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作者:德- Charles Dickens 当前章节:16555 字 更新时间:2026-6-23 05:30

In der großen Halle sollte ein prachtvolles Festmahl gegeben werden, und Sir Joseph Bowley in seinem gefeierten Charakter als Freund und Vater der Armen sollte eine bedeutsame Rede dabei halten. Seine Freunde und Kinder durften zuerst in einer andern Halle eine gewisse Anzahl von Pflaumenpuddingen verzehren und sollten dann auf ein gegebenes Signal zu ihren Freunden und Vätern hineinströmen, um eine Familienversammlung zu bilden, bei der kein Männerauge von Tränen unbefeuchtet bleiben sollte.

Aber noch mehr als dies sollte geschehen. Sogar noch mehr. Sir Joseph Bowley, Baronet und Parlamentsmitglied, hatte sich vorgenommen, mit seinen Pächtern eine Kegelpartie - eine wirkliche Kegelpartie - zu machen.

»Das erinnert mich ganz an die Tage des alten Königs Heinz, des wackern Königs Heinz, des leutseligen Königs Heinz,« sagte Alderman Cute. »Ah! ein prächtiger Mann!«

»Sehr,« bemerkte Herr Filer trocken, »um Weiber zu heiraten und sie umzubringen. Und noch obendrein beträchtlich mehr als die Durchschnittszahl der Weiber.«

»Ihr werdet die schönen Damen heiraten und sie nicht umbringen, he?« sagte Alderman Cute zu dem Erben von Bowley, einem zwölfjährigen Jungen. »Ein süßer Knabe! Wir werden diesen kleinen Gentleman im Parlament haben,« fügte er bei, indem er ihn bei der Schulter faßte und ihn so aufmerksam als nur möglich ansah, »ehe wir wissen, wo wir sind. Wir werden hören von seinen Erfolgen bei den Wahlen , von seinen Reden im Hause, von den Anträgen, die ihm die Regierung macht, von seinen herrlichen Kenntnissen auf allen Gebieten! Ja, ich stehe dafür, wir werden im Gemeinderat gleichfalls kleine Reden über ihn halten, ehe wir Zeit haben, uns umzusehen!«

»O welch ein Unterschied bei Schuhen und Strümpfen!« dachte Trotty. Aber sein Herz sehnte sich nach seinem kleinen Führer um derselben schuh- und strumpflosen Knaben willen, die die Kinder der armen Meg sein konnten und der Prophezeiung des Alderman zufolge schlecht ausfallen mußten.

»Richard,« stöhnte Trotty, unter der Gesellschaft auf- und abgehend; »wo ist er? Ich kann Richard nicht finden! Wo ist Richard?«

Wahrscheinlich nicht hier, wenn er noch am Leben ist ! Aber Trottys Kummer und das Gefühl der Einsamkeit hatten ihn ganz wirr gemacht; er wanderte noch immer unter der prunkenden Gesellschaft umher, spähte nach seinem Führer und rief: »Wo ist Richard? Zeigt mir Richard!«

Auf seinen Kreuz- und Quergängen begegnete er Herrn Fish, dem vertrauten Sekretär, der in großer Aufregung ausrief:

»Gott behüte mich! Wo ist Alderman Cute? Hat niemand den Alderman gesehen?«

Den Alderman gesehen? O Himmel, wer hätte auch den Alderman übersehen können? Er war so rücksichtsvoll, so leutselig und verlangte so sehr danach, den Wunsch der Leute, ihn zu Gesicht zu bekommen, so oft als möglich zu erfüllen, daß - angenommen er hätte einen Fehler - es nur der sein konnte, unaufhörlich präsentiert zu werden. Und wo immer vornehme Leute waren, da durfte man sicher auch auf Cute zählen, weil die verwandtschaftliche Sympathie großer Seelen stets anziehend wirkt.

Mehrere Stimmen riefen, er befände sich in dem Kreise um Sir Joseph. Herr Fish eilte dorthin, fand ihn und nahm ihn heimlich an das nächste Fenster. Trotty näherte sich ihnen - nicht aus eignem Antrieb; er fühlte, daß seine Schritte in diese Richtung gelenkt wurden.

»Mein teurer Alderman Cute,« sagte Herr Fish; »ein wenig mehr hierher. Es hat sich, wie ich in diesem Augenblick erst erfahre, etwas höchst schreckliches zugetragen, und ich glaube, es wird am besten sein, Sir Joseph erst davon in Kenntnis zu setzen, wenn der Tag vorüber ist. Ihr kennt Sir Joseph und werdet mir Eure Ansicht mitteilen. Der Schrecklichste und beklagenswerteste Vorfall!«

»Fish!« entgegnete der Alderman, »Fish, mein guter Freund, was gibt es? Hoffentlich doch nichts Revolutionäres? Nein - doch kein Versuch, sich in die Schritte der Obrigkeit zu mengen?«

»Deedles, der Bankier,« keuchte der Sekretär. »Gebrüder Deedles - der heute hätte kommen sollen - der eine so hohe Stellung in der Genossenschaft der Goldschmiede einnimmt ...«

»Hat doch nicht seine Zahlungen eingestellt?« rief der Alderman. »Es kann nicht sein!«

»Sich selbst erschossen.«

»Guter Gott!«

»In seinem eignen Kontor sich eine doppelläufige Pistole an den Mund gesetzt und sich das Gehirn hinausgeblasen. Kein Beweggrund. Fürstliche Verhältnisse!«

»Verhältnisse!« rief der Alderman. »Ein Mann von edlem Vermögen. Einer der achtbarsten Männer. Selbstmord, Herr Fish, durch eigne Hand?«

»Erst diesen Morgen,« erwiderte Herr Fish.

»O das Gehirn, das Gehirn!« rief der fromme Alderman, seine Hände erhebend. »O die Nerven, die Nerven - die Geheimnisse dieser Maschine, die man Mensch nennt ! Welche Kleinigkeit reicht nicht hin, sie in Unordnung zu bringen! Was sind wir nicht für arme Geschöpfe! Vielleicht ein Diner, Herr Fish. Vielleicht die Lebensweise seines Sohnes, der, wie ich gehört habe, etwas über den Strang schlagen und ohne jede Ermächtigung Wechsel auf den Namen seines Vaters ausstellen soll. Ein höchst achtbarer Mann - einer von den achtbarsten Männern, die ich je kannte! Ein beklagenswerter Fall, Herr Fish! Ein öffentliches Unglück! Ich werde mirs zur Ehrensache machen, um ihn die tiefste Trauer zu tragen! Ein höchst achtbarer Mann. Aber es ist einer über uns. Wir müssen uns darein fügen, Herr Fish. Wir müssen uns fügen!«

Wie, Alderman? Kein Wort von »den Selbstmord legen«? Erinnere dich, Friedensrichter, wie du dich stolz deiner hohen Moral rühmtest! Bring diese Wagschalen ins Gleichgewicht, Alderman! Wirf in die leere das fehlende Mittagessen und die Quellen der Natur, die bei irgendeinem armen Weib durch das hungernde Elend ausgetrocknet und zum Widerstand gebracht wurden gegen die Ansprüche, zu denen ihr Sprößling von der heiligen Mutter Eva her berechtigt ist. Wäge mir diese beiden, du richtender Daniel, wenn dein Gerichtstag kommen wird! Wäge sie in den Augen leidender Tausende, die aufmerksam der greulichen Posse, die du spielst, zusehen! Oder angenommen, du hättest deine fünf Sinne verloren - du hast nicht so weit dazu, daß es nicht möglich wäre - und legtest Hand an diese deine Kehle, zur Warnung für deinesgleichen (wenn es noch deinesgleichen gibt), damit sie nicht ihre behagliche Schlechtigkeit den zum Wahnsinn getriebenen Gehirnen und gequälten Herzen vorkrächzen - was dann?

Die Worte erhoben sich in Trottys Brust, als würden sie in seinem Innern von einer andern Stimme gesprochen. Alderman Cute machte sich anheischig, Herrn Fish zu unterstützen, um nach Ablauf des Tages Sir Joseph die traurige Kunde beizubringen. Ehe sie sich trennten, drückte er noch Herrn Fish in bitterm Schmerze die Hand und sagte abermals: »Der achtbarste Mann!« Und dann fügte er noch hinzu, daß er kaum verstehe (nicht einmal er!), warum solche Trübsal auf Erden vorkommen dürfe.

»Wenn mans nicht besser wüßte, so möchte man fast glauben,« fuhr Alderman Cute fort, »daß bisweilen in den Dingen eine Umsturzbewegung vorgehe, die die allgemeine Ordnung des sozialen Baues aus ihren Fugen hebt. Gebrüder Deedles!«

Das Kegelspiel verlief mit ungeheurem Erfolg. Sir Joseph warf die Kegel mit wunderbarer Geschicklichkeit um; Master Bowley machte aus kürzerer Entfernung gleichfalls einen Anfangsversuch, und jedermann sagte, daß nun, da ein Baronet und der Sohn eines Baronets Kegel spielten, die Verhältnisse des Landes eine rasche Wendung zum Bessern nehmen müssen.

Im richtigen Moment wurde das Festmahl aufgetragen. Trotty begab sich unwillkürlich mit den übrigen nach der Halle, denn er fühlte sich durch eine stärkere Gewalt, als die seines eignen freien Willens, dahin gedrängt. Der Anblick war ein ungewöhnlich glänzender; die Damen waren sehr hübsch und alle Gäste entzückt, fröhlich und heiter gestimmt. Als die untern Türen geöffnet wurden und die Leute in ihrer ländlichen Kleidung hereinschwärmten, erreichte die Schönheit des Schauspiels ihren Höhepunkt; aber Trotty murmelte nur um so angelegentlicher: »Wo ist Richard? er sollte ihr helfen und sie trösten! Ich kann Richard nicht sehen!«

Es wurden einige Reden gehalten. man trank auf die Gesundheit Lady Bowleys; Sir Joseph hatte sich bedankt und hielt eben seine große Rede, indem er an mancherlei Tatsachen bewies, daß er der geborene Freund und Vater usw. der Armen sei, und brachte ein Hoch auf seine Freunde und Kinder und auf die Würde der Arbeit aus, als eine kleine Unruhe unten in der Halle Tobys Aufmerksamkeit fesselte. Nach einiger Verwirrung, etwas Lärm und Widerstand brach ein einzelner Mann durch die Reihen der übrigen und trat vor.

Nicht Richard. Nein. Aber einer, an den er auch schon gedacht und nach dem er sich oftmals umgesehen hatte. Bei einer spärlicheren Beleuchtung würde er die Identität des alten, grauen, gebeugten und abgelebten Mannes bezweifelt haben; so aber fiel ein heller Lampenglanz auf dessen verwitterten Kopf, und er erkannte in der Person, sobald sie sich vorgedrängt hatte, augenblicklich Will Fern.

»Was soll das?« rief Sir Joseph aufstehend. »Wer hat diesen Mann eingelassen? Dies ist ein Verbrecher aus dem Gefängnis! Herr Fish, Sir, wollen Sie die Güte haben ...«

»Eine Minute!« sagte Will Fern. »Eine Minute! Gnädige Frau, Ihr seid an diesem Tag mit einem neuen Jahr geboren worden. Laßt mich eine einzige Minute sprechen!«

Sie legte eine Fürbitte für ihn ein, und Sir Joseph nahm mit angeborener Würde wieder Platz.

Der zerlumpte Gast - denn er war erbärmlich gekleidet - blickte in der Gesellschaft umher und bezeigte ihr seine Huldigung mit einer demütigen Verbeugung.

»Ihr vornehmen Leute,« sagte er, »ihr habt auf die Gesundheit des Arbeiters getrunken. Seht mich an!«

»Kommt just aus dem Gefängnis,« sagte Herr Fish.

»Ja, ich komme aus dem Gefängnis,« versetzte Will. »Und zwar nicht zum ersten, zweiten, dritten - ja nicht einmal zum viertenmal.«

Man hörte Herrn Filer verdrießlich bemerken, daß viermal die Durchschnittszahl übersteige, und er sollte sich vor sich selbst schämen.

»Seht mich immerhin an, ihr vornehmen Leute,« wiederholte Will Fern. »Ihr seht, ich bin bis zum Ärgsten herabgesunken. Man kann mir nichts Schlimmeres mehr anhaben, und ich bin außer dem Bereich eurer Hilfe, denn die Zeit, in der eure freundlichen Worte oder eure freundlichen Handlungen mir hätten guttun können« - er schlug dabei mit der Hand auf die Brust und schüttelte seinen Kopf - »ist vorbei, wie der Duft des Klees vom vorigen Jahr. Aber laßt mich ein Wort für diese sprechen« - er deutete auf die Arbeiter in der Halle - und hört, da ihr wieder zusammengekommen seid, wenigstens einmal die reine Wahrheit!«

»Es ist niemand hier,« sagte der Wirt, »der ihn zum Sprecher haben möchte.«

»Wahrscheinlich genug, Sir Joseph. Ich glaube es. Aber darum ist das, was ich sage, nicht weniger wahr. Vielleicht dient mir das nur zum Beweis meiner Wahrheitstreue. Ihr vornehmen Leute, ich habe manches Jahr an diesem Ort gelebt, und ihr könnt dort meine Hütte mit dem eingefallenen Zaune sehen. Hundertmal war ich Zeuge, wie die Damen sie in ihre Bücher zeichneten. Ich habe sagen hören, sie nehme sich gut auf einem Bilde aus; aber auf Bildern gibt es kein Wetter, und sie mag sich daher besser dazu eignen, als zu einem Wohnplatz. Also! Dort habe ich gelebt. Wie hart - wie bitterhart es mir dort erging, will ich nicht sagen. Ihr könnt es jeden Tag im Jahr selber beurteilen.«

Er sprach, wie er in der Nacht gesprochen hatte, als ihn Trotty in der Straße traf. Seine Stimme klang tiefer und heiserer und zitterte dann und wann ein wenig. Aber er ließ sie niemals leidenschaftlich werden, und selten sprach er lauter, als es die schlichten Dinge und Tatsachen forderten, die er berichtete.

»Es ist schwerer, als ihr vornehmen Leute denken mögt, an einem solchen Platz als ordentlicher Mensch zu leben. Daß ich zu einem Mann und nicht zu einem Vieh darin heranwuchs - damals - sagt schon etwas für mich. Über meine jetzige Lage läßt sich nichts mehr sagen, wie denn auch nichts mehr für mich getan werden kann. Ich bin darüber hinaus.«

»Ich freue mich, daß dieser Mann eingetreten ist,« sagte Sir Joseph, heiter im Kreis umherblickend. »Stört ihn nicht. Es scheint Bestimmung zu sein. Er ist ein Beispiel - ein lebendiges Exempel. Ich hoffe und erwarte zuversichtlich, daß es an meinen Freunden hier nicht verloren geht.«

»Ich schleppte mich fort,« sagte Fern nach einer kurzen Pause, »wie es eben gehen mochte. Weder ich noch irgendein andrer Mensch weiß, wie - jedenfalls aber so schwer, daß ich kein heiteres Gesicht dazu schneiden oder andern glauben machen konnte, ich sei etwas andres, als was ich war. Nun, Gentlemen - ihr Gentlemen, die ihr in den Parlamentssitzungen zusammentrefft - wenn ihr einen Mann mit einem unzufriedenen Zug im Gesicht seht, so sagt ihr zueinander. ›Er ist verdächtig. Ich habe meine Bedenken‹, sagt ihr, ›über Will Fern. Faßt diesen Burschen ins Auge.‹ Ich will nicht behaupten, Gentlemen, daß dies nicht ganz natürlich sei - aber ich sage, es ist so, und von dieser Stunde an wird alles auf sein Schuldkonto gebucht, mag nun Will Fern tun oder lassen, was er will.«

Alderman Cute steckte seine Daumen in seine Westentaschen, lehnte sich lächelnd in seinem Stuhl zurück und blinzelte einem benachbarten Leuchter zu, als wollte er sagen: »Natürlich! ich Sagte es ja. Das gewöhnliche Geschrei! Gott behüte, wir sind derartigen Dingen längst gewachsen - ich selbst und die menschliche Natur.«

»Wohlan, Gentlemen,« fuhr Will Fern fort, indem er seine Hände ausstreckte und ein flüchtiges Rot sein hageres Gesicht einen Augenblick überflammte. »Seht, wie eure Gesetze gemacht sind, um uns einzufangen und zu hetzen, wenn es einmal so weit mit uns gekommen ist. Ich versuche, anderswo meinen Unterhalt zu finden, und man behandelt mich als einen Landstreicher. Ins Gefängnis mit ihm! Ich komme hierher zurück, sammle in den Wäldern Nüsse und breche - wer täte es nichts - ein paar dünne Zweige ab. Ins Gefängnis mit ihm! Einer von den Förstern sieht mich am hellen Tag in der Nähe meines eignen Gartens mit einem Gewehr. Ins Gefängnis mit ihm! Sobald ich wieder frei bin, kommts natürlich zu einem zornigen Wortwechsel mit diesem Mann. Ins Gefängnis mit ihm! Ich schneide mir einen Stock. Ins Gefängnis mit ihm! Ich esse einen faulen Apfel oder eine Rübe. Ins Gefängnis mit ihm! Es ist zwanzig Meilen entfernt, und als ich wieder zurückkomme, bettle ich an der Straße um eine Kleinigkeit. Ins Gefängnis mit ihm! Kurz, der Polizeimann oder der Wildhüter oder sonst jemand findet immer, daß ich hier oder dort irgend etwas anstelle. Ins Gefängnis mit ihm, denn er ist ein Landstreicher und bekannter Zuchthausvogel. So ist denn das Zuchthaus zu seiner einzigen Heimat geworden!«

Der Alderman nickte wohlweise, als wollte er sagen. »Und obendrein eine recht gute Heimat!«

»Glaubt ja nicht, daß ich dies sage, um meiner Sache zu dienen!« rief Fern. »Wer kann mir meine Freiheit, meinen guten Namen und meine unschuldige Nichte zurückgeben? Alle Lords und Ladies in dem weiten England sind es nicht imstande. Aber ihr Gentlemen, wenn ihr mit andern zu tun bekommt, wie mit mir, fangt die Sache an dem rechten Ende an. Seid so barmherzig, uns, wenn wir in unsern Wiegen liegen, eine bessere Heimat zu geben; reicht uns bessere Kost, wenn wir für unsern Unterhalt arbeiten, und gebt uns wohlwollende Gesetze, die uns auf den rechten Weg zurückbringen können, wenn wir von demselben abweichen; aber stellt uns nicht überall, wohin wir uns auch wenden mögen, ewig nur das Gefängnis, das Gefängnis, das Gefängnis vor die Augen! Jede Herablassung, die ihr dem Arbeiter erweisen mögt, wird er so bereitwillig und dankbar hinnehmen, wie nur ein Mensch kann, denn er hat ein geduldiges, friedliches und williges Herz; aber ihr müßt zuerst den rechten Geist in ihm fassen, denn bis jetzt noch ist der seinige von euch getrennt, mag er nun eine solche Ruine oder ein Wrack sein wie ich, oder denen gleichen, die hier herumstehen. Bringt ihn zurück, bringt ihn zurück, ihr vornehmen Leute! bringt ihn zurück, ehe der Tag kommt, da in seiner veränderten Gesinnung auch die Bibel eine andre Gestalt gewinnt und ihm die Worte derselben erscheinen, wie sie mir bisweilen in dem Gefängnis vorkamen: ›Wohin du gehst, kann ich nicht hingehen; wo du wohnst, wohne ich nicht; dein Volk ist nicht mein Volk und dein Gott nicht der meinige!‹«

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