ließ denRucksack zur Erde gleiten. »Hört mal«, sagte er aufgeregt,»eigentlich ist keine Zauberei erlaubt, wenn wir in so gro-ßer Zahl auf Muggelland sind. Wir bauen diese Zelte vonHand auf! Sollte nicht allzu schwer sein. Die Muggel tun esständig ... Harry, schau dir das mal an, was meinst du, wo wiranfangen sollen?«

Harry hatte noch nie gezeltet; die Dursleys hatten ihn in allden Jahren nicht in den Urlaub mitgenommen und ihn lieberbei Mrs Figg, einer alten Nachbarin, abgeladen. Dochgemeinsam mit Hermine fand er heraus, wo die meisten derStangen und Heringe hingehörten, und obwohl Mr Weasley

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eher hinderlich denn hilfreich war, weil er richtig aus demHäuschen geriet, als er den Holzhammer benutzen durfte,hatten sie schließlich ein Paar abgenutzte Zweimannzelte vorsich stehen.

Sie traten einige Schritte zurück, um ihrer Hände Werk zubewundern. Keiner, der diese Zelte ansah, würde auf denGedanken kommen, sie gehörten Zauberern, überlegte Harry,doch das Problem war, dass sie mit Bill, Charlie und Percy zuzehnt sein würden. Auch Hermine schien sich zu wundern; siewarf Harry einen fragenden Blick zu, während Mr Weasleyauf allen vieren ins erste Zelt kroch.

»Wird ein bisschen eng hier«, rief er nach draußen, »aberich glaube, wir passen alle rein. Kommt und schaut.«Harry bückte sich, kroch durch die Zeltluke und riss denMund auf. Er befand sich in einer altmodisch möbliertenWohnung mit drei Zimmern, samt Bad und Küche. Seltsa-merweise war die Wohnung genauso eingerichtet wie die vonMrs Figg; die bunt zusammengewürfelten Sessel waren mitHäkeldeckchen drapiert und es roch stark nach Katze.»Macht nichts, es ist ja nicht für lange«, sagte Mr Weasley,rieb seine kahle Stelle mit dem Taschentuch und musterte dievier Bettkojen im Schlafzimmer. »Ich hab mir das Zelt vonMrs Perkins aus dem Büro geliehen. Sie zeltet nur noch selten,die Arme, seit sie Hexenschuss hat.«

Er griff nach dem staubigen Kessel und spähte hinein. »Wirbrauchen Wasser ...«

»Auf der Karte, die uns der Muggel gegeben hat, ist einWasserhahn eingezeichnet«, sagte Ron, der Harry ins Inneredes Zeltes gefolgt war und von dessen erstaunlicher Geräu-migkeit überhaupt nicht beeindruckt schien. »Auf der ande-ren Seite des Zeltplatzes.«

»Schön, wie war's also, wenn du, Harry und Hermine unsein wenig Wasser holt –«, Mr Weasley reichte ihnen den

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Kessel und ein paar Töpfe, »- und wir anderen besorgen imWald ein bisschen Feuerholz.«

»Aber wir haben doch einen Ofen«, sagte Ron, »warumkönnen wir nicht einfach –«

»Muggelabwehr, Ron!«, sagte Mr Weasley, und sein Ge-sicht glänzte voller Vorfreude. »Wenn echte Muggel cam-pen, kochen sie an Feuern unter freiem Himmel, das hab ichselbst gesehen!«

Nach einem kurzen Besuch im Mädchenzelt, das ein we-nig kleiner als das der Jungen war, allerdings nicht nach Katzeroch, machten sich Harry, Ron und Hermine mit Kes-sel und Töpfen auf den Weg über den Zeltplatz.

Die Sonne war aufgegangen und der Nebel lichtete sich, undnun konnten sie die Zeltstadt sehen, die sich in alleHimmelsrichtungen erstreckte. Gemächlich schlenderten siedurch die Zeltreihen und sahen sich neugierig um. All-mählich dämmerte es Harry, wie viele Hexen und Zauberer esauf der ganzen Welt geben musste; an die in den anderenLändern hatte er bisher kaum gedacht.

Nach und nach erwachten ihre Mitcamper. Als Erste reg-ten sich die Familien mit kleinen Kindern; Harry hatte nochnie so junge Hexen und Zauberer gesehen. Ein kleiner Junge,nicht älter als zwei, kauerte vor einem pyramidenför-migen Zelt, hielt einen Zauberstab in der Hand und sto-cherte munter nach einer Schnecke im Gras, die langsam aufdie Größe einer Salami anschwoll. Als sie neben dem Klei-nen standen, kam seine Mutter aus dem Zelt gestürmt.»Wie oft soll ich es dir noch sagen, Kevin? Rühr – Dad-dys– Zauberstab – nicht – an – uuhhtsch!«

Die Riesenschnecke war geplatzt, nachdem die Mutter aufsie getreten war. In der ruhigen Morgenluft hörten sie nochlange ihr Geschimpfe, vermischt mit den Rufen des Kleinen –»Du Schnecke puttmacht, Schnecke puttmacht!«

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Ein Stück weiter sahen sie zwei kleine Hexen, kaum älter alsKevin, auf Spielzeugbesen reiten, die sie gerade hoch ge-nug trugen, um ihre Füße über den taunassen Rasen gleiten zulassen. Schon hatte ein Ministeriumszauberer die Kinder insVisier genommen; als er an Harry, Ron und Herminevorbeihastete, hörten sie ihn gereizt murmeln: »Am hell-lichten Tag! Die Eltern schlafen wohl bis in die Puppen –«Hie und da erschienen erwachsene Zauberer und Hexen vorihren Zelten und begannen ihr Frühstück zu bereiten. Manchesahen sich verstohlen um und beschworen dann Feuer mitihren Zauberstäben herauf, andere versuchten es zweifelndenBlickes mit Streichhölzern. Drei afrikanische Zauberer saßenauf der Erde und waren in ein ernstes Ge-spräch vertieft, alle trugen lange weiße Umhänge und röste-ten offenbar einen Hasen über einem purpurroten Feuer. EineGruppe amerikanischer Hexen mittleren Alters saß glücklichschwatzend unter einem Sternenbanner mit der AufschriftHexeninstitut von Salem. Im Vorbeigehen fing HarryGesprächsfetzen in fremden Sprachen auf, die aus den Zeltendrangen, und obwohl er kein einziges Wort verstand, war dieVorfreude am Tonfall zu spüren.

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