饭饭TXT > 海外名作 > 《Der Chinese: Kriminalroman》作者:[德] Friedrich Glauser 【完结】 > Der Chinese - Glauser.txt

第 13 页

作者:德- Friedrich Glauser 当前章节:16911 字 更新时间:2026-6-23 06:01

»Ich bestehe darauf«, sagte Studer. »Übrigens, Herr Lehrer, ich habe noch eine Frage zu stellen. Wie viele Gewächshausschlüssel gibt es?«

»Welchen Schlüssel meinen Sie? Den zur Haupttür? Von dem gibt es nur einen, diesen hier.« Wottli zog seinen Bund aus der Hosentasche, hielt einen mittelgroßen Schlüssel in die Höhe. Studer schüttelte den Kopf. »Ich meine den Schlüssel zu dieser Tür!« Und er wies mit der Hand auf sie.

»Zwei«, sagte der Lehrer leise. Warum schielte er immer auf den alten Äbi? »Einen besitzt der Herr Direktor, den andern ich.«

»Wo ist der Ihre, Herr Direktor?«

»In meinem Bureau, in irgendeiner Schublade des Schreibtisches.«

»Und wem gehört dieser hier?«

Die zwei sprachen zu gleicher Zeit, drängten sich dabei vor – und Arnold Äbi verbarg sich hinter ihnen. Was tat der alte Süffel dort? Warum versteckte er sich? Studer sah gerade noch, daß der Mann Handschuhe trug.

»Das könnte meiner sein…« »Das ist der vom Herrn Direktor.« Zweistimmig ist nur schön, wenn es sich um die Melodie eines Liedes handelt, Worte hingegen, zweistimmig gesprochen, schmerzen in den Ohren.

»Bitte!« Studer hob die Hände. »Einer nach dem andern. Sie sind also sicher, daß der Schlüssel Ihnen gehört, Herr Direktor? Ganz sicher? Wann haben Sie ihn zum letzten Male gebraucht?«

»Das weiß ich nicht. Vor ein paar Tagen – vielleicht vor einer Woche… Ah, jetzt fällt mir's ein. Vor genau einer Woche, letzten Donnerstag, habe ich ihn dem Ernst Äbi gegeben. Er hat mir ihn erst am Sonntag zurückgegeben und behauptet, seine Vergeßlichkeit sei an dieser Verspätung schuld.«

»Und der Ihre, Herr Lehrer?«

»Der war immer in meiner Tasche.«

»Warum nicht an Ihrem Schlüsselbund?«

»Weil ich ihn hin und wieder auch den Schülern geben muß. Den von der Außentür braucht niemand, denn die bleibt immer offen, ausgenommen wenn Ferien sind.«

»Ludwig«, rief Studer. Das Knechtlein hatte sich in einer dunklen Ecke verborgen. Nun kam es näher. »Erinnerst du dich noch, was für einen Schlüssel du innen im Schloß gesehen hast?«

Schweigen. Ludwigs Augen wanderten von einem zum andern, Arnold Äbis Kopf erschien über der Schulter des Direktors, die Lider waren hochgeklappt… So starrte der Mann auf den Burschen.

» Ich… i-i-ich weiß nicht… Er… er… schien mir alt… und rostig.«

»Älter als der da?«

»Der ist ja ganz neu!«

»Schweig!« – »Halt's Maul!« – »Lügner!« – »Natürlich! So einer aus einer Korrektionsanstalt!«

»Ruhig!« brüllte Studer. Dann meinte er boshaft lächelnd: »Merkwürdig, was doch ein einfacher Schlüssel für Aufregung hervorrufen kann…«

Arnold Äbis Gesichtshaut war während des Schimpfens knallrot geworden – nach Studers Worten wurde sie bleich. Gerade dies konnte der Wachtmeister noch feststellen, dann versteckte sich der Kopf wieder hinter dem Rücken des Direktors. Auch die beiden anderen schienen zu merken, daß sie einen Fehler begangen hatten und nun stieg auch die Angst ihnen zu Kopf und veränderte ihre Züge.

»Das ist nicht mehr auszuhalten, Wachtmeister; Ihr macht uns ganz nervös! Glaubt ihr, das sei angenehm für uns? Zuerst verdächtigt Ihr einen unserer Schüler, untersucht seinen Schaft, findet darin blutgetränkte Wäsche, so daß es klar scheint, daß der Bursche an einem Morde wenigstens mitbeteiligt ist, wenn er nicht selbst der Täter ist… Ihr reget den Ernst Äbi dermaßen auf, daß mein Schüler am Abend Selbstmord begeht – und was wollt Ihr wieder aus dieser Sache machen? Schon den ersten Fall habt Ihr, trotz der gegenteiligen Meinung unseres Arztes, als Mord hingestellt – ääh einen Mord daraus gemacht, will ich sagen. Und nun soll mein Schüler auch ermordet sein? Von wem? Ich habe selbst den Schlüssel gesehen, der innen im Schloß steckte. Es ist doch unmöglich, daß irgend jemand von außen die Türe absperrt, wenn der Schlüssel innen – ich wiederhole: innen! – im Schlosse steckt? Oder?«

»Warum fehlt dann die Hohlzange?« fragte Studer, so leise, daß der Direktor sich vorbeugte und seine rechte Hand hinter die Ohrmuschel hielt. Der Wachtmeister wiederholte seine Frage ein wenig lauter.

»Hohlzange? Wir haben doch keine Hohlzange! Und übrigens: Ihr könnt nicht beweisen, Herr Studer, daß irgendein anderer Schlüssel verwendet worden ist – oder wollt Ihr vielleicht behaupten, der Schlüssel, der am Boden lag, sei von irgend jemandem ausgewechselt worden? Gegen diese Behauptung kann ich Ihnen nur einwenden, daß nach meiner Ansicht die Sache klar liegt; Ernst Äbi hat mir den Schlüssel zurückgegeben und gesehen, wo ich ihn versorgt habe – was liegt näher, als daß der Bursche ihn heut abend aus meinem Schreibtisch geholt hat – um Selbstmord zu begehen?«

Die Worte des Direktors waren kaum verklungen, da sah der Wachtmeister den Trinker wieder auftauchen. Direkt unter die Lampe stellte sich der Mann, verschränkte die Arme über der Brust und starrte Studer mit weitgeöffneten Augen an.

Den Wachtmeister ergriffen Zweifel. Merkwürdig: Vater Äbi war anständig gekleidet; man sah, daß seine Frau auf Ordnung hielt… Der Anzug war zwar abgetragen, doch der Kragen des Kittels war nicht speckig, sondern ausgebürstet und das hellblaue Hemd sauber. Und doch… und doch… Der Mann hatte jetzt einen Ausdruck im Gesicht… Nicht höhnisch war er mehr, dennoch erinnerte er an Armenanstalt.

Aber – jemand kann unsympathisch aussehen; dies ist jedoch noch kein Beweis, daß er seinen Sohn ermordet hat. Denn wollte man diesen Verdacht beweisen, müßte man annehmen, daß der Schlüssel vertauscht worden war. Von wem? Es brauchte nicht der Arnold Äbi zu sein… Es konnte gerade so gut Direktor Sack-Amherd, Lehrer Wottli, ja selbst das Knechtlein Ludwig sein. Diese drei waren während der ganzen Zeit anwesend gewesen und zwei von diesen dreien hatten energisch gegen die Möglichkeit eines Umtausches protestiert… Man mußte ein Motiv finden, das einen der Anwesenden zu einem Mord gezwungen hatte. Gab es ein solches?

B'hüetis! Es war nicht das erste Mal, daß Studer von einem Vater hörte, der seinen Sohn umgebracht hatte… Der Grund? Ernst Äbi war sicher im Testament des ›Chinesen‹ bedacht worden. Fiel er aus, so profitierten die anderen Erben davon. Die anderen? Nicht nur der Trinker war durch seine Frau an dieser Erbschaft beteiligt, sondern auch der Hausvater Hungerlott – durch seine verstorbene Frau. Ludwig mußte ebenfalls mitgezählt werden. Und endlich der Lehrer Wottli.

Der Wachtmeister wurde müde. Er stellte fest, daß es schon viertel nach elf war. Am liebsten hätte er, ohne viele Höflichkeitsformeln, alle die im Gewächshaus umherstanden, verhaftet – oder zum Teufel gejagt. Aber das ließ sich nicht machen. Darum verlangte er von Sack-Amherd, schnell noch ins Schulhaus geführt zu werden. Zwei Sachen wolle er sehen, erklärte er: Die Schublade, in welcher der andere Schlüssel versorgt worden war und das Pult des Toten. Paul Wottli wurde gebeten, den Vater des Ernst ins Armenhaus zu begleiten und dann heimzugehen.

»Ludwig«, sagte er schließlich zum Knechtlein, »Ludwig, du bleibst hier! Du bewachst mir das Gewächshaus, bis ich wieder zurückkomme und dich abhole. Verstanden? Von Euch, Herr Wottli, verlange ich noch den Schlüssel zur Außentür. Nehmen Sie ihn von Ihrem Bund!… Määrci. Und jetzt kommen Sie, Herr Sack-Amherd…«

* * *

Schüler bei Nacht

Das Erdgeschoß der Schule war noch hell erleuchtet und auch oben, im zweiten Stock brannte noch Licht. Als Studer mit dem Direktor die Vorhalle betrat, mußte er an einen riesigen Bienenstock denken. Denn das ganze Haus war erfüllt von einem lauten Summen, das nur von den geschlossenen Klassentüren gedämpft wurde.

Sack-Amherd trat in sein Bureau und drehte das Licht an. Ein sogenannter Diplomatenschreibtisch beim Fenster, neben der Tür ein eiserner Geldschrank und an den Wänden Gestelle, gefüllt mit Briefordnern… Der Direktor setzte sich mürrisch auf den Armstuhl, der vor dem Schreibtisch stand, öffnete eine unverschlossene Schublade und begann zu wühlen. Papiere flatterten auf den Boden, dann wurde eine zweite Schublade geöffnet, durchsucht – eine dritte…

»Der Schlüssel ist fort«, seufzte Sack-Amherd.

Studer nickte schweigend.

»Das ist doch der beste Beweis«, fuhr der Direktor fort, »daß der Verstorbene mein Bureau betreten und den Schlüssel geholt hat, weil er Selbstmord begehen wollte. Oder?«

Studer hob die Achseln und vergrub die Fäuste noch tiefer in die Taschen seiner Hose.

»Beweis?« murmelte er. »Ich seh' gar keinen Beweis. Wir müssen zuerst feststellen, wann der Äbi den Schlüssel genommen hat. Heut abend? Oder schon früher? Im Laufe des Tages? Und sind Sie ganz sicher, daß ihr Schlüssel neu war, Herr Direktor? War es wirklich dieser Schlüssel?« Studer zog den glänzenden Gegenstand aus der Tasche und hielt ihn dem anderen vor die Nase. Sack-Amherd gähnte.

»Wie soll ich das wissen? Ich hab' den Schlüssel schon lang nicht mehr gesehen. Jetzt erinnere ich mich auch: Als ihn der Äbi vorige Woche verlangte, hab' ich ihm ganz einfach gesagt, er soll ihn holen gehen und ihm erklärt, in welcher Schublade er liegen müsse. Dann hat er ihn zurückgebracht und selbst wieder versorgt. Erst nachdem er ihn versorgt hatte, meldete er mir, es sei alles in Ordnung. Ich kann mich doch nicht um jeden Dreck kümmern. Wollen Sie noch sein Pult anschauen gehen?«

Sie traten auf den Gang und schritten auf die Türe zu, die dem Direktionsbureau schief gegenüber lag.

»Warten wir ein wenig«, sagte Studer leise, legte die Hand auf des Direktors Arm und zwang ihn zum Stehenbleiben. Im Klassenzimmer sagte eine Stimme:

»Und, Baumann, glaubst du wirklich, daß dieser Wachtmeister, dieser Schroter etwas finden wird? Statt uns zu fragen, ist er nur hinter dem Alten her und dem Wottli. Als ob die beiden eine Ahnung hätten, was mit dem Äbi los ist. Ich weiß über den Äbi besser Bescheid als die ganze Schule. Das kannst du mir glauben!«

»Psch! Pschsch!« tönte es. »Nicht so laut! Wenn jemand zuhört!« – »Ich will schnell die Tür aufmachen…« Studer wartete nicht länger, sondern drückte auf die Klinke.

Im Klassenzimmer war es taghell, die vier Lampen, die von der Decke hingen, mußten wohl starke Birnen haben… Drei Reihen Pulte, an denen die Bänke befestigt waren. Gerade vor der offenen Tür ein breiter und langer Tisch für den Lehrer, an der Wand die schwarze Tafel mit einigen flüchtigen Kreidezeichnungen; der Plan eines Gebäudes – bei Gott, das war ja der Plan des Treibhauses! Daneben ein kleinerer Entwurf, der Studer neugierig machte.

»Was habt ihr da gezeichnet?« fragte er und trommelte mit den Fingern auf die Tafel. Ein Chor, der aus wenigstens zehn Stimmen bestand, antwortete: »Die Heizung!« – »Welche Heizung?« – »Die vom Gewächshaus!«

Natürlich! Die Burschen waren nicht dumm. Sie hatten an die Heizung gedacht – und ein geschulter Kriminalist mußte sich schämen, weil er diese wichtige Sache vergessen hatte. Studer fackelte nicht lange.

»Ich brauche Sie nicht mehr, Herr Direktor!… Ich sehe, daß Sie übermüdet sind. Bitte, gehen Sie nur ruhig zu Bett. Mit den Schülern werd' ich schon fertig.« (Studer sprach leise, ganz nahe an Sack-Amherds Ohr und hielt die flache Hand neben seinen Mund.) »Ich übernehme die Verantwortung und bring sie dann hinauf in ihre Schlafräume.«

»Guet, mynetwäge!« Der Direktor gähnte noch einmal herzhaft. So still war es im Raume, daß deutlich ein Klopfen zu hören war; es drang durch die Zimmerdecke. »Jaja… Meine Frau ruft mich. Sie macht sich gewiß Sorge. Also… Guet Nacht mitenand. Und: Machet nicht zuviel Lärm!«

Leise drückte Herr Sack-Amherd die Türe von außen zu, seine Schritte verhallten. Im Klassenzimmer herrschte Schweigen… »So«, meinte Studer und zog seinen Mantel aus, »jetzt wollen wir zusammen die Untersuchung führen. Welcher hat vor unserem Eintritt mit dem Baumann gesprochen?«

»Ich!« In der hintersten Bank, ganz oben, stand ein großer Kerl auf. Seine Haare funkelten rot und sein Gesicht war mit Sommersprossen übersät.

»Wie heißest du?« – »Amstein Walter.« – »Also, Wälti. Ich glaub zwar, daß deine Lehrer dich nicht duzen – aber ich bin's so gewohnt. Macht's dir nichts aus?« –

»Nein, gar nichts. Es ist mir sogar lieber!« Und der Rothaarige lachte. Er zeigte dabei eine Reihe schöner Zähne.

»Was hast du gemeint, Wälti, wie du gesagt hast, du wissest über den Äbi besser Bescheid als die ganze Schule? Den Satz hab ich grad noch gehört.«

»Siehst du, daß ich recht gehabt hab!« rief ein kleiner Braunhaariger dem Amstein zu. Er hatte den Kittel abgelegt und die Hemdsärmel aufgelitzt.

»Bist du der Baumann?« fragte Studer.

»Mhm«, nickte der Bursche. Die Muskeln am Ellbogen waren gespannt, er hatte das Kinn zwischen die geballten Hände gepreßt. »Ich kenn Euch, Wachtmeister. Am achtzehnten Juli war ich in der Sonne und sah, wie Euch die Armenhäusler vermöbeln wollten…«

Studer hakte ein und fragte den Baumann aus. Was sei der Grund gewesen, damals? »Ich bin nicht recht nachgekommen. Schließlich war es wirklich ein Zufall, daß ich damals vergessen hab' zu tanken, und…« – Nun wurde er unterbrochen, von drei Schülern auf einmal: von Baumann, von Amstein und von einem Dritten, der fast weiße Haare hatte, wie ein Albino… Er trug eine Hornbrille auf der Nase, deren Gläser so stark geschliffen waren, daß die Augen dahinter ganz verzerrt aussahen… Popingha hieß er und sprach das Deutsche mit starkem holländischen Akzent. Er gebot seinen Kameraden Schweigen und erzählte folgendes: An jenem Abend sei der Äbi Ernst plötzlich hier, im Klassenzimmer, aufgetaucht und habe vier Mann gebraucht. Er (Popingha) und Amstein und Heinis und Vonzugarten seien mitgekommen und der Kamerad (›Kam'rat‹ sagte Popingha) habe ihnen auf dem Wege erzählt, sein Bruder – sein Stiefbruder – sei heute morgen angekommen. Früher habe ihn die Armenbehörde in der Anstalt versorgt, aber er sei geflohen mit einem Mädchen – zwar habe sich der Fremde, der Farny, seiner angenommen, aber bei Hungerlott wisse man ja nie, was der Mann vorhabe. Heut morgen sei er einverstanden gewesen, den Bruder wieder laufen zu lassen und habe dies auch dem Farny versprochen. Aber heut abend sei plötzlich ein Polizist aufgetaucht und vielleicht habe dieser die Absicht, den Bruder zu verhaften. Nun habe er ein paar Armenhäusler aufgetrieben, aber er brauche noch einige sichere Mithelfer und darum sei er die Kameraden holen gekommen. Man müsse dem Schroter Angst machen, damit er fortgehe und den Ludwig in Ruhe lasse. »So war das, Wachtmeister. Darum haben wir getan, als wollten wir Euch angreifen…«

Wie einfach die Geschichte war! Und wie mutig hatte sich doch der Bursche benommen, der nun tot im Treibhaus lag, bewacht von seinem Stiefbruder.

Treibhaus… Was bedeutete der Plan der Heizung? Diesmal war es Amstein, der Antwort gab. Sein Bett, erzählte er, stehe im Schlafsaal gerade neben dem des verstorbenen Äbi. Es sei ihm aufgefallen, daß Äbi die letzte Zeit so schlecht geschlafen habe – oft sei er fast nächtelang wach gelegen und wenn er schließlich gegen Morgen Schlaf gefunden, habe er im Traum geredet. Immer und immer sei von Heizung die Rede gewesen. Heizung und Treibhaus. Ein paarmal sei der Ernst – Baumanns bester Freund – »Gell, Buuma?« – »G'wüß!« – der Ernst also am Abend aus der Arbeitsstunde gelaufen. Arbeitsstunde hätten sie hier in der Schule am Morgen von halb sieben bis zum Frühstück um halb acht (im Sommer früher) und am Abend von fünf bis halb sieben und von halb acht bis zehn Uhr. Er erwähne dies nur, um dem Wachtmeister die Sache klarzumachen… Da habe nun er (Amstein) von Baumann erfahren, daß Äbi manchmal fehle, und da Baumann ein Schüchterner sei, habe eben er einmal dem Äbi abgepaßt. Und was habe er entdeckt? Der Ernst sei mit seinem Vater draußen auf dem Friedhof zusammengetroffen. »Beide standen am Grab der vor vierzehn Tagen gestorbenen Frau Hungerlott. Nun wußt' ich ja, daß die Frau die Schwester des Ernst war. Nur verstand ich nicht, warum er seinen Vater gerade an dieser Stelle traf. Nachher gingen die beiden ins Treibhaus, ich blieb zuerst draußen stehen, ging dann hinein – da war keiner mehr da. Ich hörte sie aber unten in der Heizung miteinander flüstern. Verstehen konnt' ich nichts. Da hab ich mich wieder gedrückt. Merkwürdig war nur eins: Die Birne, die unten in der Heizung hängt, hat die ganze Nacht nicht gebrannt – und doch sah ich letzten Montag Licht dort unten. Es war um neun Uhr, der Äbi hatte diese Woche Dienst, mußte am Morgen den Rost putzen, am Abend Kohlen nachlegen für die Nacht… Ich glaubte dann, der Äbi habe eine Extrabirne, die er abschraube, wenn er die Heizung verlasse und durch eine andere – kaputte – ersetze. Warum er das aber gemacht hat, weiß ich nicht…«

目录
设置
设置
阅读主题
字体风格
雅黑 宋体 楷书 卡通
字体大小
适中 偏大 超大
保存设置
恢复默认
手机
手机阅读
扫码获取链接,使用浏览器打开
书架同步,随时随地,手机阅读
首 页 < 上一章 章节列表 下一章 > 尾 页